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Kartellamt: Stehen wegen Preisen in Austausch mit den Mineralökonzernen

ReutersMar 12, 2026 11:25 AM

- Das Bundeskartellamt steht wegen der Entwicklung der Spritpreise in Deutschland im Kontakt mit den Mineralölkonzernen. "Wenn Preissenkungen nicht ebenso rasch (...) weitergegeben werden wie Preiserhöhungen, wirft das Fragen auf", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt am Donnerstag. Auch die "zeitweise Entkopplungen von Diesel und Benzinpreisen vom Rohölpreis sind in diesem Zusammenhang zumindest erklärungsbedürftig." Das Bundeskartellamt stehe dazu im Austausch mit den Mineralölunternehmen. Die deutschen Kartellwächter seien zudem mit anderen Behörden in der EU in Kontakt, um mögliche Preisabweichungen im Ländervergleich aufzuklären.

Benzin und Diesel haben sich in Deutschland in der Folge des Iran-Kriegs deutlich verteuert. Sie liegen teils deutlich über der Marke von zwei Euro je Liter. Zahlreiche Politiker hatten das Kartellamt aufgerufen, die Entwicklung ins Visier zu nehmen. Die Behörde hatte bereits in der Vergangenheit angekündigt, die Entwicklung der Benzin- und Dieselpreise genau zu beobachten. Anzeichen für Absprachen der großen Mineralölkonzerne bei den Spritpreisen hatten die Wettbewerbshüter bei ihren Untersuchungen in der Vergangenheit aber nicht entdecken können.

In Reaktion auf die Entwicklung plant Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, dass Preisanhebungen an Tankstellen künftig nur noch einmal täglich erlaubt sein sollen. Mundt begrüßte diese Ankündigung. "Nur eine Preiserhöhung am Tag – das bringt Transparenz."

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