18. Mrz (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
12.36 Uhr - Saudi-Arabien lädt die Außenminister arabischer und islamischer Staaten nach Riad zu einem Krisentreffen ein, um den Krieg und seine Folgen zu beraten. Einer türkischen diplomatischen Quelle zufolge nehmen Vertreter aus Ländern wie der Türkei, Ägypten, Katar, Syrien und den Vereinigten Arabischen Emiraten teil. Der türkische Außenminister Hakan Fidan werde dabei die Notwendigkeit einer friedlichen Verhandlungslösung betonen, verlautet aus Ankara.
12.30 Uhr - Bundesaußenminister Johann Wadephul glaubt nicht an eine friedliche Übergabe der Macht im Iran. "Natürlich kann es zu einem Regimewechsel kommen. Und angesichts der Brutalität (...) dieses Regimes ist es auch wünschenswert, dass es zu einem Regimewechsel kommt", sagt Wadephul in Berlin. Nur sei es nicht so, dass militärische Engagements von außen etwa im Irak oder auch in Libyen "zu einem geordneten Regimewechsel in der Weise geführt haben, dass es hinterher eine freiheitliche, demokratische, rechtsstaatliche Struktur gegeben hat", betont Wadephul. Dies sei "die nüchterne Analyse, die wir ziehen müssen, und das ist die Grundlage aller Überlegungen, die wir jetzt haben."
12.01 Uhr - Der schwedische Geheimdienst Säpo warnt in seinem Jahresbericht vor einer wachsenden Bedrohung, die vom Iran und Russland ausgeht. Der Krieg der USA und Israels gegen die Islamische Republik erhöhe das Risiko für jüdische und amerikanische Ziele in Schweden, sagt Behördenchefin Charlotte von Essen. Der Iran nutze dabei kriminelle Banden für seine Zwecke.
11.51 Uhr - Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärt, der iranische Geheimdienstminister Esmail Chatib sei bei einem Angriff in der Nacht getötet worden. Eine Bestätigung aus Teheran liegt zunächst nicht vor. Zudem hätten er und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu das Militär ermächtigt, weitere hochrangige iranische Vertreter ohne erneute Rücksprache zu töten, fügt Katz hinzu.
11.43 Uhr - Frankreich wertet die israelische Forderung an die libanesische Regierung zur Entwaffnung der Hisbollah-Miliz als unrealistisch. Der französische Libanon-Gesandte Jean-Yves Le Drian sagt dem Sender France Info, Israel selbst habe es während seiner langen Besatzung nicht geschafft, die Miliz zu besiegen. Daher könne man dies nun nicht von der libanesischen Regierung innerhalb von drei Tagen verlangen, zudem noch während laufender Kämpfe zwischen israelischen Truppen und Hisbollah-Milizionären.
11.35 Uhr - Russland kritisiert die gezielte Tötung von Mitgliedern der iranischen Führungsspitze. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnet den Tod von Sicherheitschef Ali Laridschani als Mord. Man verurteile unmissverständlich alle Handlungen, die darauf abzielten, Mitglieder der Führung des souveränen Irans zu ermorden oder zu eliminieren, sagt Peskow vor der Presse.
10.40 Uhr - Die Nato verlegt nach türkischen Angaben ein weiteres Raketenabwehrsystem vom Typ Patriot in die südtürkische Provinz Adana. Die Maßnahme diene der Sicherung des türkischen Luftraums und dem Schutz der Bevölkerung, teilt das Verteidigungsministerium in Ankara mit. In Adana liegt der Luftwaffenstützpunkt Incirlik, auf dem neben türkischen Truppen auch Soldaten der USA und anderer verbündeter Staaten stationiert sind. Der Türkei zufolge befindet sich dort bereits ein Patriot-System der Spanier. Seit Beginn des Kriegs gegen den Iran wurden nach türkischen Angaben drei von der Islamischen Republik aus gestartete Raketen abgefangen.
10.30 Uhr - Die Zahl der Todesopfer bei den neuen israelischen Luftangriffen in Beirut ist den libanesischen Behörden zufolge auf mindestens zehn gestiegen. Ein zehnstöckiges Gebäude sei zerstört worden, teilen die Behörden mit. Die Angriffe erschütterten die libanesische Hauptstadt die ganze Nacht hindurch bis in den Morgen. Getroffen wurden Gebäude in Vierteln, die sich in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums und des Regierungssitzes befinden. Das israelische Militär teilt mit, es habe als Reaktion auf massiven Raketenbeschuss durch die Hisbollah eine nächtliche Angriffswelle auf die Infrastruktur der Miliz gestartet. Vor einem der vier Angriffe auf Beirut hatte das Militär eine Warnung auf Online-Plattformen herausgegeben, nicht jedoch vor den anderen drei.
