Berlin, 09. Mrz (Reuters) - Die Bundesregierung beobachtet nach Aussagen des Regierungssprechers Stefan Kornelius die Preisentwicklung bei Gas und Öl, wird aber im Voraus nicht bekannt geben, ab wann sie eingreifen wird. "Wir beobachten die Lage, wir sind im engen Austausch mit den Akteuren, die betroffen sind", sagte Kornelius am Montag in Berlin. "Eine Schwelle, wenn ich sie jetzt nenne, wäre marktrelevant, die würde die Spekulation nur beflügeln. Deswegen werde ich auch diese Schwelle nicht nennen", fügte der Regierungssprecher hinzu.
Man habe eine Taskforce eingerichtet, an der etwa das Finanzministerium, Bundesnachrichtendienste, das Auswärtige Amt und das Bundeskanzleramt beteiligt seien. Dies zeige, dass man einen "sehr breiten Blick auf die Marktsituation" habe. Man verstehe die Besorgnis, die durch die stark gestiegenen Preise für Öl und Gas entsteht. "Aber über Spekulationen, was die Bundesregierung tut, kann ich hier keine Nahrung geben", betonte der Regierungssprecher.
Ein Sprecher des Finanzministeriums bestätigte, dass es am Montag eine Schalte der G7-Finanzminister zu den Folgen des Iran-Krieges geben wird. Ob es dabei auch um die Nutzung der strategischen Ölreserven der G7-Industriestaaten gehen wird, sagte er nicht.