tradingkey.logo
tradingkey.logo
Suchen

Rezession voraus? Diese Aktien könnten richtig unter Druck kommen

Investing.comApr 11, 2025 9:58 AM
facebooktwitterlinkedin
Alle Kommentare anzeigen0

Investing.com - Eine drohende Rezession könnte für viele Aktien aus dem Metall- und Bergbausektor spürbare Kursverluste bedeuten, warnen die Analysten von Barclays (LON:BARC). Ihrer Einschätzung nach ist Gold derzeit „die beste Option, um die aktuellen Turbulenzen auszusitzen“. Rückblicke auf frühere Konjunkturabschwünge zeigen, dass Bergbauunternehmen meist bis zu 12 Monate nach Beginn einer Rezession unterdurchschnittlich abschneiden – oft begleitet von Rohstoffpreisen, die bis auf Höhe der Deckungskosten zurückgehen.

Sobald sich eine Rezession abzeichnet, entwickelt sich der Bergbausektor in der Regel – sowohl absolut als auch im Vergleich zu anderen Branchen – im Gleichschritt mit dem ISM-Index. Laut den Analysten ist historisch betrachtet der beste Zeitpunkt für einen Einstieg in Bergbauaktien dann gekommen, wenn der ISM seinen Tiefpunkt erreicht – dieser lag im Schnitt bei rund 45.

Barclays weist außerdem darauf hin, dass China mit Konjunkturmaßnahmen in Höhe von mindestens 7,5 Billionen Yuan gegensteuern könnte – ein Schritt, um die Belastung durch US-Zölle abzufedern und das angestrebte BIP-Wachstum von 4 % zu erreichen. Solche Maßnahmen könnten die Marktstimmung möglicherweise früher stabilisieren, als es rein konjunkturell zu erwarten wäre.

Trotzdem sehen die Analysten bei vielen Rohstoffen noch weiteres Abwärtspotenzial. Auf Basis historischer Kostenkurven könnte Kupfer um rund 15 %, Aluminium um 16 % und Zink um bis zu 25 % fallen. Der Markt preist diese Risiken bereits ein: Seit Ende März sind die Preise für Kupfer und Zink an der London Metal Exchange (LME) um mehr als 10 % zurückgegangen.

Allerdings liegen die Preise nach wie vor oberhalb der Deckungskosten – was darauf hindeutet, dass es womöglich weitere Rückgänge braucht, bevor die Produzenten ihre Förderung drosseln. Eine Ausnahme bildet hier die Kraftwerkskohle: In diesem Segment sind erste Produktionsstilllegungen bereits erfolgt.

In diesem Umfeld rückt Gold besonders in den Fokus. „Wir halten Gold kurz- und mittelfristig für das am besten unterstützte Rohstoffinvestment“, so die Analysten. Zu den treibenden Faktoren zählen ein schwächerer Dollar, zunehmende Volatilität sowie kontinuierliche Goldkäufe durch Zentralbanken weltweit. Trotz der bereits hohen Preise ist die Goldquote in vielen Portfolios immer noch vergleichsweise niedrig – was weiteres Aufholpotenzial mit sich bringt.

Auch im Aktienbereich sehen die Analysten Chancen: Sie bezeichnen Edelmetallaktien als „den günstigsten Teilsektor in unserer Coverage“ und nennen Endeavour Mining Corp (TSX:EDV) sowie Hochschild Mining PLC (LON:HOCM) als bevorzugte Titel.

Die aktuellen Bewertungen im Sektor spiegeln die Unsicherheit im Markt wider. Diversifizierte Bergbaukonzerne wie Rio Tinto (NYSE:RIO), BHP (ASX:BHP) Group Ltd (LON:BHPB) und Vale SA ADR (NYSE:VALE) werden derzeit in der Nähe ihrer Kostenunterstützungsniveaus gehandelt – mit einem Kurs-Barwert-Verhältnis von etwa 0,9. Ihre historischen Tiefpunkte lagen allerdings noch deutlich tiefer, bei unter 0,6.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Kommentare (0)

Klicken Sie auf die $-Schaltfläche, geben Sie das Symbol ein und wählen Sie eine Aktie, einen ETF oder einen anderen Ticker zum Verlinken aus.

0/500
Richtlinien für Kommentare
Wird geladen...

Empfohlene Artikel

FOMC-Protokoll: Fed wechselt zu neutraler Abwartehaltung, einige wenige Notenbanker sehen Notwendigkeit für Zinserhöhungen, Aufwärtsrisiken bei der Inflation werden zum Kernkonflikt

Die Federal Reserve hat am 8. Juli das Protokoll ihrer FOMC-Geldpolitiksitzung vom 16. und 17. Juni veröffentlicht. Das Dokument zeigt, dass die Politik der Fed vollständig in eine neutrale, abwartende Haltung übergegangen ist, wobei die Aufwärtsrisiken für die Inflation zum zentralen Widerspruch geworden sind. Diese FOMC-Sitzung sendete ein klares Signal, dass sich die Fed vollständig von ihrer bisherigen einseitigen Tendenz zu Zinssenkungen verabschiedet hat und in eine Phase zweiseitiger, flexibler geldpolitischer Beobachtung eingetreten ist. Eine höher als erwartet ausfallende Inflationshartnäckigkeit und deren Ausweitung sind die Hauptgründe für diesen Kurswechsel, während die Robustheit des Arbeitsmarktes und des Wirtschaftswachstums Spielraum für flexible geldpolitische Anpassungen bietet. Die Notenbankvertreter bestätigten einen weiteren Anstieg der Inflation und wiesen darauf hin, dass der Druck nicht mehr nur auf exogene Faktoren wie Energie und Zölle beschränkt ist. Stattdessen haben sich die Preissteigerungen auf eine breite Palette von Kategorien wie Transport, Flugtickets und Öl ausgeweitet, während die Dienstleistungsinflation ohne Wohnungsbau fast keine Verbesserung zeigt. Kurzfristig wird mit der Erholung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus und dem Nachlassen der marginalen Effekte von Zöllen mit einem allmählichen Rückgang der Inflation gerechnet.
tradingkey.logo
* Referenzen, Analysen und Handelsstrategien werden vom Drittanbieter Trading Central bereitgestellt, und der Standpunkt basiert auf der unabhängigen Bewertung und Beurteilung des Analysten, ohne die Anlageziele und die finanzielle Situation der Investoren zu berücksichtigen.
Risikohinweis: Unsere Website und mobile App bieten lediglich allgemeine Informationen zu bestimmten Anlageprodukten. Finsights stellt keine Finanzberatung oder Empfehlung für ein Anlageprodukt bereit, und die Bereitstellung solcher Informationen darf nicht als Finanzberatung durch Finsights ausgelegt werden.
Anlageprodukte unterliegen erheblichen Anlagerisiken, einschließlich des möglichen Verlusts des investierten Kapitals und sind möglicherweise nicht für jeden geeignet. Die vergangene Wertentwicklung von Anlageprodukten ist nicht unbedingt ein Hinweis auf deren zukünftige Wertentwicklung.
Finsights kann Drittanbietern oder Partnern erlauben, Werbung auf unserer Website oder in unserer mobilen App oder in Teilen davon zu platzieren oder bereitzustellen. Finsights kann für diese Anzeigenvergütung erhalten, basierend auf Ihrer Interaktion mit den Werbeanzeigen.
© Urheberrecht: FINSIGHTS MEDIA PTE. LTD. Alle Rechte vorbehalten.