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Die Danske Bank empfiehlt Kryptowährungen nicht als Anlageklasse

CryptopolitanFeb 11, 2026 3:20 PM

Die Danske Bank hat die Einführung von Bitcoin und Ethereum -ETP-Anlagedienstleistungen für ihre Online- und Mobile-Banking-Kunden bekannt gegeben. Damit endet ein achtjähriges Verbot von Krypto-Dienstleistungen.

„Die ETPs ermöglichen einen einfachen und unkomplizierten Zugang zu Bitcoin und Ethereum , ohne dass Anleger eine digitale Geldbörse zur Aufbewahrung der Kryptowährungen benötigen. Dadurch werden die damit verbundenen Unannehmlichkeiten und Risiken vermieden“, teilte die Bank in der Pressemitteilung mit.

Kerstin Lysholm, Leiterin des Bereichs Investmentprodukte und -dienstleistungen der Bank, erklärte, dieser Schritt sei eine Reaktion auf die steigende Kundennachfrage. Sie merkte an, dass der Kryptomarkt in den letzten Jahren, insbesondere durch die Umsetzung der EU-Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA), „besser reguliert“ worden sei. 

„Da Kryptowährungen zu einer immer gängigeren Anlageklasse geworden sind, erhalten wir eine steigende Anzahl von Anfragen von Kunden, die die Möglichkeit haben möchten, in Kryptowährungen als Teil ihres Anlageportfolios zu investieren“, sagte sie.

Die Danske Bank empfiehlt Kryptowährungen nicht als Anlageklasse

Die Danske Bank hatte zuvor eine ablehnende Haltung gegenüber Kryptowährungen eingenommen. Im Jahr 2018 weigerte sich das Finanzinstitut, jeglichen Kryptohandel über seine Plattformen anzubieten oder zu unterstützen. 

Im Bericht jenes Jahres stellte : „Insgesamt stehen wir Kryptowährungen negativ gegenüber und empfehlen unseren Kunden dringend, nicht in Kryptowährungen zu investieren.“ tron erneuerte ihr internes Kryptoverbot später im Jahr 2021.

Trotz der Einführung der ETPs betont die Danske Bank weiterhin, dass sie Kryptowährungen nicht als Anlageklasse empfiehlt. Sie stuft sie als „spekulative Anlagen“ und nicht als langfristige Anlageoptionen ein. Daher bietet die Bank keine Beratungsdienstleistungen für Kryptowährungen an.

Lysholm wies außerdem darauf hin, dass Danske Produkte nur Kunden anbietet, die einen „Eignungstest“ bestanden haben, um sicherzustellen, dass sie die damit verbundenen Risiken verstehen. 

Die Bank hat sich mit ihren Investitionen auch Krypto-Unternehmen ausgesetzt. Die Danske Bank gab bekannt, ihre Beteiligung an MicroStrategy (MSTR) um 13.840 Aktien aufgestockt zu haben. Aktuell hält die Danske Bank 132.746 MicroStrategy-Aktien mit einem Portfoliowert von 17,6 Millionen US-Dollar. 

Laut Daten von Triple-A gab es in Dänemark im Jahr 2024 70.605 Kryptobesitzer, was etwa 1,2 % der Gesamtbevölkerung entsprach. Im Bericht „Geography of Crypto 2025“ von Chainalysis belegte Dänemark hinsichtlich der Krypto-Akzeptanz, gemessen am On-Chain-Wert zentralisierter und dezentralisierter Plattformen, Platz 84 von 151 Ländern.

Dänemark wird ab 2026 nicht realisierte Kryptogewinne besteuern

Das dänische Steuersystem ist derzeit für Kryptohändler relativ unattraktiv trac Kryptogewinne werden zum Gesamteinkommen einer Person hinzugerechnet und anschließend mit dem individuellen Steuersatz besteuert.

Vor zwei Jahren veröffentlichte der dänische Steuerrat einen umfassenden Bericht, in dem er eine Umstellung auf eine „Bestandsbesteuerung“ oder Marktbewertungsregeln für Krypto-Assets empfahl. Dadurch würden Kryptowährungen ähnlich wie Aktien und Anleihen behandelt, wobei eine jährliche Steuer von bis zu 42 % auf realisierte oder unrealisierte Gewinne des gesamten Portfoliowerts erhoben würde. 

Die dänischen Regulierungsbehörden wollten vermeintliche Lücken in den geltenden Regelungen schließen, die lediglich realisierte Gewinne aus Verkäufen, Tauschgeschäften oder Veräußerungen als persönliches Einkommen besteuern. Die Änderungen sollten 2026 in Kraft treten und sich auf Bestände erstrecken, die bis in die Anfänge von Bitcoinzurückreichen.

Stand Februar 2026 ist der Vorschlag noch nicht in Kraft getreten. Quellen der dänischen Steuerbehörde und des Finanzministeriums bestätigten, dass die Empfehlungen von 2024 noch nicht abschließend diskutiert wurden. 

Kritiker weisen unterdessen auf Risiken wie Liquiditätsprobleme hin. Berücksichtigt man diese Auswirkungen, werden Anleger wahrscheinlich Vermögenswerte verkaufen, um Steuern auf Buchgewinne und potenzielle Kapitalflucht zu decken. Die Regierung hat zwar angekündigt, entsprechende Gesetze einzuführen, doch ein endgültiger Gesetzentwurf liegt noch nicht vor. Daher konzentriert sich Dänemarks Kryptosteuerregelung vorerst auf realisierte Ereignisse. 

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