28. Feb (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen:
13.55 Uhr - Großbritannien betont nach den Angriffen der USA und Israels, dass der Iran niemals Atomwaffen entwickeln dürfe. Großbritannien sei bereit, seine Interessen zu verteidigen, teilt die Regierung in London mit. Aus Regierungskreisen verlautet zudem, Großbritannien habe sich nicht an den Militärschlägen beteiligt. Premierminister Keir Starmer habe eine Krisensitzung abgehalten und werde im Anschluss mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz telefonieren.
13.47 Uhr - Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat mit seinen Amtskollegen aus der Region über die Lage nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran. Fidan habe unter anderem mit den Ministern aus dem Iran, dem Irak, Saudi-Arabien, Katar, Syrien und Ägypten telefoniert, sagt ein Insider aus dem aus dem Außenministerium in Ankara. Auch mit dem indonesischen Außenminister habe er gesprochen. Ziel sei es, Schritte zur Beendigung der Kampfhandlungen zu finden.
13.46 Uhr - Der russische Atomkonzern Rosatom hat fast 100 Personen aus dem Iran evakuiert, belässt aber sein Personal im Atomkraftwerk Buschehr. Insgesamt seien 94 Menschen ausgeflogen worden, darunter entbehrliches Personal und Kinder von Mitarbeitern, teilt Konzernchef Alexej Lichatschow mitDas von Russland gebaute Kraftwerk Buschehr ist das einzige funktionierende Atomkraftwerk im Iran.
13.39 Uhr - Einige große Ölkonzerne und Handelshäuser setzen wegen des Angriffs auf den Iran ihre Öl- und Treibstofflieferungen durch die Straße von Hormus aus. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Samstag von vier Händlern. "Unsere Schiffe werden für mehrere Tage stillliegen", sagte ein leitender Manager eines großen Handelshauses.
13.35 Uhr - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron fordert angesichts der Angriffe auf den Iran eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats. Das iranische Regime habe nun keine andere Wahl mehr, als ernsthafte Verhandlungen über sein Atom- und Raketenprogramm sowie seine destabilisierende Rolle in der Region aufzunehmen, schreibt Macron auf der Plattform X.
13.30 Uhr - Russland verurteilt das Vorgehen der USA und Israels gegen den Iran scharf. Außenminister Sergej Lawrow habe in einem Telefonat mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi von einem "unprovozierten bewaffneten Angriff" gesprochen, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Lawrow fordere einen sofortigen Stopp der Angriffe.
13.10 Uhr - Israel hat nach den iranischen Raketenangriffen den Notstand ausgerufen. Verteidigungsminister Israel Katz warnt die Bevölkerung vor weiteren Angriffen mit Raketen und Drohnen. Öffentliche Versammlungen sind verboten, Schulen und Arbeitsstätten geschlossen. Krankenhäuser verlegen Patienten in unterirdische Schutzräume. Das Militär hat Zehntausende Reservisten einberufen, um unter anderem die Grenzen zu verstärken. Die Polizei rät von nicht notwendigen Fahrten ab.
13.04 Uhr - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnt vor schweren Konsequenzen eines Krieges zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran andererseits für den Frieden und die internationale Sicherheit. Die aktuelle Eskalation sei für alle gefährlich und müsse gestoppt werden, erklärt Macron. Frankreich stehe bereit, auf Anfrage die notwendigen Mittel zum Schutz seiner engsten Partner bereitzustellen.
12.57 Uhr - Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez verurteilt die Militäraktion der USA und Israels gegen den Iran. Der einseitige Angriff stelle eine Eskalation dar und trage zu einer unsichereren und feindseligeren internationalen Ordnung bei, sagt Sanchez.
12.47 Uhr - Außenminister Johann Wadephul ist seinem Ministerium zufolge als erster ausländischer Minister von Israel über den bevorstehenden Militäreinsatz informiert worden. Sein israelischer Amtskollege Gideon Saar habe ihn am Morgen in Kenntnis gesetzt. Wadephul habe daraufhin Kontakt zu Kollegen in der Region aufgenommen und weitere Maßnahmen koordiniert.
