
Seoul, 02. Feb (Reuters) - Der südkoreanische Autobauer Hyundai Motor005380.KS hat eine Rückkaufoption für sein früheres Werk in Russland verstreichen lassen. Dies teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Option war im Januar ausgelaufen. Hyundai hatte das Werk 2024 für einen symbolischen Preis von 97 Dollar an die russische AGR Automotive Group verkauft. "Hyundai Motor bietet weiterhin Garantiereparaturen und Kundendienstleistungen für bereits verkaufte Fahrzeuge an und ist bestrebt, diese Dienstleistungen auch in Zukunft aufrechtzuerhalten", hieß es in einer Erklärung an die Nachrichtenagentur Reuters.
Hyundai hatte den Verkauf des Werks im Dezember 2023 bekanntgegeben. Die Fabrik ging für 7000 Rubel (damals rund 70 Euro) an die russische Firma Art-Finance, die später in AGR Automotive Group umbenannt wurde. Der Konzern verbuchte dabei nach eigenen Angaben einen Verlust von umgerechnet 200 Millionen Euro. Teil der Vereinbarung war die nun verstrichene Rückkaufoption.
Der Betrieb in dem Werk ruhte bereits seit März 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine und der darauf folgenden westlichen Sanktionen. In den vergangenen Jahren haben chinesische Marken erhebliche Marktanteile in Russland gewonnen. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits im Dezember berichtet, dass Hyundai aufgrund des andauernden Krieges nicht in der Lage sei, das Werk zurückzukaufen. Zusammen mit der Schwestermarke Kia000270.KS zählte Hyundai vor dem Krieg zu den drei meistverkauften Marken in Russland.