SanDisk-Quartalszahlen-Vorschau: Wall Street setzt auf anhaltenden KI-Speicher-Boom mit Höchstkursziel von 3.050 $
SanDisk veröffentlicht am 5. August nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2026. Trotz eines starken Kursrückgangs von 47 % im Juli bleibt die Wall Street langfristig optimistisch. Die Markterwartungen für Umsatz und EPS übertreffen die Prognosen des Managements, was das Risiko einer Volatilität erhöht. Wachstumstreiber bleiben KI-Rechenzentren und eine hohe Nachfrage nach Enterprise-SSDs. Zur Stabilisierung der Margen setzt SanDisk verstärkt auf langfristige Lieferverträge. Anleger fokussieren sich primär auf die Nachhaltigkeit des Rechenzentrumsgeschäfts und den Ausblick für 2027, um die Branchenzyklizität besser einschätzen zu können.

TradingKey - SanDisk ( SNDK) wird am 5. August nach US-Börsenschluss seine Ergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres und das Gesamtjahr 2026 vorlegen. Der Markt wird diese Zahlen heranziehen, um zu beurteilen, ob sich der durch Investitionen in KI-Rechenzentren, steigende NAND-Preise und ein knappes Angebot angetriebene Wachstumszyklus fortsetzen kann.
Im Vorfeld dieser Zahlenvorlage hat die Aktie von SanDisk eine scharfe Korrektur durchlaufen. Obwohl die Nachfrage nach Speicherlösungen für Rechenzentren weiterhin stark ist, konzentrierten sich die Anleger im Juli darauf, ihre Bestände an KI- und Speicherchip-Aktien abzubauen, die zuvor kräftige Gewinne erzielt hatten, was im Monatsverlauf zu einem kumulierten Rückgang von rund 47 % für SanDisk führte. Unter diesen Umständen werden die Geschäftsergebnisse und der Ausblick auf das neue Geschäftsjahr die Einschätzung des Marktes bezüglich der Nachhaltigkeit des Unternehmenswachstums direkt beeinflussen.
Markterwartungen liegen über offizieller SanDisk-Guidance
SanDisk erwartet für das vierte Geschäftsquartal einen Umsatz zwischen 7,75 Milliarden und 8,25 Milliarden US-Dollar. Basierend auf dem Mittelwert der Prognose von 8,0 Milliarden US-Dollar wird der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal voraussichtlich um rund 34 % wachsen, was einem Anstieg von über 320 % gegenüber den 1,9 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum entspricht.
Hinsichtlich der Profitabilität erwartet das Unternehmen ein verwässertes Non-GAAP-Ergebnis je Aktie von 30 bis 33 US-Dollar und damit weitaus mehr als die 0,29 US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Non-GAAP-Bruttomarge soll voraussichtlich 79 % bis 81 % erreichen, was ein in der Speicherchipbranche selten verzeichnetes hohes Niveau darstellt.
Die Erwartungen der Wall Street übertreffen sogar die Prognose des Unternehmens. Während die Statistiken verschiedener Datenplattformen leicht variieren, liegt der aktuelle Marktkonsens in etwa bei einem Umsatz von 8,3 bis 8,4 Milliarden US-Dollar und einem bereinigten Ergebnis je Aktie (EPS) von 34 bis 35 US-Dollar. Dies bedeutet, dass Anleger darauf setzen, dass der tatsächliche Umsatz von SanDisk die Obergrenze seiner Prognose durchbricht, anstatt lediglich die Ziele des Managements zu erfüllen.
Die hohen Erwartungen erhöhen zudem das Risiko einer Volatilität nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen. Selbst wenn die Ergebnisse des vierten Geschäftsquartals weiterhin ein starkes Wachstum aufweisen, könnte der Aktienkurs dennoch unter Druck geraten, falls die Bruttomarge das obere Ende der Spanne nicht erreicht oder das Management einen vergleichsweise vorsichtigen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2027 gibt.
KI-Rechenzentren bleiben der zentrale Wachstumstreiber
Die wichtigste Kennzahl, auf die es im vierten Geschäftsquartal zu achten gilt, bleibt der Umsatz im Rechenzentrumsbereich. Da Hyperscaler ihre KI-Infrastruktur ausbauen, nimmt die Nutzung von Enterprise-SSDs beim Modelltraining, der Inferenz und der Datenverarbeitung weiter zu, was die Nachfrage nach hochkapazitiven NAND-Produkten ankurbelt.
Im Vergleich zur Trainingsphase erfordert die KI-Inferenz einen häufigen Zugriff auf große Datenmengen. Da Anwendungen wie KV-Cache, Retrieval-Augmented Generation (RAG) und KI-Agenten ein Gleichgewicht zwischen Kapazität, Geschwindigkeit und Kosten herstellen müssen, könnten Enterprise-SSDs folglich mehr Daten-Caching- und Speicheraufgaben übernehmen.