12.33 Uhr - Mehrere arabische Golfstaaten sind nach eigenen Angaben Ziel iranischer Raketenangriffe geworden. In Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wurde staatlichen Medien zufolge ein Mensch getötet. Kuwait, Katar, die VAE und Jordanien teilen mit, iranische Raketen abgefangen zu haben. In Bahrain wurde nach Behördenangaben ein Servicezentrum der Fünften US-Flotte getroffen. Die iranischen Revolutionsgarden erklären, die Operation werde unerbittlich fortgesetzt.
12.10 Uhr - Die EU-Flugsicherheitsbehörde EASA empfiehlt Fluggesellschaften, den Luftraum über der Konfliktregion im Nahen Osten in allen Höhenlagen zu meiden. Es bestehe ein hohes Risiko für die zivile Luftfahrt, teilt die Behörde in einem Sicherheitshinweis mit. Im gesamten betroffenen Luftraum bestehe die Gefahr einer Ausweitung der Kämpfe, von Fehlidentifikationen oder Fehleinschätzungen. Mehrere Airlines kündigten an, Flüge in die Region auszusetzen.
12.04 Uhr - Russland fordert nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran eine sofortige Rückkehr zu einer politischen und diplomatischen Lösung. Die internationale Gemeinschaft müsse diese "verantwortungslosen Handlungen" objektiv bewerten, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Besondere Sorge bereite die Serie destabilisierender Schläge, die die USA in den vergangenen Monaten gegen die Grundlagen der Weltordnung geführt hätten. Russland sei weiterhin bereit, bei der Suche nach friedlichen Lösungen auf Basis des Völkerrechts zu vermitteln.
11.55 Uhr - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine überwachen den Einsatz gegen den Iran einem Insider zufolge vom Anwesen Mar-a-Lago in Florida aus. Dort halte sich auch Präsident Donald Trump auf, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.
11.45 Uhr - Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs eine neue Raketenwelle auf Israel abgefeuert. In Tel Aviv sind Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge Explosionen zu hören.
11.41 Uhr - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Antonio Costa rufen angesichts der Angriffe auf den Iran alle Beteiligten zur maximalen Zurückhaltung auf. Die Entwicklungen seien äußerst besorgniserregend, teilen die beiden Spitzenvertreter in einer gemeinsamen Erklärung mit. Alle Parteien müssten Zivilisten schützen und das Völkerrecht achten. Die EU werde zudem alle nötigen Schritte unternehmen, um ihre Bürger in der Region zu unterstützen.
11.36 Uhr - In Abu Dhabi sind einem Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters zufolge mehrere Explosionen zu hören. Die Detonationen ereignen sich demnach in der Nähe des größten Flughafens der Stadt.
11.34 Uhr - Die Bundesregierung ist nach eigenen Angaben vorab über die israelischen Militärangriffe auf den Iran informiert worden. Deutschland stehe in der Angelegenheit in engem Kontakt mit seinen europäischen Partnern, teilt ein Regierungssprecher mit.
11.20 Uhr - Infolge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran streichen zahlreiche Fluggesellschaften Flüge im Nahen Osten oder leiten sie um. Wegen der Sperrung des Luftraums über mehreren Ländern der Region kommt es zu weitreichenden Flugstreichungen und Umleitungen. Zu den betroffenen Gesellschaften gehören die LufthansaLHAG.DE, die Air France und KLMAIRF.PA, die IAGICAG.L-Tochter Iberia sowie Wizz AirWIZZ.L. Zudem meldeten auch Qatar Airways, Oman Air, flydubai und Virgin Atlantic Einschränkungen.
11.17 Uhr - US-Präsident Donald Trump will sich einem Medienbericht zufolge am Samstagmorgen (Ortszeit) mit einer Rede an die Nation wenden. Das Nachrichtenportal "Axios" beruft sich bei diesen Angaben auf einen US-Regierungsvertreter. Das Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht dazu.
