Silber erobert 70 $ zurück und erreicht Höchststand seit knapp zwei Monaten bei Monatsplus von über 20 %
Am 28. August US-Ostküstenzeit durchbrach Spot-Silber kurzzeitig die Marke von 70 US-Dollar und legte im August um über 20 % zu. Haupttreiber sind ein schwächerer US-Dollar, sinkende Staatsanleihenrenditen, steigende US-Schuldenbedenken und die Stärke von Gold, die die Nachfrage nach sicheren Häfen ankurbelten. Kurzfristig bildet die Marke von 70 US-Dollar einen massiven Widerstand; für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung ist ein Bruch bis 72 US-Dollar nötig. Größter Unsicherheitsfaktor bleibt die US-Notenbank Federal Reserve angesichts einer Inflation von 3,7 % im Juli, wobei Anleger auf geldpolitische Signale vom Jackson-Hole-Symposium warten.

TradingKey – Am 28. August US-Ostküstenzeit setzte der internationale Silberpreis seine jüngste starke Rally fort. Dabei durchbrach Spot-Silber (XAGUSD) im Tagesverlauf kurzzeitig die wichtige Marke von 70 US-Dollar, nachdem sich der Kurs dieser Marke in den vorangegangenen Handelstagen mehrmals genähert hatte. Seit August hat Silber kumuliert um mehr als 20 % zugelegt und entwickelte sich zu einem der am besten abschneidenden Rohstoffe der letzten Zeit.

Tageschart des Silberpreises, Quelle: TradingView
Die aktuelle Rally des Silberpreises beschleunigte sich ab Mitte bis Ende August spürbar. Am 19. August notierte Spot-Silber noch bei rund 63 US-Dollar, bevor der Kurs rasch über 65 US-Dollar und 68 US-Dollar stieg und in der vergangenen Woche erstmals die Marke von 70 US-Dollar testete. Am 25. August erreichte Silber ein Tageshoch von 69,94 US-Dollar und zog sich anschließend kurzzeitig auf etwa 68 US-Dollar zurück. Das Kaufinteresse kehrte jedoch rasch zurück, was zeigt, dass die optimistische Grundstimmung am Markt trotz des starken Widerstands im Bereich von 70 US-Dollar weiterhin stark ist.
Einer der Haupttreiber für den jüngsten Anstieg des Silberpreises ist ein schwächerer US-Dollar sowie eine durch den US-Finanzausblick ausgelöste Nachfrage nach sicheren Häfen. Das US-Finanzministerium hatte zuvor eine Ausweitung des Rückkaufs langlaufender US-Staatsanleihen angekündigt. Dies drückte die Renditen von US-Staatsanleihen und den US-Dollar vorübergehend nach unten, während zeitgleich die Sorgen des Marktes über die US-Staatsverschuldung und Haushaltsdefizite zunahmen. Infolgedessen floss wieder Kapital in Edelmetalle wie Gold (XAUUSD) und Silber.
Unterdessen näherte sich der Goldpreis kurzzeitig der Marke von 4.700 US-Dollar, was auch Silber einen deutlichen Auftrieb verlieh. Nach der breiten Rally bei den Edelmetallen floss Kapital verstärkt in Silber, da dessen Preis im Vergleich zu Gold niedriger ist und der Kurs eine höhere Schwankungsintensität aufweist. Bis zum asiatischen Handel am 28. August legte Silber im August kumuliert um etwa 22 % zu.
Dennoch bleibt die Marke von 70 US-Dollar kurzfristig eine entscheidende Preisschwelle für Silber. Der Silberpreis stieß in der Nähe dieses Niveaus zuletzt mehrfach auf Widerstand. Christopher Wong, Edelmetallstratege bei der OCBC, merkte an, dass eine deutlichere Fortsetzung der Aufwärtsbewegung erst begünstigt würde, wenn der US-Dollar und die Anleiherenditen erneut nachgeben und Silber die Spanne von 70,60 bis 72 US-Dollar überzeugend nach oben durchbrechen kann.
Die größte bevorstehende Unsicherheitskomponente für den Markt geht von der US-Notenbank Federal Reserve aus. Die jüngsten US-Kern-PCE-Daten für Juli stiegen im Jahresvergleich um 3,7 %, womit die Inflation spürbar über dem 2-Prozent-Ziel der Fed bleibt. Die Markterwartungen preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa 33,7 % für eine Zinserhöhung durch die Fed im September ein, während die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung vor Jahresende bei über 70 % liegt. Anleger warten am Freitag auf die Rede von Fed-Chef Warsh auf dem Wirtschaftssymposium in Jackson Hole, um neue Signale zur Zinspolitik zu erhalten.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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