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WDHLG-Insider: US-Verteidigungsminister lässt offenbar Nato-Treffen aus

ReutersJan 30, 2026 5:23 AM

- US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wird einem wichtigen Treffen der Nato-Verteidigungsminister im kommenden Monat offenbar fernbleiben. Hegseth werde an dem Treffen am 12. Februar im Nato-Hauptquartier in Brüssel nicht teilnehmen, sagten am Donnerstag ein US-Regierungsvertreter und ein Nato-Diplomat. Es wäre das zweite Mal in Folge, dass ein hochrangiges Mitglied der Regierung von Präsident Donald Trump einem Treffen des Militärbündnisses fernbleibt. Bereits im Dezember hatte Außenminister Marco Rubio nicht an einem Nato-Treffen teilgenommen. Das Pentagon und die Nato lehnten eine Stellungnahme ab.

"Sollte sich dies bestätigen, wäre das ein schlechtes Signal in einer sehr angespannten Zeit der transatlantischen Beziehungen", sagte Oana Lungescu, eine ehemalige Nato-Sprecherin. Es werde die Sorgen der anderen Bündnispartner über das Engagement der USA in der Nato nur noch vertiefen. Lungescu ist heute als Expertin für die Denkfabrik RUSI tätig. Bis zur zweiten Amtszeit von Trump galt es als höchst ungewöhnlich, dass ein US-Minister einem Nato-Treffen fernblieb.

Das Fernbleiben Hegseths steht im Einklang mit der neuen US-Militärdoktrin. In der vergangenen Woche veröffentlichten Nationalen Verteidigungsstrategie heißt es, die Verbündeten in Europa und anderswo sollten die Führung gegen Bedrohungen übernehmen, die für sie gravierender seien als für die USA. Washington werde dabei entscheidende, aber begrenztere Unterstützung leisten. Anstelle von Hegseth werde der für die neue Strategie verantwortliche Pentagon-Politikchef Elbridge Colby zu dem Treffen in Brüssel erwartet, hieß es weiter.

Das Verhältnis zwischen US-Präsident Trump und der Nato gilt als angespannt. Für Verstimmungen sorgte zuletzt sein Wunsch, Grönland zu erwerben, das zu Dänemark gehört. Jamie Shea, ein ehemaliger hochrangiger Nato-Vertreter, nannte Hegseths wahrscheinliches Fehlen bedauerlich. Dies gelte insbesondere, da Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte vereinbart hätten, dass das Bündnis eine größere Rolle bei der Sicherheit in der Arktis spielen solle, um die Spannungen wegen Grönland abzubauen.

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