11.12 Uhr - Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran richteten sich nach Angaben eines israelischen Regierungsvertreters auch gegen den obersten Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, und Präsident Massud Peseschkian. Das Ergebnis der Angriffe sei unklar, sagte der Vertreter. Der iranische Außenminister ist iranischen Medien zufolge in Sicherheit.
11.00 Uhr - Nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ist die EU-Marine-Mission "Aspides" im Roten Meer in hoher Alarmbereitschaft. Sie stehe bereit, den Seeweg offen zu halten, sagt Kallas. Sie habe mit dem israelischen Außenminister Gideon Saar und anderen Ministern in der Region gesprochen. Zudem stimme sich die EU eng mit arabischen Partnern ab, um diplomatische Wege auszuloten.
10.57 Uhr - Am Rand der Stadt Schiras sind der iranischen Nachrichtenagentur Irna zufolge Explosionen zu hören. Die Millionenstadt Schiras liegt im Süden des Irans.
10.44 Uhr - Die Revolutionsgarden nehmen einer Meldung der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge mehrere US-Militärstützpunkte am Persischen Golf unter Beschuss. Die Ziele liegen Fars zufolge in Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Katar und Bahrain. Der Iran hatte mit Vergeltung gedroht, sollte er angegriffen werden.
10.28 Uhr - Aus mehreren Nachbarländern des Iran werden Angriffe gemeldet. Ein Reuters-Mitarbeiter berichtet von mehreren Explosionen in der katarischen Hauptstadt Doha, auch aus Abu Dhabi werden laute Geräusche gemeldet. Bei einem Luftangriff auf einen Stützpunkt des irakischen Militärs kommt ein Mensch ums Leben, wie ein Stützpunktsprecher sagt. In Kuwait sind Sirenen zu hören. Bahrain bestätigt der staatlichen Nachrichtenagentur zufolge, dass es Ziel von Angriffen war.
10.20 Uhr - Die Bundesregierung ruft den Krisenstab zusammen. Das Treffen sei für 12 Uhr (MEZ) im Auswärtigen Amt angesetzt, teilt ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mit. Das Auswärtige Amt stehe in engem und ständigem Kontakt mit den Botschaften in Iran und Israel sowie den weiteren Vertretungen in der Region.
10.13 Uhr - Iranische Regierungsvertreter sind einem Insider zufolge das hauptsächliche Ziel der ersten Angriffswelle Israels und der USA.
10.02 Uhr - Über der US-Militärbasis Juffair in Bahrain ist einem Augenzeugen zufolge Rauch zu sehen.
09.57 Uhr - Das Internet im Iran ist fast vollständig ausgeschaltet. Die Aktivität sei auf nur noch vier Prozent des sonst üblichen Niveaus gefallen, schreibt der Beobachtungsdienst Netblocks auf X.
09.45 Uhr - Der Iran bestätigt einen Gegenschlag auf Israel. Eine erste Welle an Raketen und Drohnen sei als Reaktion auf den Angriff auf den Iran gestartet, erklären die Revolutionsgarden der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge. Nach Angaben des israelischen Militärs sind Flugkörper Richtung Israel unterwegs.
09.41 Uhr - Die US-Verteidigungsministerium bezeichnen den Angriff auf den Iran als "Operation Epic Fury", zu deutsche "Operation gewaltige Wut".
09.34 Uhr - Die LufthansaLHAG.DE streicht alle Flüge zu mehreren Zielen im Nahen Osten. Der Flugverkehr von und nach Dubai sei am Samstag und Sonntag unterbrochen, sagt ein Sprecher. Die Verbindungen von und nach Tel Aviv, Beirut und dem Oman würden bis zum 7. März gestrichen.
09.31 Uhr - In der iranischen Hauptstadt Teheran ist einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge die Luftabwehr aktiviert. Die Abwehrsysteme bekämpften "feindliche" Ziele im Stadtzentrum und in anderen Teilen der Metropole.