SanDisk deckt derzeit Hochleistungsanwendungen durch TLC-Enterprise-SSDs ab und nutzt die Stargate-Plattform, um hochkapazitive QLC-Produkte auszubauen. Sollten Cloud-Dienstleister zunehmend Architekturen einführen, die den KV-Cache von DRAM oder HBM auf SSDs verlagern, könnte die Nachfrage nach Enterprise-NAND weiter verstärkt werden.
Im dritten Geschäftsquartal erreichte der Umsatz im Rechenzentrumsbereich 1,47 Milliarden US-Dollar, was einem sprunghaften Anstieg von 645 % im Jahresvergleich und einem Zuwachs von 233 % im Vergleich zum Vorquartal entspricht. Der Umsatz im Edge-Geschäft stieg um 295 % auf 3,66 Milliarden US-Dollar, während der Umsatz im Consumer-Geschäft zwar im Jahresvergleich um 44 % zulegte, im Vergleich zum Vorquartal jedoch einen leichten Rückgang verzeichnete.
Anleger werden sich darauf konzentrieren, ob das Rechenzentrumsgeschäft im vierten Geschäftsquartal weiterhin ein hohes Wachstum beibehalten kann und ob der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) stabil bleibt. Sollte die Nachfrage nach Enterprise-SSDs weiter steigen, dürfte sich das hohe Bruttomargenniveau weiter festigen.
Diese Entwicklung bleibt jedoch ungewiss; wenn KI-Unternehmen weiterhin mehr Caching-Aufgaben in DRAM und HBM belassen, könnte die zusätzliche Nachfrage nach Enterprise-SSDs hinter den Markterwartungen zurückbleiben.
NAND-Preise und langfristige Verträge bestimmen die Nachhaltigkeit der Margen
Aufgrund der ausgeprägten Zyklik der Speicherbranche geben Produktpreise und Gewinnmargen in der Regel rasch nach, wenn Anbieter ihre Kapazitäten konzentriert ausbauen oder sich die Nachfrage in den Endmärkten abschwächt. Um diese Volatilität abzufedern, treibt SanDisk ein neues Geschäftsmodell voran, das auf mehrjährigen Kundenpartnerschaften basiert.
Bislang hat das Unternehmen fünf langfristige Vereinbarungen unterzeichnet. Diese Verträge beinhalten üblicherweise einen Mechanismus, der feste und variable Preise kombiniert, sowie verbindlichere Abnahmeverpflichtungen, was zur Stabilisierung der NAND-Preise und -Margen beiträgt. Daher wird der Markt die jüngsten Updates des Managements zur Vertragsabdeckung für das Geschäftsjahr 2027, zur Kapazitätsplanung und zur Partnerschaft mit Kioxia aufmerksam verfolgen.
Wall Street bleibt nach Kursrückgang optimistisch für SanDisk
Nach einer kräftigen vorangegangenen Rallye gab der Aktienkurs von SanDisk im Juli kumuliert um rund 47 % nach. Dies markierte die schlechteste monatliche Wertentwicklung seit der erneuten Börsennotierung des Unternehmens als eigenständige Gesellschaft im Jahr 2025.
Der Markt geht allgemein davon aus, dass diese Korrektur in erster Linie auf eine Abkühlung des zentralen KI-Trends, Gewinnmitnahmen sowie die Besorgnis der Anleger über hohe Bewertungen in der Speicherbranche, künftige Kapazitätsfreigaben und die Nachhaltigkeit der KI-Investitionsausgaben zurückzuführen ist.
Dennoch bleibt die Wall Street optimistisch, was die langfristige Wachstumsstory des Unternehmens betrifft. Obwohl der Susquehanna-Analyst Mehdi Hosseini das Kursziel von 3.250 US-Dollar auf 3.050 US-Dollar senkte, behielt er seine „Buy“-Einstufung bei.
Er wies darauf hin, dass die Anpassung des Kursziels hauptsächlich Revisionen des Gewinnprognosemodells sowie eine gewisse verbleibende Unsicherheit darüber widerspiegelt, welche Speicherarchitektur sich in der Ära der KI-Inferenz letztendlich durchsetzen wird.
Mit Blick auf den Marktkonsens bleibt die allgemeine Stimmung unter den Analysten positiv. Laut Statistiken von TipRanks stufen von den 12 Analysten, die SanDisk beobachten, 10 die Aktie als „Buy“ ein. Die Kernlogik hinter den optimistischen Aussichten des Marktes bleibt unverändert: Der Aufbau der KI-Infrastruktur treibt die Nachfrage nach Unternehmensspeichern weiter an, das NAND-Angebot bleibt relativ knapp und langfristige Lieferverträge tragen dazu bei, die Umsatzvisibilität zu verbessern und die Zyklizität der Branche abzumildern.

Quelle: TipRanks
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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