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Trump zu Netanjahu: Weitere Verhandlungen mit Iran - "Chancen für Deal ausloten"

ReutersFeb 11, 2026 8:30 PM

- US-Präsident Donald Trump setzt nach einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu weiter auf eine Fortsetzung der Atomgespräche mit dem Iran. Er habe Netanjahu gesagt, dass die Verhandlungen weitergehen müssten, um die Chancen für ein Abkommen auszuloten, erklärte Trump am Mittwoch nach dem rund dreistündigen Gespräch. "Es wurde nichts Definitives beschlossen, außer dass ich darauf bestanden habe, dass die Verhandlungen mit dem Iran fortgesetzt werden", schrieb Trump in einem Beitrag auf Social Media. Sollte eine Einigung möglich sein, habe er dem Ministerpräsidenten zu verstehen gegeben, dass dies der bevorzugte Weg sei.

Für Netanjahu, der zum siebten Mal seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus mit diesem zusammentraf, ging es bei dem unter Ausschluss der Presse stattfindenden Besuch vor allem darum, die US-Linie zu beeinflussen. Israel dringt darauf, dass ein Abkommen nicht nur das Atomprogramm, sondern auch das iranische Raketenarsenal und die Unterstützung verbündeter Milizen umfasst. Netanjahus Büro teilte nach dem Treffen mit, dass beide Seiten vereinbart hätten, "ihre enge Zusammenarbeit und ihren engen Kontakt fortzusetzen".

Trump hatte zuvor in Interviews deutlich gemacht, dass er zwar an den Verhandlungswillen der iranischen Regierung glaube, bei einem Scheitern der Diplomatie aber zu einem harten Vorgehen bereit sei. Ein gutes Abkommen bedeute "keine Atomwaffen, keine Raketen", sagte er in einem am Dienstag ausgestrahlten Interview des Senders Fox Business, ohne Details zu nennen. Dem Portal Axios zufolge erwägt Trump zudem die Entsendung eines zweiten Flugzeugträgerverbands in die Region, um den militärischen Druck auf den Iran zu erhöhen. Israel befürchtet Insidern zufolge, dass sich die USA auf einen eng gefassten Deal einlassen könnten, der lediglich das Atomprogramm betrifft und die weiteren Sicherheitsinteressen des Landes ignoriert.

Die Führung in Teheran lehnt eine Ausweitung der Gespräche auf ihr Raketenprogramm jedoch ab. "Die Raketenfähigkeiten der Islamischen Republik sind nicht verhandelbar", sagte Ali Schamchani, ein Berater des Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei, am Mittwoch. Der Iran hatte sich zuletzt bereit erklärt, über Einschränkungen seines Atomprogramms zu sprechen, im Gegenzug für eine Aufhebung von Sanktionen. Eine Verknüpfung mit dem Raketenprogramm schloss die iranische Regierung jedoch aus. Gespräche oder Verhandlungen über das iranische Atomprogramm gibt es mit Unterbrechungen seit vielen Jahren. Kritiker hatten wiederholt gemutmaßt, der Iran wolle damit lediglich Zeit zur Entwicklung einer Atomwaffe gewinnen.

Trump hatte zuletzt gedroht, den Iran anzugreifen, sollte keine Einigung erzielt werden. Die Islamische Republik hat für diesen Fall Vergeltung angekündigt. Dies schürt Ängste vor einem größeren Krieg in der Region.

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