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NAHOST-TICKER-Libanon: 486 Menschen bei israelischen Angriffen getötet

ReutersMar 9, 2026 5:41 PM

- Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

18.36 Uhr - Im Libanon sind bei israelischen Angriffen seit dem 2. März 486 Menschen getötet worden. Das teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit. Das israelische Militär verstärkt seinen Beschuss auf Ziele im Libanon und nimmt dabei nach eigenen Angaben die radikal-islamische Hisbollah-Miliz ins Visier. Die Hisbollah ist mit dem Iran verbündet.

17.40 Uhr - US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben noch weit von einer Entscheidung über die Entsendung von Bodentruppen in den Iran entfernt. "Wir haben darüber keine Entscheidung getroffen. Wir sind noch lange nicht so weit", sagt Trump der Zeitung "New York Post" auf die Frage nach entsprechenden Berichten. Demnach hätten Israel und die USA über einen möglichen Einsatz von Spezialkräften zur Sicherung von hochangereichertem Uran gesprochen.

17.20 Uhr - Bundesaußenminister Johann Wadephul ist zu einem Besuch in Zypern eingetroffen, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amts mitteilt. "Unserem EU-Partner gilt in diesen Tagen besondere Solidarität, nachdem das Land in der vergangenen Woche von iranischem Drohnenbeschuss betroffen war", erklärt sie weiter. Vor diesem Hintergrund werde Wadephul am Dienstag in Nikosia politische Gespräche mit dem zyprischen Außenminister Constantinos Kombos zur Lage im Nahen Osten führen. Noch am Montagabend sei ein Treffen mit dem Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Abdullah bin Zayed, auf Zypern geplant.

17.20 Uhr - Fünf Spielerinnen des iranischen Frauen-Fußballnationalteams sind US-Präsident Donald Trump zufolge in Australien in Sicherheit. Dies habe ihm der australische Premierminister Anthony Albanese in einem Gespräch mitgeteilt, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Sender SBS News hatte zuvor berichtet, fünf Spielerinnen hätten sich nach dem Ausscheiden beim Asien-Cup abgesetzt und stünden unter dem Schutz der Bundespolizei. Trump zufolge wollen einige Spielerinnen jedoch aus Sorge um ihre Familien in den Iran zurückkehren.

16.48 Uhr - Etwa die Hälfte des hochangereicherten Urans im Iran lagert nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in einer unterirdischen Anlage in Isfahan. Diese wurde durch die jüngsten US-israelischen Angriffe wohl nicht beschädigt, sagt IAEA-Chef Rafael Grossi am Rande einer Konferenz in Paris. "Wir glauben, dass in Isfahan etwas mehr als 200 Kilogramm 60-prozentiges Uran waren." Die weitverbreitete Annahme sei, dass das Material noch dort ist. Uran mit einem Reinheitsgrad von 60 Prozent ist nur einen technischen Schritt von waffenfähigem Material entfernt.

16.34 Uhr - Ein von einer griechischen Reederei betriebener Öltanker hat Daten von Schifffahrtsdienstleistern zufolge die Straße von Hormus passiert. Das Schiff "Shenlong" habe saudisches Rohöl geladen und sei auf dem Weg nach Indien, geht aus einer Analyse der Plattformen Kpler und Lloyd's List Intelligence hervor. Der Suezmax-Tanker mit einer Kapazität von einer Million Barrel habe das Öl im saudischen Hafen Ras Tanura aufgenommen. Die iranischen Revolutionsgarden haben Schiffe vor der Durchfahrt gewarnt. Sie drohen mit Angriffen. Die Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet, ist für den Ölhandel besonders wichtig.

16.26 Uhr - Der Krieg im Iran darf sich laut Vize-Kanzler Lars Klingbeil nicht zu einem Flächenbrand ausweiten. Der Krieg müsse gestoppt werden, es brauche wieder Verhandlungen, sagt der Bundesfinanzminister in Brüssel. Den Mineralölkonzernen wirft er Preistreiberer seit Ausbruch des Krieges vor. "Ich halte das für unanständig." Hier dürfe die Politik nicht zuschauen. Es brauche deutlich mehr Transparenz, um Verbraucher zu schützen.