09.26 Uhr - Die deutsche Botschaft in Tel Aviv fordert die Deutschen in Israel auf, sich dringend an die Anweisungen der Sicherheitsbehörden zu halten. "Bleiben Sie vor allem nah an geeigneten Schutzräumen", schreibt der deutsche Botschafter Steffen Seibert auf X. In Tel Aviv heulen die Sirenen, wie ein Reuters-Korrespondent berichtet.
09.20 Uhr - Israel und die USA wollen nach den Worten des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu die "existenzielle Bedrohung durch das iranische Regime" beseitigen. Der Militärschlag werde die Bedingungen schaffen, dass das iranische Volk sein "Schicksal in die eigenen Hände nehmen" könne. Man dürfe nicht zulassen, dass der Iran die Atombombe bekomme.
09.10 Uhr - Der Iran feuert nach Angaben des israelischen Militärs Raketen in Richtung Israel ab. Über das israelische Mobilfunknetz werden Warnungen verschickt, dass Raketen entdeckt worden sind.
09.07 Uhr - US-Präsident Donald Trump rechnet mit toten US-Soldaten. "Mutige amerikanische Helden könnten ihr Leben verlieren, und wir könnten Todesfälle haben, wie es oft in Kriegen passiert, aber wir tun dies nicht für jetzt. Wir tun dies für die Zukunft, und es ist eine ehrenwerte Mission", sagt Trump in einem auf Truth Social verbreiteten Video. Zugleich fordert der die Revolutionsgarden auf, sich zu ergeben und bietet ihnen für diesen Fall Immunität an. Die andere Option sei "der sichere Tod".
08.50 Uhr - Das US-Militär rechnet mit einem mehrtägigen Einsatz gegen den Iran. Dies sagt ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
08.25 Uhr - Der Iran bereitet einem Insider zufolge einen Gegenschlag vor. Die Vergeltung werde vernichtend ausfallen, sagt ein iranischer Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
08.22 Uhr - Die US-Angriffe auf den Iran erfolgen von der Luft und von See aus. Dies sagt ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
08.19 Uhr - Im Süden Teherans sind mehrere Ministerien angegriffen worden. Dies sagt ein iranischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
08.15 Uhr - In der iranischen Hauptstadt Teheran bilden sich an den Tankstellen lange Schlangen. Zudem verlassen zahlreiche Menschen die Stadt, wie Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters berichten.
08.13 Uhr - Der Irak schließt seinen Luftraum. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur am Samstag unter Berufung auf das Verkehrsministerium. Zuvor hatte Israel nach den Worten seines Verteidigungsministers einen Präventivschlag gegen den benachbarten Iran gestartet.
08.10 Uhr - Auch in den iranischen Städten Isfahan, Ghom, Karadsch und Kermanschah werden der Nachrichtenagentur Fars zufolge Explosionen gemeldet.
08.00 Uhr - Der iranische Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei ist einem Regierungsvertreter zufolge an einen sicheren Ort gebracht worden. Er halte sich nicht in Teheran auf, sagt der Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag. Israel hat nach eigenen Angaben zuvor einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet. Aus Teheran werden mehrere Explosionen gemeldet.
07.52 Uhr - Der Militärschlag gegen den Iran ist israelischen Verteidigungskreisen zufolge mit den USA abgestimmt. Die Aktion sei seit Monaten vorbereitet worden, das Datum des Angriff stehe seit Wochen fest.
00.20 Uhr - Nachdem sich US-Präsident Donald Trump unzufrieden über den Verhandlungsstand mit dem Iran gezeigt hat, gibt er weitere Einblicke in die derzeitige Lage: "Sie wollen die entscheidenden Worte nicht sagen: ‚Wir werden keine Atomwaffen haben‘", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) vor einer Veranstaltung in Corpus Christi im US-Bundesstaat Texas. Deshalb sei er mit dem Status quo der Verhandlungen nicht zufrieden, unterstrich Trump. Nachdem die jüngste Verhandlungsrunde am Donnerstag in Genf ohne Einigung zu Ende gegangen war, hatte sich der US-Präsident deutlich enttäuscht gezeigt. Er sei nach wie vor offen für eine Vereinbarung, schließe militärische Gewalt aber nicht aus, so Trump.