Die Strategen Sim Moh Siong und Christopher Wong von OCBC halten die Hoffnungen der Märkte auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran für verfrüht. Zwar sei der Brent-Ölpreis zuletzt von Höchstständen nahe 119 US-Dollar zurückgekommen, doch werde die Lage in der Straße von Hormus eher als kontrollierte Störung denn als echte Lösung bewertet. Vereinbarungen zum Schiffsverkehr zwischen Iran und Oman sowie Drohungen von US-Präsident Donald Trump deuteten weiterhin auf Risiken für das Angebot hin – auch wenn die Analysten mittelfristig einen Rückgang des Brent-Preises auf 85 bis 70 US-Dollar innerhalb von sechs bis zwölf Monaten erwarten.
"Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran ist in seine sechste Woche gegangen, ohne dass ein klarer Weg zur Deeskalation erkennbar ist."
"In der vergangenen Woche verbesserte sich die Stimmung aufgrund von Hoffnungen auf eine Entspannung. Brent fiel von den Höchstständen zu Wochenbeginn nahe 119 US-Dollar je Barrel zurück, die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen durch die Notenbanken gingen zurück, und der US-Dollar zeigte sich im Vergleich zu anderen wichtigen Währungen uneinheitlich."
"Berichte, wonach der Iran gemeinsam mit Oman an einem Protokoll zur Steuerung des Verkehrs durch die Straße von Hormus arbeitet, verringern das Risiko einer vollständigen Blockade – deuten jedoch eher auf kontrollierte Einschränkungen als auf eine vollständige Öffnung hin."
"Präsident Trump verschärfte seine Drohungen, die Energieinfrastruktur und Brücken des Iran zu zerstören, falls das Land die Straße von Hormus nicht bis zu seiner gesetzten Frist am Dienstag wieder öffnet."