Der Derivatemarkt für Bitcoin (BTC) zeigt laut einem Bericht von CryptoQuant vom Mittwoch Anzeichen für eine zunehmende bullische Stimmung.
Dem Bericht zufolge stieg Bitcoin über die Marke von 70.000 US-Dollar, nachdem er in den vergangenen Wochen mehrfach daran gescheitert war, die Niveaus von 63.000 und 66.000 Dollar nachhaltig zu durchbrechen. Die Bewegung löste eine Welle von Short-Liquidationen aus und ebnete den Weg für neue Long-Positionen, insbesondere oberhalb von 73.000 Dollar. Dies deutet darauf hin, dass bullisch ausgerichtete Händler im Markt für unbefristete Futures zunehmend die Oberhand gewinnen.
CryptoQuant zufolge spiegelt die veränderte Positionierung steigende Erwartungen an weitere kurzfristige Kursgewinne wider, insbesondere da Händler nach dem Ausbruch ihre Engagements ausweiten.
Kaufüberhang bei Bitcoin wächst – Zuflüsse an Börsen mahnen zur Vorsicht
Der Bericht verweist zudem auf einen Anstieg von Kaufaufträgen unter Händlern. Das Verhältnis von Taker-Kauf- zu Verkaufsvolumen liegt sowohl bei Bitcoin als auch bei Ethereum weiterhin über 1,0, was darauf hindeutet, dass die Kaufseite den Verkaufsdruck übertrifft. Der Anstieg markiert den höchsten Stand seit Oktober 2025 und signalisiert laut CryptoQuant-Analysten, dass sich Händler auf weiter steigende Kurse positionieren.

BTC & ETH Taker Buy Sell Ratio. Quelle: CryptoQuant
Unterdessen erklärte K33 Research, Bitcoin habe die Marke von 75.000 Dollar überschritten, bevor er in Richtung seines Allzeithochs vom März 2024 bei 73.835 Dollar zurücksetzte. Die Bewegung markierte acht aufeinanderfolgende Tage mit Kursgewinnen und ergab ein Plus von 8 Prozent innerhalb von sieben Tagen.
Der Bericht identifiziert zudem Strategy als einen wichtigen Treiber der Nachfrage. Das auf Bitcoin spezialisierte Treasury-Unternehmen habe innerhalb von zwei Wochen mehr als 40.000 BTC angesammelt, finanziert durch Kapital aus Vorzugsaktienemissionen, was den Kassamarkt deutlich gestützt habe.
Gleichzeitig weist CryptoQuant darauf hin, dass steigende Kurse mit zunehmenden Bitcoin-Zuflüssen auf Börsen einhergehen. Die stündlichen Zuflüsse erreichten demnach bis zu 6.100 BTC.

BTC Exchange Inflows. Quelle: CryptoQuant
Bemerkenswert ist, dass 63 Prozent dieser Zuflüsse aus großen Einzahlungen stammen – ein Muster, das historisch häufig mit möglichem Verkaufsdruck verbunden ist, da Investoren Vermögenswerte an Börsen transferieren.
Zudem deutet der kurzfristige Ausblick für Bitcoin laut CryptoQuant auf wichtige Widerstandsmarken hin. Ein Analyst erklärte, BTC könne zunächst auf Widerstand bei 75.000 Dollar stoßen, was mit dem unteren Band des „On-Chain Realized Price“ für Händler übereinstimmt.
Dieses Niveau fungierte in Phasen von Bärenmärkten historisch als Widerstand. CryptoQuant zufolge liegt der nächste bedeutende Widerstand nahe 85.000 Dollar, entsprechend dem oberen Band derselben Kennzahl. Laut Bericht hatte diese Zone bereits Mitte Januar Kursanstiege gedeckelt, als Bitcoin von 80.000 auf 98.000 Dollar gestiegen war.

BTC Trader Onchain Realized Price Bands. Quelle: CryptoQuant
Bitcoin reagierte bereits auf diese Widerstandszone, nachdem die US-Notenbank (Fed) beschlossen hatte, die Zinsen unverändert in einer Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent zu belassen. In der Folge gab der Kurs deutlich nach und fiel um 4 Prozent auf rund 71.100 Dollar – im Zuge eines breiteren Rückgangs bei Gold und am US-Aktienmarkt.