Die Analysten Dr. Henry Hao und Moses Lim von Commerzbank verweisen darauf, dass die Inflation in Indonesien im März auf 3,5 Prozent im Jahresvergleich zurückgegangen ist und damit wieder innerhalb der Zielspanne der Bank Indonesia (BI) liegt. Gleichzeitig warnen sie, dass der Konflikt im Nahen Osten sowie steigende Transportkosten Aufwärtsrisiken für die Inflation darstellen. Trotz der moderateren Teuerung dürfte die Notenbank ihren Leitzins bei 4,75 Prozent belassen und hat angesichts des über 17.000 gestiegenen USD/IDR-Wechselkurses sowie der eingetrübten Stimmung ihre Lockerungsneigung aufgegeben.
„Mit Blick nach vorn dürfte sich die Inflation in den kommenden Monaten weiter normalisieren.“
„Ein anhaltender Konflikt im Nahen Osten birgt jedoch Aufwärtsrisiken durch höhere Transportkosten, Störungen der Lieferketten und vorsorglichen Lageraufbau – auch wenn die Kraftstoffsubventionen bestehen bleiben.“
„In der Geldpolitik wird erwartet, dass die BI den Leitzins auf der Sitzung am 22. April unverändert bei 4,75 Prozent belässt.“
„Bereits auf ihrer März-Sitzung zeigte sich die BI vorsichtiger und gab ihre Lockerungsneigung auf.“
„Dieser Kurswechsel spiegelt die zunehmende Volatilität der Rupiah wider, wobei USD/IDR in der vergangenen Woche über die Marke von 17.000 gestiegen ist.“