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NAHOST-TICKER-Hegseth: Irans Raketenprogramm faktisch zerstört

ReutersApr 8, 2026 12:30 PM

- Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

14.11 Uhr - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zieht eine positive Bilanz des Krieges gegen den Iran. Die USA hätten bei dem Einsatz "Epic Fury" einen entscheidenden Sieg errungen, sagt er vor Journalisten. Die Regierung in Teheran habe um eine Feuerpause gebettelt. Das Raketenprogramm des Irans sei funktionell zerstört und die Fabriken des Landes seien dem Erdboden gleichgemacht worden. Nun gebe es eine echte Chance auf Frieden. An die an dem Einsatz beteiligten US-Soldaten gerichtet sagt Hegseth, sie sollten in Bereitschaft bleiben.

13.59 Uhr - Die Straße von Hormus könnte einem hochrangigen iranischen Regierungsvertreter zufolge am Donnerstag oder Freitag freigegeben werden. Voraussetzung sei, dass eine Einigung auf ein Rahmenabkommen erzielt werde, sagt der an den Gesprächen beteiligte Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die Öffnung würde dann begrenzt und unter iranischer Kontrolle erfolgen. "Für alle Schiffe wird eine Abstimmung mit dem iranischen Militär zwingend erforderlich sein", heißt es weiter.

13.49 Uhr - Israel hat nach eigenen Angaben seinen bislang größten Angriff seit Kriegsbeginn auf Einrichtungen der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz im Libanon vollzogen. Dabei seien auch Kommandozentren der Miliz in der Hauptstadt Beirut getroffen worden, teilt das Militär mit. Die meisten Ziele hätten sich in zivilen Gebieten im ganzen Land befunden.

13.44 Uhr - US-Präsident Donald Trump kündigt Strafzölle für Staaten an, die den Iran mit Waffen versorgen. Der Aufschlag gelte ab sofort und werde 50 Prozent für alle in die USA eingeführten Güter dieser Länder betragen, schreibt Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social.

13.34 Uhr - US-Präsident Donald Trump zufolge wird der Iran in Zukunft kein Uran mehr anreichern. Zudem würden die USA und der Iran das verschüttete Uran ausgraben und entfernen, schreibt Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Bei vielen der 15 Punkte des US-Plans für den Iran gebe es bereits eine Übereinkunft. Man werde sehr eng mit der Regierung in Teheran zusammenarbeiten, heißt es weiter. Der Iran habe einen sehr produktiven Regimewechsel durchlaufen. Eine Stellungnahme der Islamischen Republik liegt zunächst nicht vor.

13.23 Uhr - Die durch den Iran-Konflikt ausgelöste Energiekrise ist der EU-Kommission zufolge nicht von kurzer Dauer. Rund 8,5 Prozent des Flüssigerdgases, sieben Prozent des Erdöls sowie 40 Prozent des Flug- und Dieselkraftstoffs der EU würden durch die Straße von Hormus transportiert, sagt Sprecherin Anna-Kaisa Itkonen. "Was wir bereits absehen können, ist, dass diese Krise nicht von kurzer Dauer sein wird", sagte sie. Es handele sich offensichtlich um einen sehr, sehr wichtigen Engpass.

13.13 Uhr - Die iranischen Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge in der Nacht Energieanlagen und Ölpipelines angegriffen, die mit den USA und Israel in Verbindung stehen. Darunter seien auch Ölanlagen in der saudiarabischen Hafenstadt Janbu, wie staatliche Medien berichten. Der Finger sei am Abzug, erklären die Revolutionsgarden der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge. Auf jeden Angriff würden sie mit noch mehr Härte reagieren.

12.44 Uhr - Die EU-Kommission will sich noch nicht zu zu möglichen künftigen Maßnahmen zur Sicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus äußern. "Wir haben die Nachricht von der Waffenruhe erhalten. Wir begrüßen sie. Wie die Hohe Vertreterin (Kaja Kallas) gesagt hat, haben wir ein Zeitfenster für Vermittlungsbemühungen, das offen bleiben muss, und dann sehen wir weiter", sagt EU-Sprecher Anouar El Anouni während der einer täglichen Pressekonferenz. Die Straße von Hormus sei ein globales öffentliches Gut, das für alle offen bleiben sollte.

