Munster warnt vor KI-„Value-Falle“ bei Microsoft vor den Quartalszahlen
Microsoft veröffentlicht am Mittwoch, den 29. Juli, nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal. Analyst Gene Munster warnt trotz potenzieller kurzfristiger Kursgewinne vor strukturellen Risiken durch KI-Agenten, die das traditionelle „per-Seat“-Lizenzmodell entwerten könnten. Er fordert einen Übergang zum „Pay-per-Use“-Modell, um langfristige Umsatzrückgänge zu vermeiden. Während Azure weiterhin stark wächst, bleibt die Rentabilität des neuen Abrechnungsmodells unsicher. Investoren sollten den Fokus daher weniger auf die Quartalszahlen als vielmehr auf Microsofts Strategie zur Anpassung des Geschäftsmodells an die durch KI verursachten Veränderungen der Mensch-Computer-Interaktion legen.

TradingKey - Microsoft ( MSFT) wird seine Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal am Mittwoch, den 29. Juli, nach US-Börsenschluss (Eastern Time) veröffentlichen. Nur einen Tag vor der Ergebnisbekanntgabe postete Gene Munster von Deepwater Asset Management auf X, dass Microsofts Quartalszahlen "keine Rolle spielen" und das eigentliche Problem darin bestehe, dass "der Kampf mit den Bots erst am Anfang steht".

[Quelle: X]
Munster erwartet, dass der Aktienkurs von Microsoft nach der Ergebnisbekanntgabe um 7 % steigen könnte (basierend auf der impliziten Volatilität), warnt jedoch zugleich davor, dass das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren vor zwei großen strukturellen Herausforderungen stehen wird: Erstens muss das traditionelle "per-Seat"-Lizenzmodell in ein "Pay-per-Use"-Modell überführt werden; zweitens eliminieren KI-Agenten allmählich die "Abstraktionsebene" der Mensch-Computer-Interaktion und ersetzen traditionelle Software direkt. Selbst wenn die Gewinne die Erwartungen übertreffen und die Aktie kurzzeitig nach oben schnellt, könnte Microsoft dennoch in eine "Value-Falle" geraten.
Seiner Ansicht nach liegt das tatsächliche Dilemma von Microsoft im Geschäftsmodell selbst. Derzeit erhebt das Unternehmen Softwarelizenzgebühren primär basierend auf der Anzahl der Mitarbeiter in Unternehmen. Da jedoch KI-Agenten einige menschliche Aufgaben übernehmen, droht die Anzahl der von Unternehmen benötigten Lizenzen (Seats) zu schrumpfen, wodurch diese Einnahmequelle allmählich versiegen wird. Er forderte Microsoft daher auf, auf ein neues "Pay-per-Use"-Abrechnungsmodell umzustellen.
Microsoft hat bereits im vergangenen Quartal potenzielle Anpassungen seines Preismodells angedeutet, und dieser Finanzbericht könnte weitere Details offenlegen. Munster ist jedoch der Ansicht, dass das Umsatzvolumen und die Profitabilität des neuen Modells ungewiss bleiben. Der Markt reagiert auf solche Unsicherheiten in der Regel mit einem Bewertungsabschlag, was bedeutet, dass der Übergangsprozess die Kursentwicklung der Microsoft-Aktie weiterhin belasten könnte.
Für die Aussichten von Azure bleibt er optimistisch und geht davon aus, dass die Plattform in den nächsten Jahren ein starkes Wachstum beibehalten wird. Allerdings dürfte Cloud-Computing allein wohl nicht ausreichen, um die Auswirkungen auf das traditionelle Softwaremodell vollständig auszugleichen.
Nach Börsenschluss am Mittwoch wird der Fokus des Marktes nicht nur darauf liegen, wie viel Geld Microsoft in diesem Quartal verdient hat, sondern auch darauf, wie das Unternehmen den Einfluss von KI-Agenten auf die traditionelle Softwarebranche bewältigen will.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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