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Baidu integriert den OpenClaw-KI-Agenten in seine gesamte Hauptsuch-App

CryptopolitanFeb 13, 2026 2:20 PM

Baidu integriert ab Freitag den KI-Assistenten OpenClaw in seine Haupt-Suchmaschine für Smartphones. Nutzer, die die neue Funktion aktivieren, können direkt in der App mit dem Tool kommunizieren. OpenClaw unterstützt bei Aufgaben wie dem Schreiben von Code, der Terminplanung und dem Sortieren digitaler Dateien.

OpenClaw ist damit erstmals außerhalb von Messaging-Plattformen wie WhatsApp oder Telegram verfügbar. Es wurde ursprünglich in Österreich entwickelt und als Open-Source-Software veröffentlicht.

Bislang mussten Nutzer separate Apps verwenden, um OpenClaw auszuführen. Baidu, Tencent und Alibaba hatten OpenClaw auf ihren Cloud-Systemen zugelassen, doch dieses Update integriert es nun direkt in eine der größten chinesischen Verbraucher-Apps.

Baidu erweitert den OpenClaw-Zugang auf Apps und E-Commerce-Plattformen

Baidu gibt an, dass seine Hauptsuch-App rund 700 Millionen monatlich aktive Nutzer hat. Durch die neue Einführung könnte ein großer Teil davon schon bald täglich OpenClaw nutzen.

Ein Sprecher von Baidu erklärte: „Nutzer können OpenClaw direkt in unserer Such-App verwenden, um alltägliche Aufgaben schnell zu erledigen.“ Doch damit nicht genug. Das Unternehmen integriert OpenClaw auch in weitere Bereiche wie E-Commerce und digitale Dienste.

Qwen bereits die Entwicklung vorangetrieben. In den sechs Tagen bis zum 11. Februar half der Bot nach eigenen Angaben bei der Abwicklung von über 120 Millionen Kundenbestellungen.

Kunden, die Qwen nutzen, erhalten Produktvorschläge, können diese vergleichen und über Alipay bezahlen, ohne die App zu verlassen.

Doch nicht alle begrüßen diese Tools. Das Cybersicherheitsunternehmen CrowdStrike warnte vor den Risiken von Tools wie OpenClaw. „Es ist gefährlich, diesen KI-Systemen uneingeschränkten Zugriff auf Geschäftssysteme zu gewähren“, so das Unternehmen. Diese Warnung erfolgt vor dem Hintergrund, dass immer mehr Unternehmen ihre Systeme mit KI vernetzen.

BaiduWiki, Ernie Assistant und das Streben nach globaler Reichweite

Während Baidu startete das Unternehmen Anfang der Woche still und leise ein neues Projekt namens BaiduWiki. Es handelt sich um eine Wikipedia-ähnliche Plattform, die in fünf Sprachen verfügbar ist: Englisch, Spanisch, Französisch, Russisch und Japanisch. Aufzeichnungen der Wayback Machine zeigen, dass die Website am Montag online ging.

In einem mittlerweile gelöschten Beitrag auf Baidus Account auf X hieß es, das neue Tool sei die „internationale Version“ der älteren Enzyklopädie-Plattform Baidu Baike, die 2008 gegründet wurde.

Das Unternehmen gibt an, bereits über eine Million Einträge auf BaiduWiki zu haben, die alle mithilfe mehrerer KI-Systeme übersetzt wurden. Zum Vergleich: Baidu Baike umfasste im Januar 30 Millionen Artikel in chinesischer Sprache.

Gleichzeitig aktualisierte das Unternehmen seinen Ernie Assistant mit einer neuen globalen Suchfunktion. Diese ermöglicht den 200 Millionen Nutzern direkten Zugriff auf Reiseinformationen und Sehenswürdigkeiten weltweit. Analysten sehen darin einen wichtigen Bestandteil der Strategie von Baidu, die Informationslücke zwischen Nutzern in China und internationalen Lesern zu schließen.

Zhang Yi, Leiter des Marktforschungsunternehmens iiMedia, erklärte, das Tool helfe chinesischen Unternehmen bei der Internationalisierung. „Für lokale Firmen, die expandieren wollen, gab es schon immer ein Sprachproblem. Das könnte sich damit lösen“, sagte er. Laut einem Bericht der staatlichen Zeitung Shanghai Securities News plant das Unternehmen außerdem, die globale Suche auf Bereiche wie Technologie und Wissenschaft auszuweiten.

Diese Änderungen könnten vielen Geschäftsbereichen von Baidu über China hinaus zu einem deutlichen Wachstum verhelfen. Dazu gehören KI, Cloud-Dienste und Werbung, die allesamt auf wachsende internationale Nutzerzahlen angewiesen sind. Analysten sehen darin einen Teil einer wesentlich umfassenderen Expansionsoffensive.

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