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WHO: 18 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Iran

ReutersMar 11, 2026 3:45 PM

- Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat seit Beginn des Nahost-Krieges am 28. Februar 18 Angriffe auf das Gesundheitswesen im Iran nachgewiesen. Dabei seien acht Beschäftigte des Gesundheitswesens getötet worden, teilte die WHO am Mittwoch mit. "Diese Angriffe kosten nicht nur Leben, sondern nehmen den Gemeinden die Versorgung, wenn sie sie am dringendsten benötigen. Mitarbeiter des Gesundheitswesens, Patienten und Gesundheitseinrichtungen müssen nach dem humanitären Völkerrecht immer geschützt werden." Im selben Zeitraum seien bei 25 Angriffen auf Gesundheitszentren im Libanon 16 Menschen getötet und 29 verletzt worden, teilte die WHO weiter mit. Seit Ende Februar greifen die USA und Israel massiv Ziele im Iran an - nach eigenen Angaben vor allem Einrichtungen des Militärs und des Atomprogramms. Israel attackiert zudem nach eigenen Angaben im Libanon Ziele der radikalislamischen Hisbollah, die mit dem Iran verbündet ist und ihrerseits - wie der Iran selbst - Ziele in Israel beschießt.

Der Krieg habe eine große Fluchtbewegung ausgelöst, erklärte die WHO weiter. Schätzungen zufolge seien im Iran mehr als 100.000 Menschen vertrieben worden. Im Libanon seien es bis zu 700.000 Menschen. Viele von ihnen fänden in überfüllten Gebäuden mit nur geringem Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen Unterschlupf. Solche Bedingungen erhöhten das Risiko für den Ausbruch von Atemwegs- und Durchfallerkrankungen, warnte die WHO. Besonders gefährdet seien Frauen und Kinder.

Am Dienstag hatte die Weltgesundheitsorganisation erklärt, dass der "schwarze Regen" und die giftigen Verbindungen in der Luft im Iran nach den Angriffen auf seine Ölanlagen Atemwegsprobleme verursachen könnten. Sie schloss sich der Empfehlung iranischer Behörden an, wonach die Bevölkerung in ihren Häusern bleiben soll.

Im Libanon wurden laut WHO 49 primäre Gesundheitszentren und fünf Krankenhäuser aufgrund von Evakuierungsanordnungen des israelischen Militärs geschlossen. Dadurch werde die Verfügbarkeit von lebenswichtigen Dienstleistungen verringert, während zugleich der medizinische Bedarf steige.

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