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Die Monero-Aktivität bleibt trotz Börsenrücknahmen und geringerer Liquidität über dem Niveau vor 2022

CryptopolitanFeb 17, 2026 11:59 AM

Das Blockchain-Analyseunternehmen TRM Labs berichtete, dass die On-Chain-Aktivität für Monero (XMR) auch nach weit verbreiteten Börsenstreichungen und regulatorischem Druck weiterhin über dem Niveau vor 2022 liegt.

Laut den neuesten Untersuchungen des Unternehmens stabilisierten sich die Transaktionsvolumina in den Jahren 2024 und 2025 auf einem höheren Niveau als im Zeitraum Anfang 2020–2021, was auf eine anhaltende Nachfrage nach der datenschutzorientierten Kryptowährung trotz des eingeschränkten Zugangs zu wichtigen Handelsplätzen hindeutet.

Börsenstreichungen und Liquiditätsengpässe

In den letzten Jahren haben große Plattformen wie Binance , Coinbase, Kraken, OKX, Huobi und Bitstamp Monero aufgrund regulatorischer Bedenken und trac .

Trotz dieser Einschränkungen TRM Labs fest, dass die Nutzung von Monero in der Blockchain nicht zurückgegangen ist. Die Daten zeigen, dass die Aktivität weniger durch gelegentlichen Einzelhandelshandel, sondern vielmehr durch Nutzer getrieben wird, die aktiv nach Datenschutzfunktionen suchen, selbst auf Kosten höherer Hürden und weniger Zugangsmöglichkeiten.

Die Liquiditätslücke zeigt sich auch im Zahlungsverhalten. Obwohl Ransomware-Gruppen häufig Monero fordern und mitunter Rabatte für XMR-Zahlungen anbieten, werden die meisten Lösegeldzahlungen weiterhin in Bitcoinabgewickelt.

TRM Labs führte dies auf Liquiditäts- und Benutzerfreundlichkeitsüberlegungen zurück und merkte an, dass Bitcoin trotz seiner besseren tracweiterhin einfacher in großem Umfang zu erwerben und umzutauschen sei.

Marktdaten der letzten 30 Tage verdeutlichen den Liquiditätsunterschied zusätzlich. Monero wies eine etwa zweieinhalbfach höhere Volatilität als Bitcoin und Ethereum , was auf kleinere Märkte und eine ungleichmäßigere Struktur anstelle von isolierten Preisschocks hindeutet.

TRM Labs berichtete über die zunehmende Akzeptanz von Monero auf Darknet-Marktplätzen. Im Jahr 2025 unterstützten nur 48 % der im Darknet gestarteten Marktplätze Zahlungen mit XMR.

Netzwerkforschung deckt ungewöhnliches Peer-Verhalten auf

Zusätzlich zur Transaktionsanalyse untersuchte TRM Labs in Zusammenarbeit mit akademischen Forschern das Verhalten von Monero in seinem Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P). Die vorab auf arXiv veröffentlichte Studie fand messbare Abweichungen von den erwarteten Protokollmustern.

Den Ergebnissen zufolge zeigten etwa 14–15 % der erreichbaren Monero-Peers ein nicht-standardmäßiges Verhalten. Zu den beobachteten Abweichungen zählten unregelmäßige Handshake-Muster, ungewöhnliche Nachrichtenzeiten und ungewöhnliche Zusammensetzungen der Peer-Liste.

Ein zentrales Thema der Forschung war die Konzentration der Infrastruktur. Eine geringe Anzahl von Hosting-Umgebungen beherbergte eine große Anzahl nicht standardkonformer Peers. In Peer-to-Peer-Systemen kann eine solche Konzentration die Transparenz der Nachrichtenverteilung und der Netzwerktopologie im Zeitverlauf beeinflussen.

TRM Labs fügte hinzu, dass zwar Sicherheitsmaßnahmen auf der Monero-Blockchain, wie Ringsignaturen und versteckte Adressen, weiterhin bestehen, die Dynamik auf der Netzwerkschicht jedoch Zweifel an der Theorie der Anonymität aufkommen lassen könnte.

Zusätzlich zu dieser Einschätzung hat TRM Labs noch einen weiteren Schritt unternommen und eine Series-C-Finanzierungsrunde in Höhe von 70 Millionen US-Dollar angekündigt

Die Finanzierungsrunde wurde von Blockchain Capital angeführt und umfasste die Beteiligung von Goldman Sachs, Citi Ventures, Galaxy Ventures und weiteren bestehenden Investoren. Das neue Kapital soll die Produktentwicklung und die internationale Expansion beschleunigen, während TRM die Partnerschaften mit Strafverfolgungsbehörden und großen Finanzinstituten weiter ausbaut.

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