12.35 Uhr - Die Unions-Fraktion im Bundestag fordert angesichts hoher Kraftstoffpreise ein Eingreifen des Bundeskartellamts. Dessen Präsident Andreas Mundt müsse die Preisgestaltung an den Tankstellen konsequent prüfen, erklärt Unions-Vizefraktionschef Sepp Müller. "Unzulässige Aufschläge müssen sofort unterbunden werden." Die vereinbarte Waffenruhe sei "kein Freifahrtschein für Entwarnung - die Lage an der Straße von Hormus und die zerstörte Infrastruktur im Nahen Osten wirken weiterhin als Preistreiber". Oberstes Ziel bleibe: "Wir federn die Preisexplosion gezielt dort ab, wo die Hilfe am dringendsten gebraucht wird."

12.22 Uhr - US-Präsident Donald Trump dringt nach Angaben seines Vize JD Vance auf rasche Fortschritte bei der Beendigung des Krieges mit dem Iran. Trump sei "ungeduldig", sagt Vance in Budapest. Er habe sein Verhandlungsteam angewiesen, mit dem Iran in gutem Glauben zu sprechen. Zu der Delegation gehören neben Vance auch US-Außenminister Marco Rubio und der Sondergesandte Steve Witkoff. Ein Abkommen sei möglich, wenn der Iran aufrichtig verhandle, erklärt Vance. Die derzeitige Waffenruhe bezeichnet er als "erbrechlich". Einige Vertreter des iranischen Systems gingen konstruktiv an die Gespräche, andere täten dies nicht. Letztlich liege es an den Iranern, die richtige Entscheidung zu treffen.

12.10 Uhr - Die Kreuzfahrttochter des Reisekonzerns TUITUI1n.DE prüft mögliche Optionen für ihre beiden noch in der Golf-Region festsitzenden Passagierschiffe. "Wir bewerten die Lage mit Behörden, Sicherheitsexperten und unseren Partnern", erklärte TUI Cruises. Entscheidend für die Abfahrt der Mein Schiff 4 und 5, die seit Ausbruch des Iran-Krieges in Abu Dhabi und Doha vor Anker liegen, sei die Sicherheit von Crew und Schiffen. Eine Rumpfbelegschaft hält demnach die Kreuzfahrtschiffe betriebsbereit. Eine Verlegung zu den geplanten nächsten Zielgebieten im Mittelmeer werde, abhängig von Routen, Wetter und operativen Rahmenbedingungen, rund vier Wochen dauern.

12.08 Uhr - Italien will ohne UN-Mandat keine Schiffe zur Überwachung der Straße von Hormus entsenden. "Das steht nicht auf der Tagesordnung. Wir haben bereits gesagt, dass wir keine Schiffe entsenden werden, es sei denn, es gibt eine Initiative der Vereinten Nationen", sagt der stellvertretende Ministerpräsident Matteo Salvini, der auch Infrastrukturminister ist.

12.02 Uhr - Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat pakistanischen Angaben zufolge die Teilnahme des Irans an Verhandlungen mit den USA zugesagt. Das teilt das Büro von Ministerpräsident Shehbaz Sharif mit. Die Gespräche sind für Freitag in Islamabad geplant.

11.55 Uhr - Außenminister Johann Wadephul hat seinen israelischen Kollegen Gideon Saar nach Angaben eines Sprechers in einem Gespräch aufgefordert, "dass sich Israel auf die notwendige Selbstverteidigung gegen Hisbollah beschränkt und nicht darüber hinausgeht". Ziel müsse es sein, in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln.

11.44 Uhr - Russland begrüßt die Feuerpause zwischen den USA und dem Iran und setzt nun darauf, dass die Friedensgespräche zur Ukraine wieder aufgenommen werden können. Russland hoffe, dass die USA nun die Zeit und den Spielraum hätten, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in einem Telefonat mit Journalisten.

11.33 Uhr - Bei der vereinbarten Feuerpause sind nach Angaben des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian die vom Iran geforderten "allgemeinen Grundsätze" akzeptiert worden. Dies schreib er in einem Beitrag auf X.

