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Wegen Verzögerung bei Fregatte 126 - Bund kauft vier Meko-Schiffe

ReutersMar 18, 2026 5:09 PM

- Die Bundesregierung will zur Stärkung der U-Boot-Jagd vier Fregatten des Typs Meko A-200 kaufen. Die Schiffe sollen als Brückenlösung dienen, da sich die Lieferung der eigentlich dafür vorgesehenen Fregatten der Klasse 126 (F126) verzögert. Damit sollen die Fähigkeiten zur U-Boot-Jagd gestärkt und Zusagen an die Nato erfüllt werden, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Der Haushaltsausschuss des Bundestages billigte zuvor einen weiteren Schritt zur Beschaffung. Früheren Angaben aus Verteidigungskreisen zufolge sollen die Meko-Fregatten etwa eine Milliarde Euro pro Stück kosten und damit günstiger sein als die F126. Das Kürzel Meko steht für "Mehrzweck-Kombination". Schiffe dieser Familie sind bei vielen Marinen weltweit im Einsatz.

Dem Ministerium zufolge wird mit einer Lieferung der Meko-Fregatten ab Ende 2029 gerechnet. Mit der nun vom Haushaltsausschuss gebilligten Verlängerung eines Vorvertrags könne der Hersteller Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) TKMSTKMS.DE weiter Fertigungskapazitäten reservieren sowie Material und Geräte bestellen.

Bereits im Januar hatte der Ausschuss einen ersten Vorvertrag gebilligt und dafür 50 Millionen Euro freigegeben. Damit sollte die Lieferung eines ersten Schiffes bis Dezember 2029 gesichert werden, wie Reuters damals berichtete. Hintergrund ist, dass Deutschland der Nato ab 2028 vier Fregatten zur U-Boot-Jagd zugesagt hat. Diese Zusage kann wegen der Probleme bei der F126 nicht mehr pünktlich erfüllt werden.

Das Ministerium betonte aber, man fahre zweigleisig und halte grundsätzlich am Projekt F126 fest. Die Beschaffung der Meko-Fregatten diene der Sicherheits- und Risikovorsorge. Bei der Fregatte F126 gibt es erhebliche Verzögerungen mit dem niederländischen Hauptauftragnehmer Damen. Das Verteidigungsministerium verhandelt daher über einen Wechsel des Generalunternehmers zur deutschen Lürssen-Werft (NVL). Die als Alternative geprüfte Meko A-200 ist mit rund 4000 Tonnen deutlich kleiner als die F126 mit etwa 10.000 Tonnen und hat Einschränkungen, etwa bei der Mitnahme von Hubschraubern. Die Marine bewertet dies jedoch angesichts des Zeitdrucks wegen der russischen Bedrohung als hinnehmbar.

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