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Pistorius: Konflikt um Grönland weitgehend entschärft

ReutersFeb 12, 2026 8:06 AM

- Der Konflikt zwischen Europäern und den USA um Grönland ist laut Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) weitgehend gelöst. Auf die Frage, ob der Konflikt mit dem gemeinsamen Nato-Einsatz "Arctic Sentry" mehr oder weniger entschärft sei, antwortete Pistorius am Donnerstag in Brüssel mit "Ja". In der belgischen Hauptstadt treffen sich die Nato-Verteidigungsminister. Der US-Kollege von Pistorius, Pete Hegseth, nimmt allerdings nicht teil.

Die Nato hatte auch als Reaktion auf die Spannungen um das zu Dänemark gehörende Grönland einen neuen Einsatz zur Stärkung ihrer Präsenz in der Arktis begonnen. Dieser soll die zunehmende Militärpräsenz der Nato-Verbündeten in der Region koordinieren und die USA einschließen. Auch Deutschland wird sich beteiligen. In einem ersten Schritt stellt die Bundeswehr vier Eurofighter sowie Flugzeuge vom Typ A400M für die Luftbetankung. Im Auge hat die Nato vor allem russische, aber auch chinesische Aktivitäten in der Region.

Ausgelöst wurden die Spannungen um Grönland durch die Forderung von US-Präsident Donald Trump, Grönland solle künftig zu den USA gehören. Dies sei für die Sicherheit der USA zentral, hatte er argumentiert. Auch eine militärische Besetzung hatte er nicht ausgeschlossen. Trump hatte zeitweise angesichts des Widerstands der Europäer auch mit höheren Zöllen gedroht. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos konnte dies aber abgewendet werden. Verhandlungsgruppen zwischen Dänemark und den USA wurden eingerichtet.

Pistorius bestätigte, dass Generalinspekteur Carsten Breuer künftig den Nato-Militärausschuss leiten wird. Es ist das höchste militärische Gremium der Allianz und berät den zivilen Nordatlantikrat in allen militärischen Angelegenheiten. Als Verbindung zwischen Politik und Militär entwickelt es Verteidigungsstrategien und gibt Einsatzempfehlungen.

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