16.13 Uhr - Frankreich verlegt zur Unterstützung seiner Verbündeten im Nahost-Konflikt rund ein Dutzend Kriegsschiffe ins Mittelmeer und das Rote Meer. Zu dem Verband gehöre auch der Flugzeugträger "Charles de Gaulle", sagt Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch auf Zypern. "Wenn Zypern angegriffen wird, wird Europa angegriffen", betont er. Ziel des Einsatzes sei eine rein defensive Haltung, um die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten. Macron stellt zudem in Aussicht, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu eskortieren, sobald die intensivste Phase des Konflikts vorüber sei.

16.03 Uhr - Die Finanzminister der G7-Staaten haben sich zur Freigabe von Öl-Reserven bereiterklärt. "Wir sind bereit, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, einschließlich der Unterstützung der globalen Energieversorgung, beispielsweise durch die Freigabe von Vorräten", erklären sie in einer Stellungnahme im Anschluss an eine von Frankreich veranstaltete Videokonferenz.

15.51 Uhr - Die Verhandlungen über den Plan von US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Gaza-Kriegs liegen Insidern zufolge auf Eis. Grund sei der gemeinsame Angriff der USA und Israels auf den Iran und der dadurch ausgelöste breitere Nahost-Krieg, sagen drei mit den Gesprächen vertraute Personen. Die Unterredungen ruhten seit vergangener Woche. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob die Hamas im Gegenzug für eine Amnestie die Waffen niederlegt. Ein Hamas-Vertreter bestätigt, dass die Gespräche eingefroren sind. Ein Vertreter der US-Regierung erklärt dagegen, die Arbeit an dem Plan gehe weiter, auch wenn die Reisenmöglichkeiten in der Region beeinträchtigt seien.

14.32 Uhr - Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj von elf Staaten Anfragen für ihre Technologie zur Drohnenabwehr erhalten. Die Gesuche für Drohnen-Abfangjäger, Systeme zur elektronischen Kriegsführung und Ausbildung kämen von Nachbarländern des Irans, europäischen Staaten und den USA, sagt Selenskyj. "Wir haben die Anfragen der Staaten nach Sicherheitsunterstützung von unserer Seite bei der Abwehr von 'Schahed'-Drohnen und anderen ähnlichen Herausforderungen im Detail geprüft", teilt Selenskyj nach einem Treffen mit Militär- und Regierungsvertretern über die App Telegram mit. Einigen Anfragen sei bereits mit konkreten Entscheidungen und spezifischer Unterstützung entsprochen worden. Das ukrainische Militär hat viel Erfahrung mit der Abwehr von Drohnen des iranischen Typs "Schahed", die Russland in seinem Krieg gegen die Ukraine einsetzt.

14.20 Uhr - Frankreich beteiligt sich mit zwei Fregatten an dem geplanten EU-Marineeinsatz "Aspides" im Roten Meer. Das kündigt der französische Präsident Emmanuel Macron auf Zypern an. Dort beriet er mit seinem zyprischen Amtskollegen Nikos Christodoulides und dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis. "Wir sind dabei, eine rein defensive Eskortmission aufzubauen, die gemeinsam mit europäischen und außereuropäischen Staaten vorbereitet werden muss", sagt Macron. Mitsotakis erklärt, Griechenland werde sich im Zuge des Iran-Konflikts um Unterstützung von anderen europäischen Staaten bemühen, um "Aspides zu stärken.

14.00 Uhr - Im Libanon sind nach UN-Angaben fast 700.000 Menschen durch die Angriffe des israelischen Militärs vertrieben worden. Unter ihnen seien 200.000 Kinder, teilt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) mit. Das israelische Militär geht nach eigenen Angaben gegen Stellungen der Hisbollah-Miliz vor, die mit dem Iran verbündet ist. Die Hisbollah hat nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar ihrerseits Ziele in Israel beschossen.

