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USA stellen UN-Hilfe für Afghanistan trotz humanitärer Katastrophe infrage

ReutersMar 10, 2026 12:00 AM

- Die USA haben trotz der humanitären Katastrophe in Afghanistan eine Neubewertung der internationalen Hilfe für das Land gefordert. Die Unnachgiebigkeit der Taliban und ihr Ausschluss von Frauen von Grundrechten müssten zu einer sorgfältigen Prüfung der Hilfsgelder führen, sagte US-Botschafter Mike Waltz am Montag vor dem UN-Sicherheitsrat. Er verwies darauf, dass die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) das größte Budget aller speziellen UN-Missionen weltweit habe. Das Mandat der Mission läuft kommende Woche aus. Waltz kritisierte, dass weibliche afghanische UN-Mitarbeiter nicht einmal ihre Büros betreten dürften.

Nach UN-Angaben leiden mehr als 17 Millionen Afghanen, ein Drittel der Bevölkerung, unter akutem Nahrungsmangel, 4,7 Millionen davon unter Hunger auf Notstandsniveau. Die kommissarische UNAMA-Chefin Georgette Gagnon warnte vor einer Verschärfung der Krise durch Finanzierungskürzungen. Von den für 2026 benötigten 1,71 Milliarden Dollar seien erst zehn Prozent finanziert. Der fast zweiwöchige Konflikt mit Pakistan und die Lage an der iranischen Grenze hätten die Preise für Grundnahrungsmittel steigen lassen. Die Taliban kontrollieren Afghanistan seit ihrem Machtantritt im August 2021 und haben seitdem schrittweise die Rechte von Frauen eingeschränkt, darunter Bildungs- und Arbeitsverbote.

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