11. Mrz (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
19.02 Uhr - Das US-Außenministerium warnt vor möglichen Angriffen des Iran und verbündeter Milizen auf US-Ziele im Irak. Diese könnten Angriffe auf Öl- und Energieanlagen im US-Besitz planen, teilt das Ministerium in Washington mit. Zudem hätten die Milizen Hotels im ganzen Land im Visier, in denen US-Bürger verkehrten. Dies gelte auch für die kurdische Autonomieregion.
18.51 Uhr - Die norwegische Polizei gibt die Festnahme von drei Brüdern bekannt, die den Bombenanschlag auf die US-Botschaft in Oslo verübt haben sollen. Es handele sich um norwegische Staatsbürger im Alter zwischen 20 und 30 Jahren mit irakischen Wurzeln, teilt die Polizei mit. Ihnen werde ein Terroranschlag vorgeworfen, sagt Polizeijurist Christian Hatlo. Die Ermittler gingen davon aus, dass sie einen Sprengsatz mit großer Wirkung gezündet hätten, um Menschen zu töten oder erheblichen Schaden anzurichten. Zudem werde geprüft, ob die Tat vom Sonntag im Auftrag eines ausländischen Staates verübt wurde. Der Sprengsatz war am Sonntagmorgen detoniert. Den Behörden zufolge entstand Sachschaden am Eingang der Botschaft.
18.43 Uhr - Das FBI hat laut einem Bericht des Senders ABC News Polizeidienststellen in Kalifornien davor gewarnt, dass die US-Westküste Ziel von Vergeltungsangriffen des Iran mit Drohnen werden könnte. Der Sender beruft sich auf eine Warnung, die er überprüft habe. Das FBI ist für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
17.53 Uhr - Die Zahl der Todesopfer durch die israelischen Angriffe auf den Libanon seit dem 2. März ist auf 634 gestiegen. Das teilt die libanesische Katastrophenschutzbehörde mit. Eine israelische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
17.50 Uhr - US-Präsident Donald Trump spricht sich für eine Nutzung der Straße von Hormus durch Ölkonzerne aus. Auf die Frage, ob die Unternehmen die Meerenge befahren sollten, antwortet er: "Ich denke, das sollten sie." Insidern zufolge hat der Iran in der strategisch wichtigen Wasserstraße Minen ausgelegt. Die Exporte durch die Meerenge sind infolge des Krieges praktisch zum Erliegen gekommen.
17.43 Uhr - Außenminister Johann Wadephul nimmt heute nach Angaben aus dem Außenministerium auf seinem Flug von Doha nach Riad eine niedrige zweistellige Zahl deutscher Staatsangehöriger mit. Von Riad aus würden sie am Donnerstag mit einem von der Bundesregierung organisierten Sonderflug weiter nach Deutschland reisen, heißt es weiter. Dies ist Teil der Bemühungen der Regierung, Deutschen aus der Krisenregion am Golf bei der Ausreise zu helfen.
17.00 Uhr - Der Konflikt im Nahen Osten behindert nach den Worten des UN-Nothilfekoordinators Tom Fletcher weltweit die Lieferung von Hilfsgütern und verlangsamt lebensrettende Hilfe für zahlreiche Krisengebiete. "Wir befinden uns in einem Moment großer Gefahr für den Nahen Osten und, wie ich glaube, für die ganze Welt", sagt Fletcher zu Reuters. Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran habe die globalen Märkte erschüttert und die Lieferketten unterbrochen. Hilfslieferungen in den Gazastreifen und in die afrikanischen Länder südlich der Sahara seien betroffen, da der Transport durch die blockierte Straße von Hormus oder den Luftraum am Persischen Golf eingeschränkt sei. Höhere Ölpreise verteuerten zudem die Hilfslieferungen per Flugzeug, während die Budgets von UN-Organisationen bereits unter Kürzungen litten. "Das ist im Moment wirklich eine Verkettung unglücklicher Umstände, und ich bin ernsthaft besorgt", sagt Fletcher.