11.30 Uhr - DIW-Präsident Marcel Fratzscher warnt nach der Vereinbarung einer Waffenruhe im Iran-Krieg vor einer erneuten Eskalation und hohen weiteren Kosten für die deutsche Wirtschaft. "Der Waffenstillstand ist ein wichtiger erster Schritt, er bedeutet jedoch bei weitem noch nicht das Ende des Kriegs. Eine erneute Eskalation ist nicht unwahrscheinlich", sagt er der "Rheinischen Post". Für die Weltwirtschaft seien die schon jetzt entstandenen Kosten enorm und auch die offene deutsche Volkswirtschaft werde einen hohen Preis für den Konflikt tragen. Fratzscher fordert ungeachtet der Waffenruhe direkte Finanzhilfen für die Bürger wegen der hohen Spritpreise.

11.23 Uhr - Der Mineralölwirtschaftsverband in Deutschland hofft nach der Vereinbarung einer Waffenruhe im Iran-Krieg auf eine Entspannung bei den Energiepreisen. Entscheidend für die Tankstellenpreise sei aber nicht der Rohölpreis, erklärt der Wirtschaftsverband Fuels und Energie. Ausschlaggebend seien die an den Börsen gehandelten Preise für Kraftstoffe wie Benzin und Diesel. Diese richteten sich nach der Angebots- und Nachfragesituation auf dem Weltmarkt. Es bleibe abzuwarten, wie die Märkte auf die veränderte Lage reagierten. Dies hänge auch vom Ausmaß der Zerstörung von Infrastruktur in den betroffenen Gebieten ab. "Wir hoffen auf eine rasche Entspannung", erklärt der Verband. "Preisprognosen nehmen wir nicht vor."

11.11 Uhr - Angesichts hoher Energiepreise und der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs sucht Bundesfinanzminister Lars Klingbeil den Dialog mit den Sozialpartnern. Der SPD-Co-Chef hat für Freitag Spitzenvertreterinnen und -vertreter der Gewerkschaften sowie der Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände zu einem Arbeitsgespräch eingeladen, wie ein Sprecher mitteilt. "Wir sehen die aktuellen Belastungen der Unternehmen und vieler Bürgerinnen und Bürger - und prüfen Maßnahmen, wie wir möglichst zielgenau entlasten können", sagte Sprecher. Dazu wolle Klingbeil in den direkten Austausch mit den Sozialpartnern treten.

10.43 Uhr - Der Außenhandelsverband BGA wertet die im Iran-Krieg vereinbarte Waffenruhe als positives Signal. Dies sei eine "dringend benötigte Entspannung in einer geopolitisch hoch angespannten Lage", erklärt der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dirk Jandura. Die Aussicht auf wieder sichere Handelsrouten wie die Straße von Hormus lasse auf eine spürbare Entlastung der globalen Lieferketten hoffen. Für die Unternehmen bedeute dies mehr Planungssicherheit und sinkende Transport- sowie Energiekosten. Entscheidend sei jedoch, dass die Waffenruhe von Dauer sei.

10.40 Uhr - Die dänische Reederei MaerskMAERSKb.CO will trotz der vereinbarten Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran den Normalbetrieb in der Straße von Hormus vorerst nicht wieder aufnehmen. Man verfolge einen vorsichtigen Ansatz und nehme zunächst keine Änderungen an bestimmten Diensten vor, teilte der Schifffahrtskonzern mit. Die Waffenruhe schaffe zwar Möglichkeiten für den Transit, biete aber noch keine vollständige Sicherheit für die Seefahrt. Maersk hatte im vergangenen Monat Buchungen für viele Häfen in der Golfregion ausgesetzt.

10.08 Uhr - Sechs Schiffe von Deutschlands größter Containerreederei Hapag-LloydHLAG.DE sitzen nach Angaben des Unternehmens weiterhin im Persischen Golf fest. Hapag-Lloyd hoffe, die Schiffe und vor allem die Crews möglichst bald aus der Region herauszubekommen, sagt Konzernchef Rolf Habben Jansen in einem Kunden-Call. Die Schifffahrt sei derzeit noch stark beeinträchtigt und für das Unternehmen entstünden vor allem durch Umleitungen hohe Kosten, die auch an die Kunden weitergegeben werden müssten. Die jüngste Entwicklung sei aber positiv. "Wir hoffen, in den nächsten Monaten zur Normalität zurückkehren zu können."

