tradingkey.logo

IIF warnt: Britische Stablecoin-Regeln könnten Wettbewerbsfähigkeit gegenüber MiCA beeinträchtigen

CryptopolitanFeb 13, 2026 3:01 PM

Das Institute of International Finance (IIF) hat am Dienstag in einem Stellungnahmeschreiben offiziell auf die regulatorische Konsultation der Bank of England (BoE) reagiert. Das Schreiben behandelte Themen wie Kapitalnormen, grenzüberschreitende Aufsicht und Mindestreserveanforderungen.

Die Reaktion erfolgte zu einem Zeitpunkt, als britische Politiker über Regeln für auf Pfund Sterling lautende Stablecoins berieten.

Die Bank von England hat Ende letzten Jahres eine Konsultation eingeleitet, um zu klären, wie systemrelevante, an das Pfund Sterling gekoppelte Stablecoins reguliert werden sollten, wenn sie in großem Umfang für Zahlungen verwendet werden. 

Laut der Bank of England könnten Stablecoins bei breiter Akzeptanz in Großbritannien schnellere, günstigere und effizientere Zahlungen ermöglichen. Das Mandat der Bank wurde im Rahmen des Financial Services and Markets Act von 2023 erweitert und umfasst nun auch digitale Zahlungsmittel wie systemrelevante Stablecoins, die die Finanzstabilität beeinflussen können. 

Der Stablecoin-Rahmen der Bank of England stößt in der Branche auf kritische Beobachtung und Debatten

Aus dem Bericht der Zentralbanken ging hervor , dass diese Token von der Bank und der Finanzaufsichtsbehörde gemeinsam überwacht würden, nachdem das britische Finanzministerium sie als systemrelevant eingestuft hatte dent

Das britische Finanzministerium (HM Treasury) prüft, ob ein Zahlungssystem oder ein Dienstleister ein systemisches Risiko darstellt. 

Emittenten unterliegen nach ihrer Benennung den Aufsichtsbefugnissen des Bankengesetzes. Dies umfasst die Möglichkeit, Informationen anzufordern, Regeln festzulegen und bei Verstößen Maßnahmen zu ergreifen.

Stablecoins, die im Privat- und Firmenkundengeschäft weit verbreitet sind, würden einer gemeinsamen Regulierung durch die Bank von England und die FCA unterliegen. Laut der Bank von England würden nicht-systemrelevante Token oder solche, die hauptsächlich für den Kryptohandel verwendet werden, ausschließlich der Aufsicht der FCA unterliegen.  

Die Bank schlug darüber hinaus spezifische Mindestreserveanforderungen für systemrelevante Stablecoin-Emittenten vor, um die Stabilität und Liquidität dieser Regulierungen zu gewährleisten. Sie empfahl, dass Emittenten bis zu 60 % der kurzfristigen britischen Staatsschulden und mindestens 40 % der zugrunde liegenden Vermögenswerte als nicht eingezahlte Zentralbankeinlagen halten sollten. Die Verantwortlichen argumentierten, dass diese Aufteilung von 60 % zu 40 % die Liquidität sichern und gleichzeitig moderate Renditen für die Emittenten ermöglichen würde. 

Die britischen Entscheidungsträger lehnten es jedoch ab, einen höheren Anteil der Staatsverschuldung von bis zu 60 % zuzulassen. Sie argumentierten, dass dies das Vertrauen untergraben könnte, wenn die Emittenten nicht über genügend cash verfügten, um kurzfristige Rückzahlungsforderungen zu erfüllen. 

Die Bank von England argumentierte, dass die 40%ige Einlage im Falle eines Marktschocks für sofortige Liquidität sorge und Berechnungen für Abhebungen in Stressszenarien widerspiegele.

Die IFF stellte die Frage, ob die von der Bank vorgeschlagene 40%ige unverzinste Besicherungspflicht mit anderen Regelungen, wie etwa dem europäischen MiCA-Rahmen, konkurrenzfähig wäre. 

Der Branchenverband äußerte zudem Zweifel an der Durchführbarkeit von Beschränkungen für erlaubnisfreie Blockchains und forderte präzisere defivon Begriffen wie „digitale Abwicklung“ und „qualifizierter Stablecoin“  

Der Branchenverband empfahl der Bank of England (BoE), alternative verzinsliche Vermögenswerte wie Einlagen bei Geschäftsbanken oder spezielle Geldmarktfonds zuzulassen. Die BoE solle sich an internationale Standards und die Vorschriften der britischen Finanzaufsichtsbehörde (FCA) bezüglich nicht-systemrelevanter Token halten. Zudem plädierte für transparentere Kriterien bei Szenarioanalysen und mehr Freiheit bei internen Modellierungsmethoden. Der IFF schlug ferner eine Angleichung an internationale Regulierungsrahmen vor, um Arbitrage zwischen banknahen und nicht-banknahen Emittenten zu verhindern.

Großbritannien startet Untersuchung zu Stablecoins und bittet die Branche um Feedback

Großbritannien verstärkt seine Kontrollen der Kryptowährungsbranche mit einer neuen parlamentarischen Untersuchung zu Stablecoins und laufenden Diskussionen auf Zentralbankebene über den Einlagenschutz.

Der Ausschuss für Finanzdienstleistungsregulierung des britischen Oberhauses rief im vergangenen Monat zur Einreichung von Stellungnahmen zu seiner neuen Untersuchung über das Wachstum und die geplanten Regulierungen von Stablecoins in Großbritannien auf. Der Ausschuss erfragte Daten zu den Chancen und Risiken für die britische Wirtschaft, die sich aus dem Aufstieg von Stablecoins ergeben, deren Wert in US-Dollar und Pfund Sterling angegeben wird.

Der Ausschuss bat außerdem um Informationen darüber, wie sich der Markt für auf Pfund Sterling lautende Stablecoins in Großbritannien in den kommenden Jahren voraussichtlich entwickeln wird. Er fragte: „Gibt es in Großbritannien bereits regulatorische Bestimmungen, die das Wachstum von Stablecoins beeinflussen?“

Lord Forsyth of Drumlean, Vorsitzender des Ausschusses für Finanzdienstleistungsregulierung, erklärte, der Ausschuss begrüße Beiträge und Ansichten von allen, die über Fachkenntnisse oder Interesse in diesem Bereich verfügen. 

Die Frist für die Einreichung schriftlicher Nachweise endet am Mittwoch, den 11. März 2026 um 23:59 Uhr.

Die klügsten Köpfe der Krypto-Szene lesen bereits unseren Newsletter. Möchten Sie auch dabei sein? Dann schließen Sie sich ihnen an .

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Verwandte Artikel

KeyAI