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Stellantis schockt mit Milliardenabschreibung - Aktien brechen ein

ReutersFeb 6, 2026 8:46 AM

- Der Autokonzern StellantisSTLAM.MI zieht die Reißleine bei seiner Elektrostrategie und verbucht milliardenschwere Abschreibungen. Wegen der Drosselung der Entwicklungspläne für Elektroautos fielen in der zweiten Jahreshälfte 2025 Belastungen von rund 22,2 Milliarden Euro an, teilte der französisch-italienische Hersteller am Freitag mit. Unter dem Strich entstehe dadurch für diesen Zeitraum ein vorläufiger Verlust von 19 bis 21 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen leer ausgehen: Eine Dividende werde in diesem Jahr nicht gezahlt. "Das Unternehmen hat die überwiegende Mehrheit der Entscheidungen getroffen, die zur Korrektur der Richtung erforderlich sind", hieß es in der Mitteilung. Dabei gehe es vor allem darum, das Produktportfolio an die Marktnachfrage anzupassen.

Die Hiobsbotschaft riss die Stellantis-Aktien um mehr als 14 Prozent nach unten und belastete auch andere französische Branchenwerte: Die Aktien von ValeoVLOF.PA, RenaultRENA.PA und ForviaFRVIA.PA gaben zwischen 2,1 und 2,5 Prozent nach. Auch in Deutschland zählten Autowerte zu den größten Verlierern: Volkswagen VOWG.DE verloren im Dax 2,3 Prozent, BMW BMWG.DE 1,5 Prozent und PorscheP911_p.DE im MDax sogar 3,2 Prozent.

Mit dem drastischen Schritt folgt Stellantis den US-Rivalen FordF.N und General MotorsGM.N. Auch diese hatten sich wegen der Politik der US-Regierung unter Donald Trump und der schwachen Nachfrage nach Elektroautos von ihren ambitionierten Plänen für batteriebetriebene Modelle verabschiedet. Als Teil der Neuausrichtung verkauft Stellantis etwa seine Beteiligung an einem Batteriewerk in Kanada an den südkoreanischen Batteriehersteller LG Energy Solution373220.KS für einen symbolischen Preis von 100 Dollar.

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