09.55 Uhr - Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez begrüßt die Vereinbarung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, kritisiert aber zugleich die USA wegen des Beginns des Krieges. "Die spanische Regierung wird nicht jenen applaudieren, die die Welt in Brand stecken, nur weil sie dann mit einem Eimer auftauchen", schreibt Sanchez auf der Online-Plattform X, ohne die US-Regierung zu nennen. Eine Waffenruhe sei immer eine willkommene Nachricht. Die kurzzeitige Erleichterung dürfe jedoch nicht "das Chaos, die Zerstörung und die verlorenen Menschenleben" vergessen machen. Sanchez fordert, dass sich "Diplomatie, internationales Recht und FRIEDEN" durchsetzen müssten.

09.48 Uhr - Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben seine Angriffe auf den Iran eingestellt. Es folge damit der Anweisung der politischen Führung Israels nach der Vereinbarung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, teilt das Militär mit. Es sei weiterhin in höchster Alarmbereitschaft und bereit, auf jede Verletzung der Waffenruhe zu reagieren. Der Kampfeinsatz gegen die Hisbollah im Libanon werde hingegen fortgesetzt, teilt das israelische Militär mit.

09.45 Uhr - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßt die zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. "Sie sorgt für die dringend benötigte Deeskalation", sagt sie. Zudem sei es entscheidend, dass die Verhandlungen für eine dauerhafte Lösung fortgesetzt würden.

09.35 Uhr - Dem spanischen Außenminister Jose Manuel Albares zufolge ist die Welt nach dem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran "gefährlich nahe" an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Trumps Ultimatum sei "für die Menschheit absolut unannehmbar" gewesen, sagt Albares dem Hörfunksender RNE nach der Ankündigung einer Waffenruhe. Es sei jedoch noch zu früh, um festzustellen, ob der Krieg endgültig beendet sei. "Wenn der Anführer einer militärischen Supermacht solche Drohungen ausspricht, nehme ich sie ernst", fügt er hinzu. Trump hatte dem Iran mit der Auslöschung seiner Zivilisation gedroht.

09.25 Uhr - Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnet die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran als einen "Schritt zurück vom Abgrund nach Wochen der Eskalation". Dies schaffe die dringend benötigte Gelegenheit, Drohungen abzuschwächen, den Raketenbeschuss zu beenden, die Schifffahrt wieder aufzunehmen und Raum für Diplomatie auf dem Weg zu einer dauerhaften Einigung zu schaffen, schreibt sie auf der Social-Media-Plattform X. Kallas teilt zudem mit, sie habe mit dem pakistanischen Außenminister Mohammad Ishaq Dar gesprochen. Die Tür für eine Vermittlung müsse offen bleiben, da die eigentlichen Ursachen des Konflikts ungelöst blieben. Das Thema wolle sie auch bei ihrer Reise nach Saudi-Arabien am Mittwoch erörtern.

09.15 Uhr - Der französische Präsident Emmanuel Macron begrüßt die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, fordert aber eine Ausweitung auf den Libanon. Die Verkündung der Waffenruhe sei "eine sehr gute Sache", sagt Macron. Es sei auch gut, dass der Iran an der Öffnung der Straße von Hormus arbeite. Die Lage im Libanon bleibe aber kritisch. Der Libanon müsse in die Vereinbarung mit einbezogen werden. Israel hat Anfang März neue Angriffe auf die mit dem Iran verbündete Hisbollah im Libanon gestartet, die ihrerseits Ziele in Israel angegriffen hat.

08.55 Uhr - Die libanesische Hisbollah-Miliz hat Insidern zufolge in den frühen Morgenstunden im Rahmen der Waffenruhe im Iran-Krieg ihre Angriffe auf Nordisrael und israelische Truppen im Libanon ausgesetzt. Das teilen drei Insider aus dem libanesischen Umfeld der radikal-islamischen Organisation gegenüber Reuters mit. Israel hat ungeachtet der Waffenruhe seine Angriffe auf den Südlibanon fortgesetzt und eine neue Evakuierungsanordnung für eine südliche Stadt erlassen. Das deutet darauf hin, dass es dort bald angreifen wird. Zuvor hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt, dass die zweiwöchige Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA den Libanon nicht einschließe. Die vom Iran unterstützte Hisbollah werde voraussichtlich eine Erklärung abgeben, in der sie ihre offizielle Position zur Waffenruhe und zu Netanjahus Darstellung, der Libanon sei nicht eingeschlossen, darlege, sagen die drei Insider.

