
11. Feb (Reuters) - Der Mobilfunkanbieter T-Mobile USTMUS.O hat im vierten Quartal wegen des scharfen Wettbewerbs in den USA weniger neue Kunden gewonnen, als von Analysten erwartet. Die Deutsche-TelekomDTEGn.DE-Tochter gewann 962.000 Vertragskunden hinzu, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Dies war zwar der höchste Wert unter den drei großen US-Mobilfunkanbietern, befragte Analysten hatten jedoch 981.330 Neukunden erwartet.
Telekomanbieter steigern in der Regel im Schlussquartal rund um die Einkaufstage Black Friday und Cyber Monday ihre Werbeaktionen. "Es gab einen verschärften, auf Endgeräte ausgerichteten Wettbewerb von einem unserer Hauptkonkurrenten, der auf Schlagzeilen beim Wachstum mit Vertragskunden aus war", sagte Finanzchef Peter Osvaldik der Nachrichtenagentur Reuters. Die Abwanderungsquote bei Vertragskunden stieg auf 1,02 Prozent von 0,92 Prozent ein Jahr zuvor.
Der Gesamtumsatz lag derweil mit 24,33 Milliarden Dollar über den Schätzungen von 24,11 Milliarden. Dazu trug bei, dass sich mehr Kunden für Premium-Tarife entschieden, die Abonnements für die Streamingdienste Netflix und Hulu beinhalten. "Wir sehen weiterhin, dass 60 Prozent der Neukunden unsere Premium-Tarife wählen", sagte Osvaldik. Für das laufende Jahr prognostizierte T-Mobile einen bereinigten freien Barmittelzufluss zwischen 18 und 18,7 Milliarden Dollar.
Die Konzernmutter Deutsche Telekom begrüßte die Ergebnisse der US-Tochter sowie ihren Ausblick. "Für das Gesamtjahr 2026 plant die Deutsche Telekom derzeit keine Verkäufe von T-Mobile-US-Aktien aus ihrem Bestand", betonte der Bonner Konzern. Dies gelte auch im Zusammenhang mit dem laufenden Aktienrückkaufprogramm der Tochter. Die Bonner prüften vielmehr "Möglichkeiten, unsere Beteiligung weiter zu erhöhen, sofern dies strategisch sinnvoll und finanziell attraktiv ist", ergänzte Telekom-Chef Tim Höttges. Die Telekom halte aktuell rund 52,8 Prozent des Kapitals der T-Mobile US.