
14. Feb (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
17.35 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, mit einem überraschenden Wechsel an der Spitze von Moskaus Verhandlungsteam für die anstehenden Friedensgespräche in Genf jegliche Entscheidungen verzögern zu wollen. Dies sagt er am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz vor Journalisten. Er macht zudem deutlich, dass aus seiner Sicht nach Zustandekommen eines Friedensabkommens ausländische Truppen nötig seien, um Russland künftig abzuschrecken. Die USA hätten eine Sicherheitsgarantie für 15 Jahre nach dem Krieg angeboten, die Ukraine fordere jedoch eine Laufzeit von 20 Jahren oder länger.
14.15 Uhr - Russland muss nach Angaben von Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Krieg gegen die Ukraine derzeit "wahnsinnige Verluste" hinnehmen. In den vergangenen zwei Monaten habe die russische Armee rund 65.000 Soldaten verloren, sagt Rutte auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Zugleich betont er die Stärke der westlichen Allianz. Russland werde es derzeit nicht wagen, die Nato anzugreifen. "Wir werden jeden Kampf gegen Russland gewinnen, wenn sie uns jetzt angreifen", sagt Rutte vor Journalisten. Man müsse sicherstellen, dass dies auch in zwei, vier oder sechs Jahren noch der Fall sei.
12.25 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert erneut eine Nato-Mitgliedschaft seines Landes. Die ukrainsche Armee sei die stärkste Europas, sagt Selenskyj auf der Münchner Sicherheitskonferenz. "Es wäre nicht schlau, die größte Armee Europas aus der Nato herauszulassen", betont er. "Aber stellen Sie sicher, dass dies Ihre Entscheidung sein wird und nicht Putins", fügt er an die Adresse der Nato-Staaten hinzu.
09.55 Uhr - Chinas Außenminister Wang Yi äußert sich positiv darüber, dass auch europäische Politiker mit Russland über die Ukraine sprechen. "Europa hat Mut gefasst, spricht mit Russland, das begrüßen wir", sagt Wang Yi auf der Münchner Sicherheitskonferenz in Anspielung etwa auf Gespräche in Moskau von Vertretern Frankreichs und Ungarns. Auf die Frage, was China zur Lösung des Konflikts beitrage, sagt Wang Yi erneut, dass sein Land eine friedliche Lösung wolle. Chinesischen Druck auf den Verbündeten Russland, das die Ukraine 2022 überfallen hat, erwähnt er nicht. Er fordert die Europäer dagegen auf, "neue Ideen" zu entwickeln, um eine "ausgewogene, dauerhafte Sicherheitsarchitektur für Europa" zu entwickeln. Details nennt er nicht.
09.40 Uhr - Die Ukraine und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben sich nach Angaben von Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko auf eine Lockerung von Bedingungen für ein neues Kreditprogramm im Volumen von 8,2 Milliarden Dollar geeinigt. Die Regierung erwarte, dass der IWF-Verwaltungsrat das Programm bei seiner nächsten Sitzung behandeln werde, erklärt die Regierungschefin. Die Zustimmung sei ein entscheidender Anker für weitere internationale Finanzhilfen für die Ukraine, darunter ein Darlehen der Europäischen Union in Höhe von 90 Milliarden Euro.
05.00 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeichnet den von den Olympischen Winterspielen ausgeschlossenen Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch mit einem hohen Staatsorden aus. Heraskewytsch war bei den Spielen in Italien disqualifiziert worden, weil er mit einem Helm an im Krieg mit Russland getötete Athleten erinnerte. "Medaillen sind wichtig für die Ukraine und für Sie, aber das Wichtigste ist, wer Sie sind", sagte Selenskyj bei der Verleihung des ukrainischen Freiheitsordens am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. Er habe großen Respekt vor allen Olympioniken, die Heraskewytsch und seine Haltung unterstützt hätten, so der Präsident. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) weist die Berufung des Sportlers gegen den Ausschluss jedoch weiterhin zurück.
02.00 Uhr - Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf die russische Stadt Belgorod sind nach Angaben des dortigen Gouverneurs Wjatscheslaw Gladkow zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Gladkow erklärte in einem auf Telegram geposteten Video, dass die Männer Teil von Teams gewesen seien, die beschädigte Heizungs- und Stromnetze in der Stadt reparierten. Durch den Angriff seien auch Energieanlagen schwer beschädigt worden, was zu Ausfällen bei der Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung geführt habe. Belgorod liegt etwa 40 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt.