Um US-Regeln zu erfüllen: Nvidia drosselt KI-Chip für chinesischen Markt
Investing.com - Der Chip-Riese Nvidia (NASDAQ:NVDA) plant, in den kommenden zwei Monaten eine abgespeckte Version seines H20-KI-Chips in China auf den Markt zu bringen. Damit will das Unternehmen den verschärften US-Exportvorgaben gerecht werden, wie die Nachrichtenagentur Reuters heute berichtet. Nvidia soll bereits mehrere große chinesische Kunden – darunter Anbieter von Cloud-Diensten – über diesen Schritt informiert haben.
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Der H20 ist aktuell der leistungsstärkste KI-Chip, den Nvidia unter den Exportregeln der Biden-Regierung überhaupt noch nach China liefern darf. Nun hat allerdings auch die Trump-Fraktion strengere Kontrollen für Technologielieferungen angekündigt, was bedeutet: Nvidia braucht künftig eine spezielle Exportlizenz, um den Chip in China zu verkaufen.
Um diese Auflagen zu umgehen, will Nvidia den Chip offenbar technisch abspecken – etwa durch weniger Rechenleistung und geringeren Speicher. So soll er unter die neuen Grenzwerte fallen. Auch Donald Trump hat sich in dieser Frage der harten Linie der Biden-Regierung angeschlossen, wenn es um die Begrenzung von Chinas Zugang zu fortschrittlicher KI-Technologie geht.
Der H20 ist für viele chinesische Unternehmen zentral – von KI-Start-ups wie DeepSeek bis hin zu Internetkonzernen wie Baidu (NASDAQ:BIDU) und Alibaba (NYSE:BABA).
Allerdings wird erwartet, dass eine schwächere Version des Chips in China an Attraktivität verliert. Damit dürfte der Wettbewerb mit lokalen Anbietern wie Huawei zunehmen – Huawei stellt bereits einen eigenen KI-Chip für den chinesischen Markt her.
Im Geschäftsjahr bis Januar 2025 hat Nvidia in China rund 17 Milliarden US-Dollar umgesetzt – das entspricht etwa 13 % des Gesamtumsatzes. CEO Jensen Huang hat mehrfach betont, wie wichtig der chinesische Markt für das Unternehmen ist. Im April reiste er sogar persönlich nach Peking.
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