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State Street warnt, dass der Dollar um bis zu 10 % fallen könnte, da Zinssenkungen der Fed das Risiko eines Anstiegs bergen

CryptopolitanFeb 11, 2026 12:27 AM

Strategen der State Street Corp. sagen, der Dollar könnte in diesem Jahr um bis zu 10 % fallen, wenn die Federal Reserve die Zinssätze stärker senkt als erwartet. 

Diese Vorsicht rührt daher, dass Anleger weiterhin wachsam mögliche Kursänderungen und die Führung der US-Notenbank (Fed) beobachten. Eine Lockerung der Geldpolitik, so die Analysten des Unternehmens, dürfte den Dollar schwächen, indem sie seine Attraktivität für internationale Investoren verringert und die Währung weiter unter Druck setzt.

State Street, einer der weltweit größten Vermögensverwalter, berichtet, dass der US-Dollar bereits so schwach wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Stratege Lee Ferridge erläuterte diese Einschätzung auf einer Konferenz in Miami und erklärte, dass weitere Kursverluste möglich seien, sollten sich die Finanzbedingungen weiter lockern.

Ferridge erklärte, die Hauptprognose des Unternehmens für das Jahr sei, dass die US-Notenbank die Zinsen zweimal senken werde. Er fügte jedoch hinzu, dass weitere Zinssenkungen durchaus möglich seien. Zwei Zinssenkungen seien ein realistisches Basisszenario, so Ferridge, aber je nach Wirtschaftsentwicklung seien auch drei Senkungen denkbar.

Bei hohen US-Zinsen halten globale Investoren Dollar-basierte Anlagen, da diese überdurchschnittliche Renditen bieten. Sinken die Zinsen jedoch, werden die Renditen wenigertrac, und die Investoren ziehen sich zurück, steigen aus dem Dollar-Sektor aus und investieren in andere Bereiche.

Sinkende Zinsen machen Kredite für viele erschwinglich. Infolgedessen steigen Konsum und Investitionen. Dies kann zwar das Wirtschaftswachstum ankurbeln, aber gleichzeitig die Stärke und Nachfrage des Dollars schwächen, insbesondere bei ausländischen Investoren, die anderswo höhere Renditen anstreben.

Ein möglicher Führungswechsel bei der Fed erhöht die Erwartungen an eine Zinssenkung

Ein weiterer Faktor, der die Stärke des Dollars beeinflussen könnte, ist eine mögliche Umstrukturierung der Fed-Führung. Präsident dent tiefgreifendere Zinssenkungen  befürworten kann

Ein solcher Führungswechsel könnte darauf hindeuten, dass das Land seine Geldpolitik deutlich lockern würde. Eine solche Kursänderung würde die Erwartungen an niedrigere Zinsen verstärken und den Dollar weiter schwächen. 

Derzeit liegt der Zielzins der US-Notenbank zwischen 3,50 % und 3,75 %. Die Finanzmärkte rechnen nun ebenfalls mit einer vorsichtigen Herangehensweise und erwarten zwei Zinssenkungen in diesem Jahr. 

Laut Daten des FedWatch Tools der CME Group gehen Anleger davon aus, dass die erste Zinssenkung im Juni erfolgen wird, obwohl zuvor noch zwei Sitzungen des geldpolitischen Ausschusses stattfinden. Sollte die Fed die Zinsen letztendlich stärker senken als bisher erwartet, könnte der Dollar weiter unter Druck geraten. 

Anleger reagieren schnell auf Veränderungen der Zinserwartungen, und selbst Anzeichen für künftige Zinssenkungen können erhebliche Auswirkungen auf den Devisenmarkt haben.

Eine Dollar-Schwäche könnte die Nachfrage nach Bitcoin und anderen Vermögenswerten verändern

Ein schwächerer US-Dollar beflügelt oft risikoreichere Anlagen wie Bitcoin. Historisch gesehen bewegen sich die BTC-Kurse tendenziell gegenläufig zum Dollar-Index, was bedeutet, dass Bitcoin und andere alternative Anlagen für Anlegertracwerden können, wenn der Dollar fällt.

Die Dollar-Schwäche hat eine ähnliche Rolle gespielt wie die gute Performance auf den Kryptomärkten. Manche Anleger sehen Bitcoin als Absicherung gegen die Risiken von Fiatwährungen, insbesondere in Zeiten lockerer Geldpolitik. Dieser Zusammenhang ist jedoch nicht immer gegeben. 

Es gab durchaus Phasen, in denen Bitcoin aufgrund der Dollar-Schwäche gefallen ist. Auch andere Faktoren wie die Stimmung der Anleger, Gewinnmitnahmen und allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit können die Kryptowährungspreise beeinflussen. 

Die Warnung von State Street spiegelt vorerst wider, inwieweit der Dollar auf politische Entscheidungen und die Erwartungen der Anleger reagiert.

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