16. Mrz (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine, der seit Beginn der großangelegten russischen Invasion am 24. Februar 2022 andauert. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
12.20 Uhr - Kenia hat sich nach Angaben seines Außenministers Musalia Mudavadi mit Moskau darauf verständigt, dass Staatsangehörige des afrikanischen Landes nicht mehr für Russland in der Ukraine kämpfen werden. Mudavadi teilt dies nach Gesprächen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau mit. Lawrow zufolge haben kenianische Bürger freiwillig Verträge unterzeichnet, um an der Seite der russischen Armee zu kämpfen. Einem kenianischen Geheimdienstbericht zufolge wurden mehr als 1000 Kenianer rekrutiert.
11.45 Uhr - Russland weist einen Bericht der "Financial Times" zurück, wonach der Ukraine-Friedensprozess im Sande verläuft, weil US-Präsident Donald Trump wegen des Iran-Kriegs das Interesse an der Ukraine verliert. Man verfolge solche Berichte zwar, ziehe jedoch andere Schlüsse über Trumps Haltung zu den Verhandlungen, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten. Trumps häufige Hinweise auf die Ukraine in jüngster Zeit deuteten auf das Gegenteil hin. "Nach seinen Äußerungen zu urteilen, hat Präsident Trump keineswegs das Interesse verloren." Außerdem dränge Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nachdrücklich zu einer Einigung. Peskow fügt hinzu, Russland sei an einer Fortsetzung der Gespräche zur Beendigung des Krieges interessiert. Ort und Datum für die nächste Verhandlungsrunde seien jedoch weiterhin unklar.
11.20 Uhr - Die Europäische Union verhängt nach Angaben des französischen Außenministers Jean-Noel Barrot Sanktionen gegen neun Personen im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Ihnen würden Kriegsverbrechen mit Blick auf das Massaker im ukrainischen Butscha vorgeworfen, sagt Barrot vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel.
11.05 Uhr - Das EU-Mitgliedsland Ungarn bekräftigt seinen Widerstand gegen einen geplanten Kredit der Europäischen Union für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro. Ungarn werde den Kredit weiterhin blockieren, solange kein Öl durch die Druschba-Pipeline geleitet werde, sagt Außenminister Peter Szijjarto in Brüssel. Seit Ende Januar fließt kein russisches Öl mehr durch die Röhre nach Ungarn und in die Slowakei. Die Regierung in Kiew macht einen russischen Angriff in der Westukraine für den Ausfall verantwortlich, während die Slowakei und Ungarn der Ukraine die Schuld geben.
06.45 Uhr - Russland hat nach eigenen Angaben am Wochenende einen großen ukrainischen Luftangriff mit mehr als 100 Drohnen auf die Hauptstadt Moskau abgewehrt. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach am Montag von mehr als 100 abgeschossenen Drohnen binnen zwei Tagen. Allein in der Nacht auf Montag seien über der Region Moskau 53 Drohnen abgefangen worden, meldete die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen Vertreter des Verteidigungsministeriums. Insgesamt seien in einer Nacht bei Angriffen auf Russland mindestens 145 Drohnen zerstört worden. An den Moskauer Flughäfen wurde der Flugbetrieb zeitweise eingeschränkt, wie die russische Luftfahrtbehörde mitteilte. Eine ukrainische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.
06.27 Uhr - In der südrussischen Region Krasnodar ist nach Angaben der örtlichen Behörden ein Öldepot nach einem Drohnenangriff in Brand geraten. Der Angriff habe sich in der Stadt Labinsk ereignet, teilten die Behörden mit. Niemand sei verletzt worden. Die Region ist regelmäßig Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. So hatte die Ukraine in der vergangenen Woche eine Ölanlage nahe der Stadt Tichorezk, die Afipski-Ölraffinerie und den Hafen Kawkas angegriffen. Eine Stellungnahme aus Kiew lag zunächst nicht vor.