Der US-Senat hat die Beratungen über den Gesetzentwurf zur Struktur des Kryptomarktes bis April ausgesetzt, da die Abgeordneten ihre Aufmerksamkeit nun auf die Abstimmung über den von Trump unterstützten SAVE America Act richten.
Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, sagte, die Abgeordneten würden den CLARITY Act dann fertigstellen, wenn sie mit dem SAVE America Act fertig seien, einem Wählerausweisgesetz, das einen Staatsbürgerschaftsnachweis für die Registrierung und einen Lichtbildausweis für die Stimmabgabe vorschreibt.
Gemäß dem „Save America Act“ müssen Wähler ihre Staatsbürgerschaft und zur Stimmabgabe einen Lichtbildausweis vorlegen. Präsident dent Trump und viele republikanische Politiker unterstützen das Gesetz zur Wählerausweispflicht und fordern, dass die Abgeordneten diesem Thema höchste Priorität einräumen.
Die Republikaner haben im Senat nur eine knappe Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen, daher wird der SAVE America Act nach den geltenden Regeln ohne Änderungen am Filibuster nicht ohne Weiteres verabschiedet werden können. Thunes erklärte jedoch, er habe keine Pläne für solche Änderungen.
Senator Mike Lee und die Abgeordnete Anna Paulina Luna schlugen einen ständigen Filibuster vor, der die Senatoren zwingen würde, den Gesetzentwurf im Plenum physisch zu blockieren, oder die Regelungen zur Wähleridentifizierung an einen anderen Gesetzentwurf mit höheren Erfolgsaussichten anzuhängen.
Gleichzeitig sagen Wahlrechtsaktivisten, dass das Gesetz es Frauen, jungen Wählern und Minderheiten erschweren wird, an den Wahlen teilzunehmen.
Andererseits sagen Investoren, Fintech-Startups und Unternehmen für digitale Vermögenswerte, dass eine Verzögerung des CLARITY Act, um sich auf den Kryptogesetzentwurf zu konzentrieren, Innovationen, die Mittelbeschaffung und die Akzeptanz neuer digitaler Produkte nur verlangsamen wird.
Ohne klare Richtlinien des CLARITY Acts agieren Krypto-Unternehmen im Dunkeln, was ihre Handlungsfähigkeit betrifft, und riskieren hohe Strafen für Fehler. Der Bankenausschuss des Senats hatte sogar geplant, im Januar zusammenzutreten, um den Gesetzentwurf zu prüfen und zu verabschieden, bevor er dem Senat vorgelegt wird. Das Treffen wurde jedoch verschoben, was in der Krypto-Branche für Frustration sorgt.
Kryptobörsen gaben an, dass sich die Märkte verlangsamen und Innovationen ins Stocken geraten, weil die Verzögerungen und die Unsicherheit die Anleger nervös machen, in digitale Vermögenswerte zu investieren.
Startups haben zudem Schwierigkeiten, Kapital für neue Token oder Blockchain-Projekte zu beschaffen, da Investoren die endgültige Regelung abwarten, bevor sie investieren. Einige Abgeordnete, wie der Senator von Ohio, Bernie Moreno, hofften ebenfalls auf eine Verabschiedung des Kryptogesetzes bis April, doch dies erscheint sehr unwahrscheinlich, da sich der Senat derzeit auf das Wähleridentifikationsgesetz konzentriert.
Das Weiße Haus hat unterdessen mehrere Treffen mit Banken und Vertretern der Kryptoindustrie abgehalten, um die Differenzen im Zusammenhang mit dem CLARITY Act beizulegen. Eine Einigung konnte jedoch noch nicht erzielt werden. Einige Krypto-Experten vermuten, dass Banken und andere Finanzgruppen das Gesetz absichtlich verzögern, da es ihrer Ansicht nach die Kryptoindustrie stärker begünstigt.
Die Verzögerung hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Regulierung digitaler Vermögenswerte, da die Aufsicht weiterhin lückenhaft ist und sich Vermögenswerte wie Stablecoins oder tokenisierte Aktien in einer Grauzone befinden, in der Unternehmen unsicher sind, wie sie agieren sollen. Aus diesem Grund riskieren US-Startups, von internationalen Wettbewerbern mit bereits klaren Regulierungen überholt zu werden, und Investoren werden erst investieren, wenn eindeutige Regulierungen für Blockchain-Dienstleistungen vorliegen.
Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, hat angekündigt, dass der Bankenausschuss den Gesetzentwurf voraussichtlich im April, nach der Abstimmung über den SAVE America Act, beraten wird. Grund dafür ist, dass die Abgeordneten die Versionen des Gesetzentwurfs aus Repräsentantenhaus und Senat angleichen müssen. Es gibt noch einige Punkte, die einer Einigung bedürfen, beispielsweise die Frage, ob digitale Zentralbankwährungen vorübergehend oder dauerhaft verboten werden sollen. Auch die Abstimmung über die Wählerausweispflicht und die Zwischenwahlen 2026 spielen dabei eine Rolle.
Die Verzögerung verdeutlicht die enge Verzahnung der Prioritäten im Senat und die Auswirkungen, die ein bedeutendes Gesetzesvorhaben auf die Zeitpläne anderer haben kann. Für den Krypto-Bereich bedeutet dies, dass das Warten weitergeht, verbunden mit dem Bewusstsein, dass das Gesetz, sobald es verabschiedet wird, bahnbrechend sein könnte.
Es verdeutlicht auch, wie schwierig die Verwaltung eines wachsenden und komplexen Bereichs wie digitaler Vermögenswerte sein kann. Gesetzgeber haben viele unterschiedliche Prioritäten, und Unternehmen müssen sich auf einen möglicherweise relativ schnellen Wandel vorbereiten, sobald der Senat über seinen Kryptogesetzentwurf entschieden hat.
Überlassen Sie das Beste immer noch der Bank? Sehen Sie sich unser kostenloses Video zum Thema „ Ihre eigene Bank sein“ .