
Die Aussichten für neue Token auf den Kryptomärkten im Jahr 2026 sind düster. Laut einer Grafik von Galaxy Research werden rund 85 % der Token-Launches von 2025 bereits unter ihrem TGE-Preis gehandelt. Früher sorgte die Präsenz eines Top-VC-Investors in der Kapitalstruktur für Kursanstiege. Dieser Effekt lässt jedoch rapide nach.
Im zweiten Quartal 2022 sammelten Krypto-Venture-Fonds fast 17 Milliarden US-Dollar ein. Über 80 neue Fonds wurden aufgelegt. Investoren investierten massiv in alles, was das Wort „Krypto“ im Pitch enthielt. Dieser Boom ist vorbei. Der ROI von Venture-Capital-Investitionen ist seit 2022 jährlich gesunken.
Die Zahl der neu aufgelegten Fonds erreichte gerade einen Fünfjahrestiefstand. Das Fundraising im letzten Quartal lag bei lediglich 12 % des Niveaus des zweiten Quartals 2022. Gleichzeitig wird jedoch angemerkt: „Aber Risikokapitalgeber investierten im letzten Quartal 8,5 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 84 % gegenüber dem Vorquartal!“
Laut Galaxy ist das in Kryptogeschäfte fließende Geld allerdings nicht ganz neu. Unternehmen nutzen Kapital, das sie im Jahr 2022 eingeworben haben.
Das von 2023 bis 2025 eingesetzte Kapital entspricht in etwa dem Betrag, der allein im Jahr 2022 eingeworben wurde. Das alte Modell war einfach: Finanzierungsrunde abschließen, Token herausgeben und an Privatanleger verkaufen. Dieses Modell verliert an Bedeutung.
Mit schwindendem Einfluss von Risikokapitalgebern bleiben nur Projekte mit echten Nutzern und realen Umsätzen bestehen. Produkteinführungen wirken fairer. Insiderhandel verlangsamt sich. Weniger Ketten entstehen. Immer mehr Teams konzentrieren sich auf das Produkt statt auf die nächste Finanzierungsrunde.
Der Druck griff auf die großen Kryptowährungen über. Bitcoin fiel auf 60.000 US-Dollar. Dieser Einbruch traf sogenannte „Diamond Hands“ hart. Die Stimmung ähnelte dem LUNA-Crash im Mai 2022. In beiden Zeiträumen fiel der 7-Tage-EMA des Long-Term Holder SOPR unter 1, nachdem er ein bis zwei Jahre darüber gelegen hatte.
Langfristige Anleger mussten Verluste hinnehmen. Solche Entwicklungen treten üblicherweise in ausgeprägteren Bärenmarktphasen auf.
Seit dem 6. Oktober, als Bitcoin sein letztes Allzeithoch erreichte, ist der Kurs um 46 % gefallen. Der Kursrückgang betrug zwischenzeitlich über 52 %.
Dies ist der größte Kursrückgang des aktuellen Zyklus. Der Rückgang spiegelt die übliche Volatilität von Kryptowährungen wider. Er steht zudem im Einklang mit einem schwierigen externen Umfeld. Die makroökonomischen und geopolitischen Bedingungen haben sich verschlechtert. Risikoanlagen gerieten unter Druck.
Im letzten Sommer sah es anders aus.tronKäufe dominierten den Markt. Die Delta-Volumenanalyse zeigte eine stabile Nachfrage. Die Preise stiegen. Seit Oktober hat sich das Blatt gewendet. Das Spot-Nettovolumen-Delta wurde an den großen Börsen deutlich negativ.

Sowohl Binance als auch Coinbase verzeichnen starke Verkäufe. Bei Coinbase liegt der durchschnittliche monatliche Kapitalfluss bei minus 89 Millionen US-Dollar. Bei Binanceliegt er bei fast minus 147 Millionen US-Dollar. Die Verkäufer dominieren den Spotmarkt.
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