16.44 Uhr - Die Europäische Union will den Libanon mit 100 Millionen Euro an humanitärer Hilfe unterstützen. Das kündigt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einem Telefonat mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun an. Die EU habe bereits 40 Tonnen Hilfsgüter in den Libanon geliefert und plane weitere Hilfsflüge, sagt von der Leyen. Sie bekundet die Solidarität der EU mit dem Land im Nahen Osten und seiner Bevölkerung. Zudem begrüßt sie die Entscheidung, alle militärischen Aktivitäten der Hisbollah zu verbieten. "Wir müssen einen souveränen und stabilen Libanon für seine Bevölkerung sicherstellen", schreibt von der Leyen auf der Plattform X. Die radikal-islamische Hisbollah hat noch immer Einfluss im Libanon. Sie ist sowohl Partei als auch Miliz und mit dem Iran verbündet.
16.16 Uhr - Das israelische Militär gibt einen Evakuierungsbefehl für die Vororte im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut aus. Die Bewohner sollten die Bewohner sollten ihre Häuser verlassen und bis auf weiteres nicht zurückkehren, teilt das Militär auf X mit. Der Süden Beiruts ist eine Hochburg der radikal-islamischen Hisbollah, die mit dem Iran verbündet ist.
16.06 Uhr - Das US-Militär ruft die Zivilbevölkerung im Iran auf, Häfen zu meiden, sofern dort die iranische Marine im Einsatz ist. Hafenarbeiter, Verwaltungsangestellte und Besatzungen von Handelsschiffen sollten sich nicht in der Nähe von iranischen Kriegsschiffen und Militärausrüstung aufhalten, teilt das US Central Command mit. Die US-Streitkräfte könnten nicht für die Sicherheit der Zivilisten garantieren. Die USA greifen immer wieder iranische Kriegsschiffe an und haben nach eigenen Angaben 60 von ihnen versenkt oder zerstört.
15.47 Uhr - Der irakische Ministerpräsident Mohammed Schia al-Sudani kritisiert die iranischen Angriffe auf sein Land als inakzeptabel. Der Iran untergrabe damit die Bemühungen des Iraks um eine Beendigung des Krieges.
15.35 Uhr - Der Iran hat seine Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika nach der Tötung seines Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei abgesagt. "Da dieses korrupte Regime (die USA) unseren Führer ermordet hat, können wir unter keinen Umständen an der Weltmeisterschaft teilnehmen", sagt Sportminister Ahmad Donjamali im Staatsfernsehen. Die Fußball-Weltmeisterschaft findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt.
15.22 Uhr - Der Koalitionsausschuss berät am Abend über Pläne, wonach Tankstellen ihre Preise nur noch einmal am Tag erhöhen dürfen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zufolge ist dafür eine Änderung des Kartellrechts nötig. Beschlüsse oder eine Pressekonferenz sind nach dem Treffen im Kanzleramt nicht geplant. Regierungssprecher Steffen Meyer spricht von einem "Arbeitskoalitionsausschuss", der dem grundsätzlichen Austausch über anstehende Reformen dienen soll.
15.06 Uhr - Die Internationale Energieagentur (IEA) gibt 400 Millionen Barrel Öl aus ihren Notfallreserven für den Markt frei. Es handele sich um die größte Freigabe in der Geschichte der Organisation, teilt die IEA in Paris mit. Die 32 Mitgliedstaaten hätten dem Schritt einstimmig zugestimmt.
15.05 Uhr - US-Präsident Donald Trump zufolge ist im Iran "praktisch nichts mehr übrig", das angegriffen werden könne. Der Krieg werde bald enden, sagt Trump dem Online-Nachrichtenportal Axios. "Wann immer ich will, dass er endet, wird er enden."
14.16 Uhr - Der weltgrößte Flüssiggas-Händler ShellSHEL.L kann Insidern zufolge seine Kunden weltweit vorerst nicht mehr mit LNG aus Katar beliefern. Der Konzern habe für die entsprechenden Ladungen den Fall der höheren Gewalt ("Force Majeure") ausgerufen, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Shell reagiere damit auf den Produktionsstopp beim staatlichen Energiekonzern QatarEnergy. Shell lehnte eine Stellungnahme ab. Die Ausfälle dürften ab April zu spüren sein.
13.50 Uhr - Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums hat betont, dass die beschlossene Freigabe von 19,51 Millionen Barrel Öl nicht unbedingt bedeutet, dass dieses Öl tatsächlich auf den Markt kommt. "Es ist noch nicht klar, ob die Mengen wirklich in dieser Menge benötigt werden", sagt sie. Eine Sprecherin des Finanzministeriums sagt, dass der Tankrabatt, den die damaligen Bundesregierung eingeräumt hatte, von Juni bis August 2022 3,3 Milliarden Euro gekostet habe.
