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Vitalik Buterin möchte Ihre KI von der Cloud auf Ihren Desktop bringen

CryptopolitanApr 2, 2026 11:10 AM

Vitalik Buterin argumentiert, dass der einzig sichere Weg in die Zukunft darin besteht, künstliche Intelligenz auf persönlichen Geräten zu belassen. Er weist auf neue „Agentensysteme“ hin, die erhebliche Sicherheitsrisiken bergen.

Der Ethereum Gründer nutzt keine cloudbasierte künstliche Intelligenz mehr. Er betreibt jetzt alles auf seinen eigenen Rechnern. Und er möchte, dass andere es ihm gleichtun.

veröffentlichte er einen langen Beitrag. Darin erklärte er, er entwickle ein KI-System, das er als „selbstokratisch, lokal, privat und sicher“ bezeichne. Er betonte, seine Sorge sei berechtigt.

„Ich habe große Angst davor, unser gesamtes Privatleben der Cloud-KI auszuliefern“, schrieb er. „Gerade als Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und lokal optimierte Software endlich zum Standard wurden … könnten wir zehn Schritte zurückgeworfen werden.“

Seit Anfang 2026 rät er den Menschen, darauf umzusteigen. Er sieht darin ein Mittel, dem seit Langem anhaltenden Trend hin zu zentralisierten Technologiedienstleistungen entgegenzuwirken.

Warum KI-Agenten Sorgen bereiten – Vitalik Buterin

Ein wesentlicher Faktor für seinen Sinneswandel ist, dass KI nicht mehr das ist, was sie einmal war. Sie ist mehr als nur ein Chatbot, der Antworten liefert.

KI-Systeme können mittlerweile als „Agenten“ agieren, das heißt, sie nutzen Hunderte von Tools, um Aufgaben selbstständig zu erledigen. Buterin ist jedoch der Ansicht, dass die Sicherheitsrisiken dieser Entwicklung nicht ernst genug genommen werden.

Zur Untermauerung dieser These verwies er auf Forschungsergebnisse zu Tools wie OpenClaw . Diese Studien ergaben, dass KI-Agenten wichtige Computereinstellungen oder Messaging-Kanäle ändern können, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen.

Eine gehackte Website könnte beispielsweise einen KI-Agenten dazu verleiten, ein schädliches Skript herunterzuladen und auszuführen, wodurch ein Fremder die vollständige Kontrolle über Ihren Computer erlangt. Die Untersuchung ergab außerdem, dass etwa 15 % der von diesen Agenten verwendeten „Fähigkeiten“ versteckte Befehle enthalten. Diese Befehle senden unbemerkt Benutzerdaten an externe Server.

Shahaf Bar-Geffen leitet das Krypto-Unternehmen COTI. Er formulierte das Datenschutzproblem folgendermaßen: „Ohne Datenschutz ist Web3 dazu verdammt, eine Art Luftschloss zu bleiben, das in der Theorie großartig klingt, aber in der Praxis einfach nicht funktioniert.“

Wie er sein lokales Setup aufgebaut hat

Buterins Lösung besteht darin, alles lokal zu speichern, um Datenschutz und Sicherheit zu verbessern. Er testete verschiedene Hardwarekonfigurationen mit einem Modell namens Qwen3.5:35B. Die Tests ergaben, dass alles unter 50 Token pro Sekunde zu langsam und einfach nur „zu lästig“ ist.

Für seine eigenen Arbeiten stellte er fest, dass 90 Token pro Sekunde die ideale Geschwindigkeit ist.

Von den getesteten Geräten erwies sich der NVIDIA 5090 Laptop mit 90 Token pro Sekunde als leistungsstärkstes. Der als persönlicher Supercomputer vermarktete DGX Spark schaffte hingegen nur 60 Token pro Sekunde.

Buterin nannte es „lächerlich“ und wies darauf hin, dass ein High-End-Laptop ein überlegenes Erlebnis biete.

Vitalik Buterin möchte Ihre KI von der Cloud auf Ihren Desktop bringen
Ein Vergleich der Verarbeitungsgeschwindigkeiten verschiedener Hardwarekonfigurationen für die Ausführung lokaler KI-Modelle. Quelle: Vitalik Buterin

Er nutzt NixOS als Betriebssystem und lässt llama-server im Hintergrund laufen. Außerdem verwendet er das Tool bubblewrap, das isolierte Umgebungen erzeugt, um den Zugriff der KI auf bestimmte Dateien einzuschränken. Er sieht künstliche Intelligenz zwar als nützlich, aber nicht als völlig vertrauenswürdig an, ähnlich wie Ethereum Entwickler mit Smarttracumgehen.

Da lokale Modelle bei komplexeren Denkaufgaben nicht so leistungsfähig sind wie Cloud-basierte, hat er einige praktische Umgehungslösungen entwickelt. Eine davon ist ein Zwei-von-Zwei-Bestätigungsansatz, bei dem die KI beispielsweise einen Entwurf für eine E-Mail oder eine Transaktion erstellt, dieser aber erst nach der Freigabe durch eine Person versendet wird.

Er speichert außerdem lokal einen 1 TB großen Ordner mit Wikipedia-Daten, damit er Dinge nachschlagen kann, ohne Anfragen an das Internet senden zu müssen.

Wenn er ein Remote-Modell benötigt, leitet er die Anfrage über ein lokales Modell weiter, damit dieses sensible Informationen herausfiltern kann. Manche können sich keine eigene Infrastruktur leisten. Für sie schlug Buterin vor, sich mit einer kleinen Gruppe zusammenzuschließen, um einen gemeinsamen Computer mit stabilem Internetanschluss zu erwerben und von dort aus darauf zuzugreifen.

Da künstliche Intelligenz mittlerweile allgegenwärtig ist, hält er Vorsicht für eine Selbstverständlichkeit. Er ist überzeugt, dass das Beschränken von Daten auf lokale Systeme, die Nutzung von Sandboxes und ein gewisses Misstrauen gegenüber dem System praktische Wege sind, die Kontrolle über das eigene digitale Leben zu behalten.

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