Washington, 13. Mrz (Reuters) - Führende US-Automobilverbände haben die Regierung von Präsident Donald Trump aufgefordert, chinesische Fahrzeughersteller weiterhin strikt vom US-Markt fernzuhalten. In einem auf Donnerstag datierten Brief, in den die Nachrichtenagentur Reuters Einsicht erhielt, warnten die Verbände vor einer Bedrohung der nationalen Sicherheit und der heimischen Industrie durch Chinas Dominanzstreben. Der Vorstoß erfolgt im Vorfeld eines geplanten Treffens zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Die Verbände, darunter die Alliance for Automotive Innovation und die Händlervereinigung NADA, pochten darauf, eine Verordnung des Handelsministeriums beizubehalten, die chinesische Autos faktisch aussperrt.
Zudem wandten sich die Interessenvertreter gegen Hintertüren für chinesische Firmen. Die Regierung müsse verhindern, dass Hersteller die Beschränkungen durch den Bau von Fabriken in den USA umgingen, hieß es in dem Schreiben. Die Risiken seien dieselben, egal ob die Fahrzeuge importiert oder vor Ort gebaut würden. Das widerspricht früheren Aussagen Trumps: Er hatte im Januar erklärt, er sei offen für chinesische Werke in den USA, sofern dort Amerikaner beschäftigt würden. Eine Stellungnahme Chinas lag zunächst nicht vor.