13.26 Uhr - Der Iran bestätigt, der Oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, sei leicht verletzt worden. Er könne aber weiterhin seine Aufgaben wahrnehmen, sagt ein iranischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Weitere Angaben macht er nicht. Zuvor hatte ein hochrangiger israelischer Regierungsvertreter zu Reuters gesagt, dass Modschtaba Chamenei bei gemeinsamen Angriffen Israels und der USA verletzt worden sei.
13.10 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz wird nach Angaben des stellvertretenden Regierungssprechers Steffen Meyer am Nachmittag an einer G7-Schalte zu den Folgen des Iran-Krieges teilnehmen. Die Beratungen der Staats- und Regierungschefs schließe sich an die Gespräche der G7-Finanz- und Energieminister an, fügt er hinzu. Es werde einen Austausch zur Krise im Nahen Osten, insbesondere mit Blick auf die Weltwirtschaft und die Energieversorgung. "Wir erleben eine sehr dynamische Lage, die sich ständig ändert und weiterentwickelt. Deshalb ist es wichtig, hier auch in diesem Kreis den direkten Austausch zu suchen", fügt er auf die Frage hinzu, ob man von US-Präsident Donald Trump Aussagen zum Zeitpunkt des Kriegsendes erhoffe.
12.55 Uhr - Israelische Regierungsvertreter haben in internen Gesprächen eingeräumt, dass der Krieg gegen den Iran nicht zwangsläufig zum Zusammenbruch der dortigen Regierung führt. Es gebe inmitten der Bombardierungen keine Anzeichen für einen Aufstand der iranischen Bevölkerung, sagt ein hochrangiger israelischer Vertreter Reuters. Trotz Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der Krieg könne bald enden, gehe man zudem in Israel nicht davon aus, dass die USA den Konflikt in naher Zukunft beenden werden, sagen zwei israelische Regierungsvertreter. Trump hatte den Krieg am Montag als "so gut wie abgeschlossen" bezeichnet. Das US-Präsidialamt erklärte jedoch am Dienstag, der Konflikt werde erst dann enden, wenn Trump die Ziele als erreicht ansehe und der Iran bedingungslos kapituliert habe.
12.44 Uhr - Israel wird seinen Krieg gegen den Iran ohne eine zeitliche Begrenzung fortsetzen. Das erklärt Verteidigungsminister Israel Katz.
11.44 Uhr - Die Internationale Energieagentur (IEA) will Insidern zufolge ihre Empfehlung zu einer Freigabe von strategischen Ölreserven um 14.00 Uhr MEZ bekanntgeben. Die freigegebene Menge könne sich auf insgesamt 400 Millionen Barrel belaufen, sagen zwei Insider. Eine Stellungnahme der IEA liegt zunächst nicht vor.
11.35 Uhr - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan dringt auf ein Ende des Krieges. Er müsse gestoppt werden, bevor die gesamte Region "ins Feuer geworfen" werde, sagt er vor dem Parlament. Ein Ende des Krieges sei möglich, wenn der Diplomatie eine Chance gegeben werde. Die Türkei sei mit allen Seiten im Gespräch, um dies zu erreichen.
11.22 Uhr - Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben gleichzeitig Angriffswellen auf Beirut und den Iran gestartet. Im Süden der libanesischen Hauptstadt hat die radikal-islamische Hisbollah Hochburgen. Sie ist mit der Führung im Iran verbündet und hat seit Beginn des Krieges Ende Februar mehrfach Ziele in Israel angegriffen.
11.11 Uhr - Polen sieht trotz der Probleme beim Öltransit durch die Straße von Hormus keine Gefahr von Treibstoff-Engpässen. Es bestehe auch keine Notwendigkeit, strategische Treibstoff- oder Ölreserven freizugeben, sagt Energieminister Milosz Motyka. "Was die Reserven betrifft, so befindet sich Polen auf dem durch die internen Vorschriften geforderten Niveau, und es besteht keine Gefahr, dass diese Reserven freigegeben werden müssen", sagt Motyka.