07.56 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz hat die zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und Iran begrüßt. Die Bundesregierung danke Pakistan für die Vermittlung dieser wichtigen Vereinbarung, teilt Merz mit. "Ziel muss nun sein, in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln. Dies wird sich nur auf diplomatischem Weg erreichen lassen", fügt er hinzu. Verhandlungen dienten dem Schutz der iranischen Zivilbevölkerung, der Sicherheit in der Region und könnten eine schwere weltweite Energiekrise abwenden. Die Bundesregierung unterstütze diplomatischen Bemühungen. "Deutschland wird in geeigneter Weise dazu beitragen, die freie Schifffahrt in der Hormus-Straße zu gewährleisten", betont Merz.

07.27 Uhr - Bundesaußenminister Johann Wadephul begrüßt die vereinbarte Waffenruhe im Iran-Krieg. "Dies muss der entscheidende erste Schritt auf dem Weg hin zu einer dauerhaften Befriedung sein, denn die Folgen einer Fortsetzung des Krieges wären unübersehbar", schreibt Wadephul auf X. Den Weg der Diplomatie werde Deutschland nach Kräften unterstützen. Der Außenminister dankte allen, die die Vereinbarung ermöglicht hätten - insbesondere Pakistan.

06.42 Uhr - US-Präsident Donald Trump bezeichnet die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran als "totalen und vollständigen Sieg" für die USA. "Hundert Prozent. Ohne jeden Zweifel", sagt er der Nachrichtenagentur AFP in einem kurzen Telefonat. Die USA hätten einen Zehn-Punkte-Plan aus Teheran erhalten, der eine brauchbare Verhandlungsgrundlage darstelle. Ein mögliches Friedensabkommen werde auch das iranische Atomprogramm abdecken. "Das wird perfekt geregelt sein, sonst hätte ich mich nicht darauf eingelassen", sagt Trump. Was mit dem Uran passieren solle, erläuterte er nicht. Auf die Frage nach seinen früheren Drohungen, zivile Kraftwerke und Brücken im Iran zu zerstören, falls die Vereinbarung scheitert, antwortet er dem Bericht zufolge lediglich: "Das werden Sie abwarten müssen." Trump, der im Kriegsverlauf wiederholt seine Ziele und Zeitpläne geändert hat, bekräftigt, dass die US-Ziele erreicht worden seien.

06.20 Uhr - Auch nach der Öffnung der Straße von Hormus wird es dem Weltverband der Fluggesellschaften IATA zufolge Monate dauern, bis die Versorgung mit Kerosin sich erhole. Er rechne zwar mit einem Rückgang der Rohölpreise, sagt IATA-Chef Willie Walsh in Singapur. Die Kosten für Flugbenzin blieben wegen der Auswirkungen auf die Raffinerien aber wahrscheinlich auf einem leicht erhöhten Niveau. Das treffe nicht nur auf Kerosin, sondern auch auf andere Produkte zu.

05.47 Uhr - Israel unterstützt die von US-Präsident Donald Trump angekündigte zweiwöchige Aussetzung von Angriffen auf den Iran. Die Waffenruhe schließe jedoch den Libanon nicht ein, teilt das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit. Voraussetzung für die Unterstützung sei zudem, dass Teheran die Meerengen öffne und Angriffe auf die USA, Israel und andere Länder in der Region einstelle. Der Iran teilt mit, dass die Verhandlungen mit den USA am Freitag in Islamabad beginnen sollen.

01.28 Uhr - Ein persönlicher Gesandter von UN-Generalsekretär Antonio Guterres plant eine Reise in den Iran, um auf ein Ende des Krieges hinzuwirken. Die Reisepläne hängen jedoch von der Sicherheitslage und der Logistik ab, heißt es aus UN-Kreisen. Der iranische UN-Botschafter hatte dagegen erklärt, der Gesandte sei bereits auf dem Weg nach Teheran.

00.46 Uhr - US-Präsident Donald Trump setzt die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aus. Er habe zugestimmt, "die Bombardierung und den Angriff auf den Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen", sagt Trump.

00.33 Uhr - Die CDU-Ministerpräsidenten von Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen fordern ein sofortiges Aussetzen der CO2-Abgabe auf Benzin. Die Maßnahme könne den Liter Kraftstoff um bis zu 16 Cent verbilligen, sagt der Thüringer Regierungschef Mario Voigt der Zeitung "Bild". Sein sächsischer Amtskollege Michael Kretschmer warnt, aus der Klimapolitik könne eine Frage der sozialen Spaltung werden.

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