San Jose, 16. Mrz (Reuters) - Bei der jährlichen Entwicklerkonferenz GTC des Chipkonzerns NvidiaNVDA.O dreht sich erneut alles um Künstliche Intelligenz (KI). Experten rechneten damit, dass Konzernchef Jensen Huang am Montag bei der Auftaktveranstaltung in einer Eishockey-Arena die kommende Chipgeneration "Feynman" präsentiert. Sie ist nach dem Physiker Richard Feynman benannt. Gleichzeitig erhofften sich Anleger Aussagen über den Kampf gegen die wachsende Konkurrenz bei Spezialprozessoren für den Betrieb von KI-Modellen, der Inferenz.
Bei Hochleistungschips für das Training von ChatGPT, Gemini & Co ist Nvidia der unangefochtene Weltmarktführer. In den vergangenen Jahren haben KI-Entwickler wie OpenAI oder die Facebook-Mutter MetaMETA.O für Hunderte Milliarden Dollar derartige Prozessoren bestellt. Inzwischen verlagern sie ihre Investitionen jedoch auf günstigere Inferenz-Prozessoren, die Anfragen an eine bereits trainierte KI abarbeiten. Nvidia-Kunden wie Meta, die AlphabetGOOGL.O-Tochter Google und OpenAI entwickeln jeweils eigene Produkte oder haben diese bereits im Einsatz. Google will darüber hinaus Nvidias Vormacht bei Entwicklungsumgebungen für KI-Prozessoren angreifen. Um Programmierern den Wechsel zu den konzerneigenen Tensor-Chips zu erleichtern, will Google künftig die Software-Bibliothek PyTorch in sein Programmpaket für Entwickler einbinden.
Als Reaktion auf den wachsenden Konkurrenzdruck übernimmt Nvidia den Chipdesigner Groq für 20 Milliarden Dollar. Dessen Produkte sind für Inferenz optimiert. Bei der Vorlage der Bilanz Ende Februar kündigte Firmenchef Huang zudem höhere Investitionen an, um ein beschleunigtes Wachstum zu ermöglichen.
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