Nvidia soll chinesischen Kunden Vera-Chips anbieten: Markteinführung im August, nimmt bereits Bestellungen entgegen
Nvidia hat chinesische Kunden über die Verfügbarkeit seiner neuen Vera-CPU, einer Arm-basierten Lösung für KI-Rechenzentren, ab August informiert. Die CPU, die für KI-Agenten entwickelt wurde, soll Nvidias nächstes Multimilliarden-Dollar-Geschäft werden und bis GJ27 voraussichtlich 20 Milliarden US-Dollar Umsatz generieren. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund exportbeschränkter GPUs nach China. Obwohl Vera regulatorische Hürden umgehen kann, wird die Erreichung des Umsatzziels von der Softwarekompatibilität, Kundenbereitschaft und regulatorischen Unsicherheiten abhängen. Der CPU-Markt selbst erlebt Knappheit und Preissteigerungen, wobei Nvidia die Produktionskapazität durch Reduzierung des Speichers absichert.

TradingKey - Am 12. Juni (Ortszeit) berichtete Reuters unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass Nvidia ( NVDA) chinesische Kunden darüber informiert hat, dass seine neue Vera-CPU, die speziell für KI-Rechenzentren entwickelt wurde, bereits im August verfügbar sein wird und ab sofort bestellt werden kann. Diese im März vorgestellte Arm-basierte CPU ist der erste eigenständige Prozessor von Nvidia, der gezielt für autonome KI konzipiert wurde. Die Serienreife ist erreicht, und das Unternehmen konzentriert sich nun voll auf die Kommerzialisierung.
Jensen Huang prognostizierte auf einer Einführungsveranstaltung im März, dass Vera das nächste Multimilliarden-Dollar-Geschäft von Nvidia werden würde. Im Anschluss daran erklärte Nvidia-CFO Colette Kress während der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen am 20. Mai ausdrücklich, dass der Umsatz mit eigenständigen Vera-CPUs im Geschäftsjahr 2027, das im Januar 2027 endet, voraussichtlich die Marke von 20 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Das Marktforschungsunternehmen SemiAnalysis schätzt, dass der Preis für eine einzelne Vera-Einheit vor Mengenrabatten weit über 20.000 US-Dollar liegen wird, wobei eine Full-Rack-Konfiguration mit 256 Chips insgesamt rund 10 Millionen US-Dollar kostet.
Vera wurde speziell für KI-Agenten entwickelt und erfordert eine robuste Single-Thread-Leistung, um Entscheidungsfindungen in Echtzeit, Funktionsaufrufe und die Steuerung der Inferenz zu unterstützen – Aufgaben, die genau zu den Stärken einer CPU gehören.
Der Schwenk von Nvidia hin zu CPUs erfolgt vor dem Hintergrund blockierter Vertriebskanäle für seine GPUs in China. Seit 2025 ist der Marktanteil von Nvidia in China faktisch auf "Null" gesunken. Obwohl das US-Handelsministerium im Januar die Lizenzierungspolitik für H200-Exporte nach China von einer "Vermutung der Ablehnung" auf eine "Einzelfallprüfung" umstellte, knüpfte es daran strenge Bedingungen, wie etwa, dass das Exportvolumen 50 % des Angebots für die USA nicht überschreiten darf. Seitdem hat Nvidia fast keine gültigen Lizenzen erhalten, und chinesische Käufer haben bisher keine einzige H200 erworben. Der CPU-Sektor, in dem Vera konkurriert, unterliegt hingegen vergleichsweise lockereren Exportkontrollen.
Der Verkauf von CPUs nach China steht jedoch weiterhin vor zahlreichen Hindernissen. Während chinesische Kunden Interesse an Vera gezeigt haben, beschränken sich die ersten Einsatzpläne auf Rechenzentren im Ausland. Darüber hinaus forcieren große chinesische Cloud-Anbieter ihre Bemühungen um eine inländische Substitution; Alibaba Cloud, Tencent und Baidu haben alle eigenentwickelte KI-Chips auf den Markt gebracht, was den Anreiz für eine großflächige Beschaffung ausländischer CPUs kurz- bis mittelfristig dämpft.
Aus einer globalen Perspektive von Angebot und Nachfrage verschiebt sich der KI-Wettbewerb vom Modelltraining hin zum Inferenz-Computing, wodurch die Rolle von CPUs wichtiger denn je wird. Intel ( INTC) und AMD ( AMD) haben beide davor gewarnt, dass der globale CPU-Markt angespannt ist, wobei die Kapazitäten für Server-CPUs für 2026 weitgehend ausverkauft sind und Preiserhöhungen von 10 % bis 15 % geplant sind. Um die Auslieferung von Vera zu gewährleisten, hat Nvidia kürzlich beschlossen, den SOCAMM2-Speicher von 192 GB auf 96 GB zu reduzieren, um die CPU-Produktionskapazität abzusichern. Dies unterstreicht, dass Lieferengpässe zu einem branchenweiten Problem geworden sind.
Arm ( ARM) CEO Rene Haas merkte Anfang dieses Monats an, dass die Implementierung von Exportkontrollen für KI-CPUs nahezu undurchführbar sei. Er erklärte, dass es schwierig sei, klare Leistungsschwellen und Grenzen für die Speicherbandbreite festzulegen, wie dies bei GPUs der Fall ist. Sollten tatsächlich Beschränkungen auferlegt werden, müssten diese fast alle CPUs betreffen, da deren Anwendungsspektrum weit breiter gefächert ist als das von GPUs.
Vera eröffnet Nvidia einen neuen Weg für Verkäufe nach China und umgeht dabei einige regulatorische Hürden. Ob das Umsatzziel von 20 Milliarden US-Dollar jedoch erreicht werden kann, hängt von der Kompatibilität des Software-Ökosystems, der Skalierungsbereitschaft der Kunden und den Unsicherheiten im regulatorischen Umfeld ab.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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