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Alphabet Inc. hat sich 2,4 Millionen Quadratfuß Bürofläche in Bangalore gesichert

CryptopolitanFeb 3, 2026 8:50 PM

Alphabet Inc., das Unternehmen, dem Google gehört, bereitet sich auf eine große Expansion in Indien vor, indem es Büroflächen sichert, die letztendlich Zehntausende weitere Mitarbeiter im Technologiezentrum des Landes beherbergen könnten.

Das Silicon-Valley-Unternehmen hat einen Mietvertrag für ein Bürogebäude in Alembic City, einem Gewerbegebiet im Technologieviertel Whitefield in Bangalore, unterzeichnet und sich Optionen für zwei weitere gesichert, wie Bloomberg von mit dem Vorgang vertrauten Personen erfuhr. Die drei Gebäude bieten insgesamt 2,4 Millionen Quadratfuß Bürofläche. Im ersten Gebäude sollen in den nächsten Monaten die ersten Mitarbeiter einziehen, die beiden anderen sollen 2026 fertiggestellt werden.

Immobilienoptionen räumen potenziellen Mietern das exklusive Recht ein, Immobilien für einen bestimmten Zeitraum zu Festpreisen zu mieten oder zu kaufen. Alphabet wird seine Optionen für die zusätzlichen Gebäude aber möglicherweise nicht nutzen.

Sollte das Unternehmen alle drei Türme beziehen, könnten dort bis zu 20.000 weitere Mitarbeiter arbeiten. Dies würde die derzeitige Belegschaft von Alphabet in Indien mehr als verdoppeln, so mit der Angelegenheit vertraute Personen, die anonym bleiben möchten, da die Pläne noch nicht öffentlich sind. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 14.000 Mitarbeiter in Indien, von weltweit etwa 190.000.

Auf Nachfrage erklärte Alphabet, dass das Unternehmen in mehreren indischen Städten, darunter Bangalore, bedeutende Niederlassungen unterhält. Ein Unternehmenssprecher teilte per E-Mail mit, dass Alphabet „nur einen Turm“ mit 650.000 Quadratfuß Bürofläche angemietet habe. Der Sprecher wollte sich weder zu Optionen für weitere Gebäude äußern noch die Anzahl der Mitarbeiter des Unternehmens in Indien preisgeben.

Trumps Visabeschränkungen treiben Technologieunternehmen ins Ausland

Die Expansionspläne erfolgen vor dem Hintergrund, dass die Einwanderungspolitik vondent Donald Trump die Einreise ausländischer Arbeitskräfte in die USA erschwert und Technologieunternehmen dazu veranlasst hat, stattdessen verstärkt im Ausland Mitarbeiter einzustellen. Indien hat sich für amerikanische Unternehmen zu einem wichtigen Rekrutierungsstandort für Arbeitskräfte entwickelt, insbesondere angesichts des zunehmenden Wettbewerbs im Bereich der künstlichen Intelligenz.

Unternehmen, die mit Google konkurrieren, darunter OpenAI und Anthropic PBC, haben sich kürzlich in Indien niedergelassen. Anthropic stellte im Januar die ehemalige Microsoft-Managerin Irina Ghose ein, um die indischen Niederlassungen zu leiten. „Indien hat die einmalige Chance, die Entwicklung und den großflächigen Einsatz von KI maßgeblich mitzugestalten“, sagte Ghose damals.

Für US-amerikanische Technologieunternehmen dient Indien als Umgehung der verschärften Einwanderungsbestimmungen Washingtons. Die Trump-Regierung plant, die Gebühren für H-1B-Arbeitsvisa auf bis zu 100.000 US-Dollar pro Antrag anzuheben, was es deutlich erschwert, indische Ingenieure in die USA zu holen.

Dieser Wandel treibt das Wachstum sogenannter globaler Kompetenzzentren voran. Dabei handelt es sich um Technologiezentren, die von internationalen Unternehmen verschiedenster Branchen – von Software und Einzelhandel bis hin zum Finanzwesen – betrieben werden. Viele dieser Zentren konzentrieren sich mittlerweile auf die Entwicklung von KI-Produkten und -Systemen. Nasscom, der indische Branchenverband der IT-Industrie, geht davon aus, dass diese Zentren bis 2030 2,5 Millionen Mitarbeiter beschäftigen werden, gegenüber 1,9 Millionen heute.

Google ist in Indien bereits ein wichtiger Akteur

Im vergangenen Jahr eröffnete das Unternehmen seinen größten Campus in Bangalore mit Indoor-Minigolfanlagen, Pickleball-Plätzen und Cafeterien, in denen Kardamomtee serviert wird.

Anschließend Google Hunderte von Ingenieurstellen in der Stadt, von KI-Abteilungsleitern im Cloud-Bereich bis hin zu Chipdesignern und Spezialisten für maschinelles Lernen, für die häufig ein Doktortitel erforderlich war. YouTube, Googles Videoplattform, sucht Ingenieure für die Entwicklung generativer KI-Tools.

Für KI-Unternehmen wie Alphabet geht es in Indien nicht nur um die Suche nach Arbeitskräften. Jedes Jahr gehen zig Millionen neue Internetnutzer online und werden so zu potenziellen Kunden für Chatbots und KI-Assistenten. Außerdem testen sie neue KI-Programmierwerkzeuge.

Laut Xpheno Pvt, einem Unternehmen für Talentlösungen und Personalvermittlung, stieg die Zahl der Mitarbeiter in Indien bei großen US-amerikanischen Technologieunternehmen wie Facebook, Amazon.com Inc., Apple Inc., Microsoft Corp., Netflix Inc. und Google in den letzten zwölf Monaten um 16 Prozent – der größte Anstieg seit drei Jahren.

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