tradingkey.logo
tradingkey.logo
Suchen

Syrische Kurden warnen iranische Kurden vor Allianz mit den USA

ReutersMar 8, 2026 6:49 PM

- Kurden im Nordosten Syriens warnen kurdische Gruppen im Iran eindringlich vor einer militärischen Allianz mit den USA. Angesichts der eigenen Erfahrungen in den vergangenen Monaten sprachen sie sich dagegen aus, im Kampf gegen die Regierung in Teheran auf Washington zu setzen. Ahmed Barakat, Vorsitzender der Kurdischen Progressiven Demokratischen Partei in Syrien, riet zu "äußerster Vorsicht". Es sei derzeit nicht im Interesse iranischer Kurden, als Speerspitze gegen das iranische Regime zu dienen, ohne feste Garantien für die eigene Zukunft zu haben.

Hintergrund der Warnungen sind Beratungen iranischer Kurden-Milizen im Nordirak mit den USA über ein mögliches Vorgehen gegen Sicherheitskräfte im Westen des Iran. Beobachter haben darauf verwiesen, dass ein komplettes Ausschalten der iranischen Führung durch Luftangriffe allein nur sehr schwer zu erreichen sei. Deshalb steht die Frage von Bodentruppen im Iran im Raum - und wer sie stellen könnte. Israel und die USA dürften Beobachtern zufolge angesichts der Risiken größerer Verluste oder Bildern im Fernsehen von gefangengenommenen oder getöteter Soldaten vor einem Einsatz eigener Truppen zurückscheuen.

Saad Ali, ein Kurde in der syrischen Stadt Kamischli, sagte Nachrichtenagentur Reuters, die USA würden die Kurden am Ende im Stich lassen. "Macht nicht unsere Fehler", mahnte der 45-Jährige. Sollte es zu einer Einigung zwischen den USA und dem Iran kommen, würden die Kurden geopfert.

Einem Insider zufolge haben iranische Kurdenführer bereits Bedenken geäußert, ein ähnliches Schicksal zu erleiden wie syrische Kurden. Die syrischen Kurden waren jahrelang Verbündete der USA im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS). Im Januar hatte jedoch die neu formierte syrische Armee unter Präsident Ahmed al-Scharaa weite Teile der kurdisch kontrollierten Gebiete eingenommen. Die Kurden fühlten sich von Washington verraten, da die USA nicht eingriffen, sondern sie zur Eingliederung in Scharaas Streitkräfte drängten.

US-Präsident Donald Trump hatte erst am Donnerstag erklärt, es wäre "wunderbar", wenn kurdische Kräfte die Grenze in den Iran überschreiten würden. Am Samstag sagte er indes, er wolle nicht, dass kurdische Kämpfer in den Iran vordringen.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Empfohlene Artikel

KeyAI