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Insider: EZB will Liquiditätslinie für mehr Länder öffnen

ReutersFeb 5, 2026 5:15 PM

- Die Europäische Zentralbank (EZB) will ihre im Fachjargon als Eurep bekannte Liquiditätslinie laut Insidern für weitere Länder öffnen. Damit soll der Zugang erleichtert und die internationale Rolle des Euro gestärkt werden, wie die Nachrichtenagentur Reuters von mit der Sache vertrauten Personen erfuhr. Die im Detail noch nicht völlig ausgearbeitete Maßnahme soll voraussichtlich im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz nächste Woche bekannt gegeben werden. Die Eurep-Liquiditätslinie steht derzeit nur acht Nachbarländern der Euro-Zone zur Verfügung, darunter EU-Staaten wie Rumänien und Ungarn sowie Nicht-EU-Staaten wie Albanien, Kosovo und Montenegro.

Diese sogenannte Repo-Fazilität des Eurosystems für Zentralbanken wurde 2020 als vorsorgliche Absicherung eingeführt, um pandemiebedingtem Bedarf an Euro-Liquidität außerhalb des Euroraums Rechnung zu tragen. Sie soll es einem weit gefassten Kreis von Zentralbanken ermöglichen, Euro gegen auf Euro lautende Schuldtitel aufzunehmen. Der Zugang zu einer solchen Fazilität stärkt die Widerstandsfähigkeit kleinerer Länder gegenüber Finanzmarktkrisen. Die aktuelle EZB-Initiative erfolgt vor dem Hintergrund, dass viele Investoren den Status des Dollar als Weltreservewährung aufgrund der als erratisch empfundenen Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump neu bewerten.

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