13.09 Uhr - Die Bundesregierung ist offen für härtere EU-Sanktionen gegen gewalttätige jüdische Siedler. "Alle Vorfälle von Siedlergewalt und Nötigung müssen aufgeklärt und vor allem die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden", sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Es gebe auch in der EU Diskussionen über Sanktionen gegen weitere gewalttätige Siedler. "Wir stehen diesen Diskussionen natürlich nicht im Weg", fügt er hinzu. Die Angriffe jüdischer Siedler in den besetzten palästinensischen Gebieten reihten sich in eine ganze Serie von gewaltsamen Angriffen auf die Zivilbevölkerung ein. "Dass dabei fünf palästinensische Zivilisten in nur einer Woche getötet wurden, ist tatsächlich ein trauriger Höhepunkt", sagt der Sprecher. Er verweist darauf, dass diesmal auch die israelische Armee eine Untersuchung angekündigt hat. Ihr wird seit Monaten vorgeworfen, die Siedler bewusst gewähren zu lassen.

12.59 Uhr - Eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Raketen wurde der Türkei zufolge über dem östlichen Mittelmeer von Nato-Verteidigungskräften zerstört. Munitionsteile seien in der südöstlichen Provinz Gaziantep niedergegangen, teilt das Verteidigungsministerium mit. Die Türkei würde alle notwendigen Schritte zu ihrer Verteidigung unternehmen.

12.34 Uhr - Die EU-Mitgliedstaaten verfügen trotz der durch den Krieg im Nahen Osten unterbrochenen Lieferketten über ausreichende Öl- und Gasvorräte, wie die EU-Kommission mitteilt. "Wir sind weit weniger besorgt über die Versorgungssicherheit als über die hohen Energiepreise", sagt EU-Kommissionssprecherin Anna-Kaisa Itkonen vor Journalisten in Brüssel. Die EU-Mitglieder verfügten über Ölvorräte oder Äquivalente, die bis zu 90 Tage reichen würden, und es gebe keine Anzeichen für eine Notsituation. Itkonen bestätigt, dass die G7-Staaten bei einem Treffen am Montag über die mögliche Freigabe strategischer Reserven beraten würden.

12.02 Uhr - Das libanesische Parlament hat sein Mandat um zwei Jahre verlängert. 76 der 128 Abgeordneten hätten sich für die Verlängerung ausgesprochen, teilt der Parlamentspräsident mit. Eigentlich hätte im Mai die Wahl angestanden. Die letzte fand 2022 statt. Das Parlament ist in anderen Krisensituationen wie beispielsweise in Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg im benachtbarten Syrien bereits ähnlich vorgegangen.

11.44 Uhr - Der libanesische Präsident hat eigenen Angaben zufolge die Vereinten Nationen und die Internationale Gemeinschaft über die Bereitschaft des Landes informiert, Verhandlungen zur Beendigung der israelischen Angriffe wiederaufzunehmen.

11.22 Uhr - Der Iran lehnt Gespräche ab, solange das Land unter Beschuss steht. Der Iran werde sich weiterhin verteidigen, zitiert das iranische Student News Network den Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. "Es macht keinen Sinn, über etwas anderes als Verteidigung und vernichtende Vergeltungsmaßnahmen gegen Feinde zu sprechen." Er betont, dass der Iran keinen Krieg gegen seine muslimischen Nachbarn führe, sondern "von Angreifern genutzte Einrichtungen" zu seiner legitimen Verteidigung ins Visier nehmen müsse. Der Sprecher des Außenministeriums bestreitet, dass der Iran die Türkei, Aserbaidschan und Zypern angegriffen habe.

10.10 Uhr - Die Europäische Union muss nach Worten von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihre Macht entschiedener einsetzen. Die Gemeinschaft könne sich angesichts der Bedrohungen nicht mehr allein auf eine "regelbasierte Ordnung" verlassen, sagt von der Leyen auf einer Konferenz der EU-Botschafter. Es müsse dringend geprüft werden, ob die auf Konsens und Kompromiss ausgerichteten Institutionen und Entscheidungsprozesse der Glaubwürdigkeit der EU als geopolitischer Akteur eher nützen oder schaden.