11.00 Uhr - Der Iran droht mit Angriffen auf Wirtschafts- und Finanzziele in der Region, die in Verbindung zu den USA und Israel stehen. Dies sei eine Reaktion auf einen Angriff auf eine iranische Bank, sagt ein Sprecher des Militärkommandos Chatam al-Anbija. "Nach ihrer gescheiterten Kampagne haben die terroristische US-Armee und das grausame zionistische Regime eine der Banken des Landes ins Visier genommen", zitieren Staatsmedien den Sprecher weiter. "Mit dieser unrechtmäßigen und ungewöhnlichen Aktion zwingt uns der Feind dazu, wirtschaftliche Zentren und Banken anzugreifen, die mit den USA und dem zionistischen Regime in der Region verbunden sind." Als zionistisches Regime bezeichnet der Iran gewöhnlich Israel. In der Nacht zum Mittwoch wurde der Nachrichtenagentur Mehr zufolge ein Verwaltungsgebäude der Bank Sepah in Teheran angegriffen. Sie ist eine der größten öffentlichen Banken des Landes und hat historische Verbindungen zum Militär.
10.45 Uhr - Bei Angriffen in der wichtigen Straße von Hormus sind drei Schiffe von Projektilen unbekannter Herkunft getroffen worden. Dies teilen maritime Sicherheitsbehörden und Insider mit. Auf einem der Schiffe brach ein Feuer aus, woraufhin der Großteil der Besatzung in Sicherheit gebracht werden musste. Zwei Insidern zufolge wurde der unter thailändischer Flagge fahrende Massengutfrachter "Mayuree Naree" etwa elf Seemeilen nördlich des Omans getroffen und beschädigt. Zuvor war das unter japanischer Flagge fahrende Containerschiff "One Majesty" von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Der Vorfall ereignete sich 25 Seemeilen nordwestlich von Ras Al Chaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein drittes Schiff, der Massengutfrachter "Star Gwyneth", wurde Sicherheitsfirmen zufolge etwa 50 Meilen nordwestlich von Dubai getroffen. Das unter der Flagge der Marshallinseln fahrende Schiff sei am Rumpf beschädigt worden, teilt die auf maritime Risiken spezialisierte Firma Vanguard mit. Die Besatzung sei unversehrt.
10.13 Uhr - Die Internationale Energieagentur (IEA) rät Insidern zufolge zu einer Freigabe von mehr als 100 Millionen Barrel Öl aus den strategischen Reserven im ersten Monat. Eine Stellungnahme der IEA liegt zunächst nicht vor.
09.47 Uhr - Israel geht einem hochrangigen Insider davon aus, dass der neue Oberste Führer des Iran, Ajatollah Motschtaba Chamenei, bei einem der Angriffe leicht verletzt wurde. Zu dieser Erkenntnis komme der israelische Geheimdienst, sagt der Insider Reuters. Deshalb erscheine Chamenei nicht in der Öffentlichkeit.
08.50 Uhr - Trotz des Nahostkrieges dürfte die Inflation in Frankreich laut Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau niedrig bleiben. "Unsere Inflationsprognose, die im Dezember bei 1,3 Prozent für das Gesamtjahr lag – bereits sehr niedrig und damit deutlich niedriger als bei unseren europäischen Nachbarn – könnte leicht steigen", sagt er dem Rundfunksender RTL und fügt an: "Ich möchte das Wort leicht betonen." Die Inflation in Frankreich werde niedrig bleiben. Frankreich zählt seit Jahren zu den Ländern mit den niedrigsten Teuerungsraten in der Euro-Zone und liegt unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent.
08.31 Uhr - Die G7-Staaten erklären, dass sie grundsätzlich die Umsetzung proaktiver Maßnahmen zur Bewältigung der Situation unterstützen, einschließlich der Nutzung strategischer Reserven.
08.10 Uhr - Das Auswärtige Amt hat entschieden, mit Blick auf die Gefährdungseinschätzung das Personal des Generalkonsulats Erbil temporär aus dem Irak zu verlegen. Die Erreichbarkeit des Konsulats sei weiterhin gewährleistet, heißt es im Außenministerium. Damit ist jetzt das Personal der deutschen diplomatischen Vertretungen in Teheran, Bagdad und Erbil temporär außer Landes.
02.40 Uhr - Einwohner Teherans berichten von den bislang schwersten Luftangriffen des Krieges. "Es war die Hölle", sagt ein Anwohner der Nachrichtenagentur Reuters. Im Osten der Stadt seien zwei fünfstöckige Wohnhäuser getroffen worden. Irans UN-Botschafter spricht von mehr als 1300 getöteten Zivilisten und fast 8000 zerstörten Häusern seit Kriegsbeginn. Bei iranischen Angriffen auf Israel wurden demnach zudem zwölf Menschen getötet