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Studie: US-Zölle belasten Österreich vor allem indirekt

ReutersMar 9, 2026 10:06 AM

- Die neuen US-Zölle treffen die österreichische Wirtschaft einer Studie zufolge vor allem auf indirektem Wege. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte um 0,11 Prozent zurückgehen, teilten das Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII) und das österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) am Montag mit. Hauptursache sei dabei nicht der direkte Rückgang der Exporte in die USA, sondern die sinkende Nachfrage wichtiger Handelspartner innerhalb der Europäischen Union (EU). "Wenn große EU-Volkswirtschaften ihre Produktion drosseln, trifft das österreichische Zulieferbetriebe unmittelbar", sagte ASCII-Forscher Asjad Naqvi.

Besonders betroffen sind den Instituten zufolge vorleistungsintensive Branchen wie der Bergbau, die Chemieindustrie und die Metallverarbeitung. Im EU-Durchschnitt erwarten die Forscher durch die neuen US-Zölle ein Minus beim BIP von 0,26 Prozent. Länder mit starker Industriebasis wie Deutschland, Italien und Frankreich dürften stärkere Einbußen verzeichnen als Österreich. Da Deutschland und Italien jedoch zu den wichtigsten Abnehmern österreichischer Vorleistungen zählten, schlage deren Schwäche auf die Alpenrepublik durch. Die US-Regierung hatte im Februar pauschale Zölle von zehn Prozent auf Waren aus der EU verhängt.

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