08.50 Uhr - Die Koordinierungsgruppen der Europäischen Union für die Öl- und Gasversorgung werden am Donnerstag zusammentreten, teilt ein Sprecher der Europäischen Kommission mit. Die Gruppen beobachteten die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf den Energiesektor sowie die aktuellen Einschätzungen der EU-Länder zu ihren Ölvorräten. Die EU-Länder sind verpflichtet, Ölvorräte für einen Verbrauch von 90 Tagen zu halten. Die Gruppen bestehen aus Vertretern der EU-Regierungen. Sie überwachen die Sicherheit der Öl- und Gasversorgung und koordinieren Maßnahmen zur Krisenbewältigung.

08.45 Uhr - Die Türkei hat sechs F-16 Kampfjets und Luftverteidigungssysteme nach Nordzypern verlegt. Damit sollte die Sicherheit der türkischen Gemeinschaft dort gewährleistet werden, teilt das türkische Verteidigungsministerium mit. Je nach Entwicklung der Lage würden weitere Maßnahmen ergriffen.

07.30 Uhr - Die Türkei plant dem TV-Sender NTV zufolge die Verlegung von sechs F-16-Kampfflugzeuge nach Nordzypern. Sie sollten die Verteidigung der dortigen türkischen Gemeinschaft sicherstellen, berichtet der Sender unter Berufung auf einen Vertreter der Zivilluftfahrtbehörde der Türkischen Republik Nordzypern. Am Samstag hatte ein Insider aus dem türkischen Verteidigungsministerium bereits gesagt, dass die Türkei die Verlegung der Jets erwäge.

07.00 Uhr - Die G7-Finanzminister beraten einem Medienbericht zufolge über die Freigabe von Öl aus Notreserven. Drei G7-Länder - darunter die USA - hätten bisher ihre Unterstützung dafür bekundet, berichtet die "Financial Times". Die Internationale Energieagentur (IEA) solle die Aktion koordinieren. Die Minister und IEA-Chef Fatih Birol würden sich noch am Montag in einer Telefonkonferenz über die Auswirkungen des Iran-Krieges beraten. Die IEA und die G7-Präsidentschaft reagierten zunächst nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

05.50 Uhr - Nach einem iranischen Drohnenangriff steigt einem Augenzeugen zufolge dicker Rauch über der Ölraffinerie Bapco in Bahrain auf. Die Regierung hatte zuvor von Verletzten und Schäden in der Gegend von Sitra berichtet.

05.17 Uhr - Die Ukraine schickt auf Bitten der USA Abfangdrohnen und Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "New York Times". Dem Bericht zufolge baten die USA am Donnerstag um Hilfe, woraufhin das ukrainische Team am nächsten Tag abgereist sei und in Kürze im Nahen Osten erwartet werde.

03.55 Uhr - Das Abwehrsystem C-RAM hat Polizeikreisen zufolge einen Raketen- und Drohnenangriff auf eine diplomatische Einrichtung der USA in der Nähe des internationalen Flughafens von Bagdad abgefangen.

03.54 Uhr - Das israelische Militär teilt mit, Infrastruktur der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen zu haben.

03.52 Uhr - Ein Drohnenangriff gilt Sicherheitskreisen zufolge der US-Militärbasis nahe dem Flughafen von Erbil in der irakischen Kurdenregion.

01.56 Uhr - Die Streitkräfte von Katar fangen einen Raketenangriff ab. Dies teilt das Verteidigungsministerium des Landes mit.

01.52 Uhr - Die USA ordnen wegen Sicherheitsrisiken die Ausreise von entbehrlichen Diplomaten und deren Familien aus Saudi-Arabien an. Bereits am Dienstag hatte die US-Botschaft in Riad die freiwillige Ausreise nahegelegt. Am selben Tag war die Vertretung von iranischen Drohnen getroffen worden, wobei ein Brand ausbrach und Sachschaden entstand.

00.11 Uhr - Der katarische Ministerpräsident Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani ruft alle Seiten im Iran-Konflikt zur Deeskalation auf. "Wir werden weiter mit den Iranern sprechen und auf eine Deeskalation hinwirken", sagt der Ministerpräsident in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des Senders Sky News. Der Iran müsse zunächst alle Angriffe auf die Golfstaaten und andere Länder einstellen, die nicht an diesem Krieg beteiligt seien. Die USA und Israel hatten vergangene Woche koordinierte Angriffe auf den Iran begonnen, woraufhin Teheran Raketen auf Israel und Ziele am Golf abfeuerte.

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