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Jeffrey Schmid, Chef der Federal Reserve Bank von Kansas City, signalisiert vorsichtigen Optimismus für 2026

CryptopolitanFeb 12, 2026 6:00 PM

Die Federal Reserve Bank der Vereinigten Staaten mit Sitz in Kansas City, Missouri, hielt kürzlich eine Rede auf dem Wirtschaftsforum von Albuquerque, New Mexico, um über die Geldpolitik und die wirtschaftlichen Aussichten des Landes für das Jahr 2026 zu sprechen.

Der Präsident dent CEO der Federal Reserve Bank von Kansas City , Jeffrey Schmid, hielt am Mittwoch vor einer großen Gruppe lokaler Wirtschaftsführer, politischer Entscheidungsträger, Ökonomen und Finanzexperten eine Rede. Die Federal Reserve Bank von Kansas City ist eine von zwölf regionalen Zentralbanken, die die nationale Geldpolitik mitgestalten. Die Rede fand im Rahmen des Wirtschaftsforums von Albuquerque statt, einer jährlichen Veranstaltung, bei der verschiedene Akteure zusammenkommen, um regionale und nationale Wirtschaftsthemen zu erörtern. Im Mittelpunkt von Schmids Rede stand die aktuelle Lage der US-Wirtschaft und ihre Prognose für das kommende Jahr.

Schmid zeigte sich trotz der aktuellen Unsicherheit an den Finanzmärkten recht optimistisch hinsichtlich der Entwicklung der US-Wirtschaft im Jahr 2026. Neben seinem allgemeinen Wirtschaftsausblick sprach er in seiner Rede unter anderem über Produktivitätstrends und KI, Inflation und Geldpolitik sowie die Bilanz der Federal Reserve. Er ging außerdem auf angebots- versus nachfragegetriebenes Wachstum, die Nachfragedynamik und die Interpretation von Preisschocks ein.

Rede von Jeff Schmid und US-Wirtschaftsausblick 2026

Schmid eröffnete seine Rede mit einem Überblick über die Rolle der Federal Reserve Bank von Kansas City innerhalb der regionalen Struktur der US-Notenbank. Er ging dabei auf die lokalen Wirtschaftsdaten für die Region ein und erläuterte, wie diese die nationale Geldpolitik mitgestalten. Anschließend weitete er seinen Blick auf die gesamtwirtschaftlichen Aussichten der USA im Jahr 2026 aus. Schmid erklärte, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal 2025 um 4,4 % gewachsen sei und weitere verfügbare Daten vom Ende des Vorjahres zeigten, dass die Wirtschaft bis Ende 2025 weiterhin robust bleibe. Dies sei vor allem auf Konsumausgaben und Investitionen im Bereich Künstliche Intelligenz zurückzuführen.

In Bezug auf die Inflation vertrat er eine eher vorsichtige Position und erklärte im Wesentlichen, dass man nicht aufgrundtronBIP-Zahlen von einem Rückgang ausgehen könne. Einerseits führte er aus, dass angebotsgetriebenes Wirtschaftswachstum, das durch Faktoren wie eine gesteigerte, KI-gestützte Produktivität angekurbelt werden kann, disinflationär wirke. Nachfragegetriebenes Wachstum hingegen sei nicht disinflationär. Dieses entstehe, wenn die Konsumausgaben stiegen, die Kreditvergabe ausgeweitet und die Finanzbedingungen gelockert würden. Die Inflation liege seit fast fünf Jahren über dem Zielwert der US-Notenbank. Dies deute darauf hin, dass die Wirtschaft, obwohl die Nachfrage weiterhintronsein könnte, möglicherweise auch weiterhin über ihrer nachhaltigen Kapazität operiere.

Bei der Festlegung des richtigen geldpolitischen Kurses ist es laut Schmid entscheidend, die Ursachen des Wirtschaftswachstums zu verstehen.tronBIP-Zahlen rechtfertigen keine Zinssenkungen, wenn das Wachstum nachfragegetrieben ist. Ist es jedoch angebotsgetrieben, wäre eine Lockerung der Geldpolitik gerechtfertigt. Daher ist Schmid der Ansicht, dass die Fed von einer Lockerung der Geldpolitik absehen sollte, bis die Ursachen des US-Wirtschaftswachstums geklärt sind.

Künstliche Intelligenz, Geldpolitik und die Bilanz der US-Notenbank

Jeff Schmid ist der Ansicht, dass die jüngsten Produktivitätstrends auf ein zumindest teilweise angebotsgetriebenes Wirtschaftswachstum hindeuten. Er erklärte, dass die Produktivität trotz weiterhin niedriger Neueinstellungen im Jahr 2025 gestiegen sei, ohne dass die Lohnkosten im gleichen Maße zugenommen hätten. Dies könnte die weitverbreitete Einführung von KI widerspiegeln und darauf hindeuten, wie Unternehmen durch deren Einsatz Kosten senken und gleichzeitig die Produktion steigern konnten.

Schmid ist jedoch der Ansicht, dass die Datenlage hierfür nicht ausreicht. Stattdessen führt er die Situation auf einen Arbeitsmarkt mit geringem Neueinstellungen, wenigen Entlassungen und niedrigen Kündigungsraten zurück und betont, dass Unternehmensinvestitionen in KI zu einem nachfrageorientierten Wirtschaftswachstum beigetragen haben. Schmid ist weiterhin optimistisch, dass KI und andere technologische Innovationen künftig zu einem nicht-inflationären, angebotsorientierten Wachstumszyklus führen werden.

In Bezug auf die Geldpolitik unterstützte Schmid die Entscheidung des Offenmarktausschusses ( FOMC ), die Zinssenkungen im Januar auszusetzen. Er betonte, es sei dessen Aufgabe, die Inflation bei etwa 2 % zu halten und Vollbeschäftigung zu gewährleisten. Da die Inflation derzeit bei fast 3 % liegt, hält er es für angemessen, an einer relativ restriktiven geldpolitischen Lockerung festzuhalten, um eine anhaltende Inflation zu verhindern. Die Reaktion der Zentralbank auf die Inflation wird letztlich darüber entscheiden, ob Preisschocks vorübergehend oder dauerhaft sind.

Jeff Schmid vertritt die Auffassung, Bilanz der US-Notenbank nur zur Aufrechterhaltung der Zinskontrolle und Liquidität wachsen und im Laufe der Zeit verkleinert werden sollte. Er ist der Ansicht, dass die Fed derzeit eine zu große Präsenz auf den Finanzmärkten hat und ihre Beteiligungen an hypothekenbesicherten Wertpapieren weiter reduzieren muss, um sich künftig auf eine kleinere, auf Staatsanleihen fokussierte Bilanz zu konzentrieren.

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