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Airlines erhöhen Preise - Nahost-Konflikt treibt Kerosinkosten

ReutersMar 10, 2026 5:01 AM

- Air New ZealandAIR.NZ hat wegen der stark gestiegenen Kerosinpreise infolge des Nahost-Konflikts alle Flugpreise angehoben. Die neuseeländische Fluggesellschaft verteuerte am Dienstag Economy-Tickets auf Inlandsstrecken um zehn neuseeländische Dollar, auf Kurzstrecken um 20 und auf Langstrecken um 90 Dollar. Grund seien die Kerosinpreise, die von 85 bis 90 Dollar je Barrel vor dem Konflikt auf 150 bis 200 Dollar gestiegen seien, teilte die Airline der Nachrichtenagentur Reuters mit. Air New Zealand ist eine der ersten Fluggesellschaften weltweit, die seit Beginn des Krieges flächendeckende Preiserhöhungen angekündigt hat. Auf den Strecken zwischen Asien und Europa waren die Flugpreise wegen Luftraumsperrungen und Kapazitätsengpässen bereits gestiegen.

"Falls der Konflikt zu anhaltend hohen Kerosinkosten führt, könnten wir zu weiteren Preismaßnahmen gezwungen sein und unser Streckennetz sowie unseren Flugplan entsprechend anpassen", erklärte das Unternehmen. Die Airline setzte zudem ihre Finanzprognose für 2026 wegen der Unsicherheit über den Konflikt aus. Andere Airlines reagierten ähnlich: Cathay Pacific0293.HK erhebt bereits einen Kerosinzuschlag von 72,90 Dollar pro Strecke zwischen Hongkong und Europa. Vietnam AirlinesHVN.HM bat die Behörden, die Umweltsteuer auf Kerosin zu streichen, nachdem die Betriebskosten der vietnamesischen Airlines um 60 bis 70 Prozent gestiegen seien.

Der US-israelische Krieg gegen den Iran hatte die Ölpreise in die Höhe getrieben. Nach einer Äußerung von US-Präsident Donald Trump am Montag, der Krieg könne bald vorbei sein, fielen die Ölpreise am Dienstag jedoch von einem Hoch von 119 Dollar am Montag auf rund 90 Dollar je Barrel. Kerosin ist nach Personalkosten der zweitgrößte Ausgabenposten für Fluggesellschaften. Während viele große asiatische und europäische Airlines sich gegen Ölpreisschwankungen absichern, haben US-Airlines diese Praxis in den vergangenen zwei Jahrzehnten weitgehend aufgegeben.

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