tradingkey.logo
tradingkey.logo
Suchen

Zoll-Entspannung sorgt für Erleichterung – Macquarie bleibt skeptisch

Investing.comMay 12, 2025 9:15 PM
facebooktwitterlinkedin
Alle Kommentare anzeigen0

Investing.com - Ein Handelsdeal zwischen den USA und China hat zum Wochenstart für Optimismus an den Märkten gesorgt. Dennoch mahnen Analysten der Investmentbank Macquarie zur Vorsicht. Von einem nachhaltigen Durchbruch könne keine Rede sein, hieß es am Montag in einer Einschätzung. Vielmehr handle es sich um einen „taktischen Rückzug auf Zeit“ - nicht um eine belastbare Einigung.

  • Ihre KI-basierte Aktienanalyse: WarrenAI wertet aktuelle Marktdaten aus und unterstützt Sie mit präzisen Interpretationen. Nur für kurze Zeit mit bis zu 50 % Rabatt! Mehr erfahren

Das am Wochenende nach Gesprächen in Genf bekannt gewordene Abkommen sieht eine vorübergehende Reduzierung der Zölle vor. Demnach senken die USA ihre zusätzlichen Importzölle auf chinesische Waren ab dem 14. Mai von 145 auf 30 Prozent. China reduziert im Gegenzug seine Abgaben von 125 auf 10 Prozent - zunächst befristet auf 90 Tage.

An den Börsen wurde die Einigung positiv aufgenommen. Beobachter sehen darin ein Signal, dass die wirtschaftlichen Spannungen zumindest kurzfristig nachlassen. Macquarie warnte allerdings, viele der unter der Trump-Regierung eingeführten Strafzölle blieben weiterhin bestehen. Auch neue Maßnahmen wie der US-Zoll von 20 Prozent auf das Schmerzmittel Fentanyl sowie Chinas vierprozentiger Gegenzoll würden weiterhin gelten.

Zwar reduziere das Abkommen laut Macquarie das unmittelbare Risiko einer globalen Wachstumsbremse. Doch die geopolitische Grundhaltung Washingtons bleibe unverändert: „Die USA haben ihr Ziel, Chinas Aufstieg zur führenden Macht zu bremsen, nicht aufgegeben“, schreiben die Experten.

Hinzu komme, dass das Vertrauen in die USA als verlässlichen Verhandlungspartner dauerhaft beschädigt sei. Eine Rückkehr zu einer „Vollglaubwürdigkeit“ werde nicht so schnell erfolgen, hieß es weiter. Einige Länder dürften daher ihre wirtschaftlichen Abhängigkeiten weiter diversifizieren, um künftige Risiken besser abfedern zu können.

Immerhin seien die Kommunikationskanäle zwischen Washington und Peking wieder geöffnet. Die Einigung in Genf sei vergleichsweise schnell erzielt worden. In den kommenden drei Monaten werde über mögliche chinesische Käufe von US-Gütern sowie über eine weitere Lockerung der Fentanyl-Zölle verhandelt.

„Das ist besser als das, was viele erwartet haben“, kommentierte Macquarie. Zugleich aber sei es lediglich eine kurzfristige Atempause - kein struktureller Fortschritt.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Kommentare (0)

Klicken Sie auf die $-Schaltfläche, geben Sie das Symbol ein und wählen Sie eine Aktie, einen ETF oder einen anderen Ticker zum Verlinken aus.

0/500
Richtlinien für Kommentare
Wird geladen...

Empfohlene Artikel

FOMC-Protokoll: Fed wechselt zu neutraler Abwartehaltung, einige wenige Notenbanker sehen Notwendigkeit für Zinserhöhungen, Aufwärtsrisiken bei der Inflation werden zum Kernkonflikt

Die Federal Reserve hat am 8. Juli das Protokoll ihrer FOMC-Geldpolitiksitzung vom 16. und 17. Juni veröffentlicht. Das Dokument zeigt, dass die Politik der Fed vollständig in eine neutrale, abwartende Haltung übergegangen ist, wobei die Aufwärtsrisiken für die Inflation zum zentralen Widerspruch geworden sind. Diese FOMC-Sitzung sendete ein klares Signal, dass sich die Fed vollständig von ihrer bisherigen einseitigen Tendenz zu Zinssenkungen verabschiedet hat und in eine Phase zweiseitiger, flexibler geldpolitischer Beobachtung eingetreten ist. Eine höher als erwartet ausfallende Inflationshartnäckigkeit und deren Ausweitung sind die Hauptgründe für diesen Kurswechsel, während die Robustheit des Arbeitsmarktes und des Wirtschaftswachstums Spielraum für flexible geldpolitische Anpassungen bietet. Die Notenbankvertreter bestätigten einen weiteren Anstieg der Inflation und wiesen darauf hin, dass der Druck nicht mehr nur auf exogene Faktoren wie Energie und Zölle beschränkt ist. Stattdessen haben sich die Preissteigerungen auf eine breite Palette von Kategorien wie Transport, Flugtickets und Öl ausgeweitet, während die Dienstleistungsinflation ohne Wohnungsbau fast keine Verbesserung zeigt. Kurzfristig wird mit der Erholung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus und dem Nachlassen der marginalen Effekte von Zöllen mit einem allmählichen Rückgang der Inflation gerechnet.
tradingkey.logo
* Referenzen, Analysen und Handelsstrategien werden vom Drittanbieter Trading Central bereitgestellt, und der Standpunkt basiert auf der unabhängigen Bewertung und Beurteilung des Analysten, ohne die Anlageziele und die finanzielle Situation der Investoren zu berücksichtigen.
Risikohinweis: Unsere Website und mobile App bieten lediglich allgemeine Informationen zu bestimmten Anlageprodukten. Finsights stellt keine Finanzberatung oder Empfehlung für ein Anlageprodukt bereit, und die Bereitstellung solcher Informationen darf nicht als Finanzberatung durch Finsights ausgelegt werden.
Anlageprodukte unterliegen erheblichen Anlagerisiken, einschließlich des möglichen Verlusts des investierten Kapitals und sind möglicherweise nicht für jeden geeignet. Die vergangene Wertentwicklung von Anlageprodukten ist nicht unbedingt ein Hinweis auf deren zukünftige Wertentwicklung.
Finsights kann Drittanbietern oder Partnern erlauben, Werbung auf unserer Website oder in unserer mobilen App oder in Teilen davon zu platzieren oder bereitzustellen. Finsights kann für diese Anzeigenvergütung erhalten, basierend auf Ihrer Interaktion mit den Werbeanzeigen.
© Urheberrecht: FINSIGHTS MEDIA PTE. LTD. Alle Rechte vorbehalten.