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Trump gründet Militärbündnis gegen Drogenkartelle in Lateinamerika

ReutersMar 7, 2026 4:33 PM

- US-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen mit Politikern aus Lateinamerika ein militärisches Bündnis gegen Drogenkartelle ins Leben gerufen. Ziel sei es, das enorme Potenzial der Region zu nutzen, sagte Trump am Samstag in Miami. Dafür müsse aber der Griff der Kartelle und kriminellen Banden gebrochen werden. Zur Sondergesandten für das Bündnis ernannte Trump die bisherige Heimatschutzministerin Kristi Noem, die er erst in dieser Woche nach Kritik aus dem Kongress von ihrem Amt entbunden hatte.

Zu dem Gipfel "Shield of the Americas" reisten mehr als ein Dutzend Staats- und Regierungschefs aus Mittel- und Südamerika sowie der Karibik an. Unter den Teilnehmern befanden sich vor allem konservative Verbündete Trumps wie der argentinische Präsident Javier Milei, der designierte chilenische Präsident Jose Antonio Kast und El Salvadors Staatschef Nayib Bukele. Bukeles hartes und von Menschenrechtsgruppen kritisiertes Vorgehen gegen Bandenkriminalität gilt in Teilen der lateinamerikanischen Rechten als Vorbild.

Die US-Regierung versucht mit dem Treffen auch den wachsenden Einfluss Chinas in der Region einzudämmen. Die Volksrepublik hat ihre Präsenz durch Handel, Kredite und Infrastrukturprojekte ausgebaut. Experten zufolge erreichte der chinesische Handel mit der Region im Jahr 2024 ein Rekordvolumen von 518 Milliarden Dollar. Zudem habe die Regierung in Peking Kredite in Höhe von mehr als 120 Milliarden Dollar vergeben. Der Gipfel fand im Vorfeld eines geplanten Treffens zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping Ende März in Peking statt.

Die USA hatten zuletzt ihre Gangart in Lateinamerika deutlich verschärft. Im Januar nahmen US-Spezialeinheiten den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro fest und leiteten Schritte ein, um die Kontrolle über die Ölexporte des Landes zu übernehmen. Regierungsvertretern zufolge zielt dies auch darauf ab, Chinas Zugriff auf billiges Öl aus Venezuela zu beenden. Zudem drängen die Vereinigten Staaten die Regierungen der Region, chinesische Investitionen in strategische Infrastruktur wie Häfen und Energieprojekte zu begrenzen.

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