Goldpreisprognose: Vor Warshs Rede in Jackson Hole, liegt das nächste Ziel für Gold bei 4.500 $ oder 4.700 $?
Am 28. August gab der Goldpreis im asiatischen Handel auf rund 4.580 US-Dollar nach, da anhaltende US-Inflationsdaten und falkenhafte Fed-Äußerungen in Jackson Hole zu Gewinnmitnahmen führten. Im Fokus steht die bevorstehende Grundsatzrede von Fed-Chef Kevin Warsh am 28. August um 10:00 Uhr US-Ostküstenzeit, die entscheidende Signale für die Zinspolitik im September liefern wird. Technisch bleibt der kurzfristige Trend trotz des Rücksetzers bullisch. Wichtige Marken sind der Widerstand bei 4.700 US-Dollar sowie die Unterstützung bei 4.530 US-Dollar. Ein falkenhafter Ton birgt Abwärtsrisiken für Gold, während eine neutrale Haltung eine Erholung begünstigen könnte.

TradingKey – Im asiatischen Handel am 28. August notierte der Goldpreis (XAUUSD) bei rund 4.580 US-Dollar und gab leicht nach. Zuvor hatte sich der Goldpreis bereits der Marke von 4.700 US-Dollar genähert. Da die US-Inflation jedoch auf hohem Niveau verharrt und mehrere Vertreter der Federal Reserve auf dem Symposium in Jackson Hole falkenhafte Signale sendeten, baute der Markt im Vorfeld der Rede von Fed-Chef Kevin Warsh Long-Positionen in Gold ab, was den Goldpreis von seinen Höchstständen zurückfallen ließ.
Märkte warten auf Warshs Rede in Jackson Hole, während Gold auf Fed-Zinssignale wartet
Aus fundamentaler Sicht ist die anstehende Rede von US-Notenbankchef Warsh auf dem Symposium in Jackson Hole heute die wichtigste Einflussvariable für die Entwicklung des Goldpreises.
Dem offiziellen Zeitplan der Fed zufolge wird Warsh am 28. August um 10:00 Uhr US-Ostküstenzeit eine Grundsatzrede halten. Dies ist Warshs erste große Rede in Jackson Hole seit seinem Amtsantritt als Fed-Chef. Da sich die Fed derzeit in einer Phase deutlicher geldpolitischer Uneinigkeit befindet, wird der Markt voraussichtlich nach weiteren Hinweisen auf die Zinspolitik im September und den künftigen geldpolitischen Rahmen der Notenbank suchen.
Die jüngsten US-PCE-Daten für Juli zeigten, dass die Gesamtrate des PCE im Jahresvergleich um 3,7 % stieg und damit die Markterwartungen von 3,6 % übertraf, während die Kernrate bei rund 3,3 % verharrte. Da die Inflation hartnäckig über dem 2-Prozent-Ziel der Fed liegt, können die Märkte eine weitere Zinsanhebung im September nicht völlig ausschließen. Nach der Veröffentlichung der PCE-Daten zogen der US-Dollar und die Renditen von US-Staatsanleihen vorübergehend kräftig an, was den Goldpreis unter Druck setzte.
Unterdessen betonten mehrere in Jackson Hole eingetroffene Fed-Vertreter weiterhin die Inflationsrisiken. Jeffrey Schmid, Präsident der Fed von Kansas City, erklärte, die Inflation bleibe „hartnäckig“, und die Fed müsse weiter daran arbeiten, sie auf das Ziel von 2 % zurückzuführen. Auch andere Währungshüter warnten, dass der jüngste Preisdruck bei Energie, Wohnen und Gütern bedeute, dass die Fed den Sieg über die Inflation nicht voreilig verkünden könne.
Sollte Warsh in seiner Rede betonen, dass der PCE nach wie vor zu hoch ist, und signalisieren, dass die Fed weitere Maßnahmen ergreifen muss, um eine Rückkehr der Inflation auf 2 % zu gewährleisten, könnte der Markt seine Erwartungen an eine Zinsanhebung im September rasch nach oben schrauben. In diesem Szenario könnten die Renditen von US-Staatsanleihen und der US-Dollar im Gleichschritt steigen, was das unverzinste Gold spürbar belasten und den Goldpreis möglicherweise unter wichtige jüngste Unterstützungsmarken drücken könnte.
Eine andere Möglichkeit ist jedoch, dass Warsh eine zurückhaltende Haltung einnimmt. Im Vergleich zu früheren Fed-Vorsitzenden hat Warsh die direkte Orientierung bezüglich des künftigen Kurses seit seinem Amtsantritt spürbar reduziert. Er hatte sich zuvor zurückhaltend geäußert, die Märkte durch häufige Forward Guidance zu beeinflussen, und zieht es stattdessen vor, dem Anleihemarkt eine größere Rolle bei der Gestaltung der Finanzbedingungen zu überlassen. Sollte Warsh die Zinserhöhungserwartungen heute nicht weiter schüren, könnten zuvor vom Markt aufgebaute falkenhafte Spekulationen teilweise aufgelöst werden, während nachgebende Anleiherenditen und ein schwächerer US-Dollar eine Erholung des Goldpreises begünstigen würden.
Technische Analyse des Goldpreises

Tageschart des Goldpreises, Quelle: TradingView
Im Tageschart des Goldpreises zeigt der jüngste Kerzenverlauf ein klares Muster höherer Hochs und höherer Tiefs, was darauf hindeutet, dass der kurzfristige Trend beim Goldpreis deutlich bullisch ist. Da zudem die 5-Tage- und 10-Tage-Durchschnitte den 144-Tage-Durchschnitt nach oben gekreuzt und ein Golden Cross gebildet haben, hat sich das bullische Momentum am Markt weiter verstärkt.
Derzeit zieht sich der Goldpreis unter Druck unterhalb von 2.700 US-Dollar etwas zurück, doch die 10-Tage- und 20-Tage-Durchschnitte bleiben bullisch ausgerichtet, was darauf hindeutet, dass der kurzfristige Trend weiterhin bullisch ist.
Auf der Oberseite ist die primäre Widerstandsmarke bei 4.700 US-Dollar zu beachten. Gelingt dem Goldpreis der Ausbruch und kann er sich über diesem Niveau halten, eröffnet dies weiteres Aufwärtspotenzial in Richtung 4.800 US-Dollar oder sogar 4.900 US-Dollar.
Auf der Unterseite liegt die wichtigste zu beachtende Unterstützung bei 4.530 US-Dollar, die sich zudem nahe dem 10-Tage-Durchschnitt befindet und somit potenziell eine verstärkte Unterstützung bildet. Sollte diese Marke verloren gehen, könnte der Goldpreis weiter zurücksetzen und die Unterstützung bei etwa 4.450 US-Dollar testen.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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