
San Jose, 03. Feb (Reuters) - Laura Fernandez hat die Präsidentschaftswahl in Costa Rica am Sonntag gewonnen. Ihre Partei Souveränes Volk (PPSO) sicherte sich zudem die Mehrheit im Parlament. Damit liegen erstmals seit 1990 die Präsidentschaft und die Kontrolle über die Legislative wieder in der Hand einer einzigen Partei. Die für weitreichende Reformen nötige Super-Mehrheit verfehlte Fernandez jedoch.
Die PPSO errang 31 der 57 Sitze im Parlament. Für eine Super-Mehrheit, die Fernandez weitreichende Reformen wie Verfassungs- oder Justizänderungen ermöglicht hätte, wären jedoch 38 Stimmen erforderlich gewesen. Die großen Reformen, deren Umsetzung durch die Regierung befürchtet worden sei, werde es nun nicht geben, sagte Maria Fernanda Bozmoski von der Denkfabrik Atlantic Council in Washington.
Die größte Oppositionspartei, die Partei der Nationalen Befreiung (PLN), kommt auf 17 Sitze. Ihr unterlegener Präsidentschaftskandidat Alvaro Ramos kündigte an, man werde bei übereinstimmenden Themen mit Fernandez zusammenarbeiten, sich ihr aber in strittigen Fragen widersetzen. Die linke Breite Front (FA) wird mit sieben Abgeordneten drittstärkste Kraft. Für Vorhaben, die 38 Stimmen erfordern, müsse die Regierung nun verhandeln, erklärte der Politikforscher Ronald Alfaro von der Universität von Costa Rica.