08.21 Uhr - Der Iran sieht sich durch die Tötung von Sicherheitschef Ali Laridschani und anderen hochrangigen Führungsmitgliedern nicht in seiner Handlungsfähigkeit beeinträchtigt. Die USA und Israel verstünden nicht, dass die Islamische Republik ein robustes politisches System sei, das nicht von einzelnen Personen abhänge, sagt Außenminister Abbas Araghtschi in einem Interview des Senders Al-Dschasira. Der Staat funktioniere weiter.
08.00 Uhr - Bei neuen israelischen Luftangriffen auf Beirut sind im Zentrum der libanesischen Hauptstadt den Behörden zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. 24 weitere Menschen seien verletzt worden, teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit. Die ersten Angriffe in der Nacht erfolgten offenbar ohne Vorwarnung. Ein Luftangriff gegen 01.30 Uhr Ortszeit im Stadtteil Suka al-Blat zerstörte mehrere Stockwerke eines Wohnblocks, ein weiterer Angriff traf mindestens zwei Stockwerke eines Gebäudes im benachbarten Stadtteil Basta. Ein späterer Angriff gegen 05.30 Uhr habe das in der Nähe gelegene Viertel Bachura getroffen. Diesem war jedoch eine Warnung des israelischen Militärs auf Online-Portalen vorausgegangen, in der eine Einrichtung der Hisbollah als Ziel benannt wurde. Berichte über Opfer lagen aus Bachura zunächst nicht vor.
07.15 Uhr - Der Iran hat seine Drohnen- und Raketenangriffe in der Nähe von Städten in Golfstaaten damit begründet, dass die USA ihre Truppen in zivile Gebiete verlegt hätten. US-Streitkräfte hätten ihre Militärstützpunkte verlassen und seien in Hotels in den Städten untergekommen, sagt Außenminister Abbas Araghtschi iranischen Medien zufolge dem arabischen Sender Al-Dschasira. "Überall dort, wo sich amerikanische Streitkräfte sammelten oder ihre Einrichtungen waren, wurden sie ins Visier genommen", sagte der iranische Chefdiplomat. "Es ist möglich, dass einige dieser Orte in der Nähe von Städten lagen." Araghtschi räumte ein, dass die Golfstaaten verärgert seien und ihre Bevölkerung durch die iranischen Angriffe betroffen gewesen sei. Die Schuld dafür liege jedoch allein bei den USA, die den Krieg begonnen hätten.
06.35 Uhr - Im Iran ist einem Medienbericht zufolge ein Mann wegen Spionage für Israel hingerichtet worden. Dem Mann sei nachgewiesen worden, dass er dem israelischen Geheimdienst Mossad Bilder und Informationen über sensible Standorte im Iran geliefert habe, meldet die mit den Justizbehörden verbundene Nachrichtenagentur Misan am Mittwoch. Der Iran hat in den vergangenen Jahren immer wieder Menschen hingerichtet, denen Verbindungen zum Mossad und die Unterstützung israelischer Geheimdiensteinsätze in der Islamischen Republik vorgeworfen wurden.
03.40 Uhr - In Ramat Gan nahe Tel Aviv werden ein Mann und eine Frau durch Splitter einer abgefangenen iranischen Rakete getötet. Die Opfer seien nur wenige Meter vom Schutzraum entfernt gewesen, teilt die Polizei mit. Damit steigt die Zahl der Kriegstoten in Israel dem Rettungsdienst Magen David Adom zufolge auf mindestens 14.
03.27 Uhr - Ein iranischer Flugkörper schlägt nach Angaben des australischen Ministerpräsidenten Anthony Albanese nahe der Al-Minhad-Luftwaffenbasis seines Landes in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein. Alle australischen Soldaten seien in Sicherheit, sagt Albanese. Durch ein kleines Feuer nach dem Einschlag auf einer Zufahrtsstraße zur Basis seien ein Unterkunftsgebäude und eine medizinische Einrichtung leicht beschädigt worden.
01.50 Uhr - Die US-Botschaft in Bagdad wird Sicherheitskreisen zufolge von einer Drohne angegriffen. In dem Gebiet sei eine Explosion zu hören gewesen, heißt es weiter.
00.30 Uhr - US-Streitkräfte greifen nach eigenen Angaben Stellungen entlang der iranischen Küste nahe der Straße von Hormus an. Die dort stationierten iranischen Anti-Schiff-Raketen stellten eine Gefahr für die internationale Schifffahrt dar, teilt das US-Militär mit.