
Düsseldorf, 13. Feb (Reuters) - Die Folgen ihres kostspieligen Ausflugs in das US-Geschäft lasten auf der Deutschen PfandbriefbankPBBG.DE. Der Immobilienfinanzierer verschob am Freitag wegen des teuren Rückzugs aus den USA und der mauen Branchenkonjunktur seine Mittelfristziele. Für das laufende Jahr 2026 rechnet die Bank nur mit einem Vorsteuergewinn zwischen 30 und 40 Millionen Euro, wie sie am Freitag mitteilte. Im vergangenen Jahr fiel unter anderem wegen der Abschirmung von Risiken aus dem US-Portfolio ein Verlust vor Steuern von 250 Millionen Euro an. Die angestrebte Eigenkapitalrendite (RoTE) von acht Prozent für die Gesamtbank werde angesichts der Entwicklung nun für das Jahr 2028 angepeilt, ein Jahr später als geplant.
"Die Transformation der Bank erfordert aufgrund des US-Exits und der schleppenden Markterholung mehr Zeit, als wir ursprünglich erwartet haben", räumte Vorstandschef Kay Wolf ein: "Der konsequente Ausstieg aus den USA ist ... mit Kosten verbunden, deren Kompensation mehr Zeit erfordert", bilanzierte er. Auf eine Dividende für 2025 müssen die Aktionäre verzichten.
Die pbb hatte sich erst 2017 auf den US-Markt gewagt und wegen der dortigen Immobilienkrise im Juni vergangenen Jahres die Reißleine gezogen. "Die Risiken in den USA und aus Projektfinanzierungen hat die Bank weitgehend abgeschirmt und in Teilen bereits deutlich reduziert", hieß es mit Blick auf das laufende Jahr.