
Bitwise kündigte in einem kürzlich erschienenen Blogbeitrag an, dass wir uns möglicherweise dem Ende eines Krypto-Winters nähern, mit dem die Märkte seit Januar 2025 konfrontiert sind. Die Begründung für diese Einschätzung basiert auf der zyklischen Natur vergangener Krypto-Winter und den anhaltenden institutionellen Käufen wichtiger Kryptowährungen.
Die Kryptowährungsmärkte erlebten ein eher enttäuschendes Jahr 2025, und auch einen Monat nach Jahresbeginn ist die Stimmung düster. Glücklicherweise Matt Hougan, CIO von Bitwise, dass sich die Lage bald bessern wird. Das Unternehmen, das Krypto-Indexfonds verwaltet, veröffentlichte am Montag einen Blogbeitrag, in dem es heißt, dass die Märkte für digitale Vermögenswerte zwar seit Januar 2025 in einer Art Krypto-Winter stecken, aber dennoch Hoffnung auf eine Trendwende im Jahr 2026 besteht.
Die Gesamtmarktkapitalisierung des Kryptowährungsmarktes brach von 3 Billionen US-Dollar Anfang letzter Woche auf ein Tief von rund 2,5 Billionen US-Dollar am Montag ein. Die Stimmung ist in extreme Angst umgeschlagen; der Fear & Greed Index erreichte einen Tiefststand von 15, nachdem er Mitte Januar noch bei 54 gelegen hatte.
Dieser Kurssturz wurde nicht durch ein einzelnes Ereignis ausgelöst, sondern durch eine Reihe technischer Faktoren, die zu einer verheerenden Situation führten und die Kurse der wichtigsten Kryptowährungen auf kritische Unterstützungsniveaus abstürzen ließen. Bitcoin verlor in der vergangenen Woche über 12 % und fiel am Montag erstmals seit 2024 unter die Marke von 76.000 US-Dollar. Viele Anleger befürchten, dass dieser Einbruch zu noch tieferen Kursverlusten führen könnte, da die Märkte eine kritische Schwelle erreicht haben.
Trotz neuer Höchststände von Bitcoin, Solanaund Ethereum im Jahr 2025 argumentierte Matt Hougan, CIO von Bitwise, am Montag in einem Blogbeitrag, dass sich Kryptowährungen seit Januar 2025 in einem Bärenmarkt befinden. Übermäßiger Hebel und weitverbreitete Gewinnmitnahmen früher Investoren seien zwei Hauptfaktoren, die den Kryptomärkten in letzter Zeit geschadet hätten. Bitcoin ist seit seinem Höchststand im Oktober 2025 um fast 40 % gefallen, Ethereum sogar um über 50 %.
Hougan ist der Ansicht, dass die fortgesetzten institutionellen Käufe wichtiger Kryptowährungen im Jahr 2025 über ETFs und Digital Asset Treasuryes (DATs) für den durchschnittlichen Anleger die Illusion eines Bullenmarktes erzeugt haben. Ein Bitwise-Chart der Renditen von zehn großen Kryptoindex-Bestandteilen zwischen Januar 2025 und Januar 2026 untermauert diese Theorie zusätzlich.
Die Grafik unterteilt die zehn wertvollsten Kryptowährungen des letzten Jahres in drei Gruppen. Gruppe 1 umfasst Bitcoin, Ethereumund XRP. Gruppe 2 besteht aus Kryptowährungen wie Solana, Litecoinund Link, und Gruppe 3 aus Kryptowährungen wie Cardano, AVAX und Sui.
Die Vermögenswerte der Gruppe 1 entwickelten sich im vergangenen Jahr recht gut, was größtenteils auf breite institutionelle Investitionen zurückzuführen war. Die Vermögenswerte der Gruppe 2 hingegen erlebten einen typischen Bärenmarkt mit einem Rückgang von 37–47 %, während die Vermögenswerte der Gruppe 3 einen massiven Einbruch von 60–75 % hinnehmen mussten. Besonders auffällig ist Gruppe 3, die im Jahr 2025 im Gegensatz zu den anderen beiden Gruppen keine breite institutionelle Beteiligung erhielt. Dies deutet darauf hin, dass Bitcoin und die Kryptomärkte ohne institutionelle Investitionen zwischen Januar letzten Jahres und heute in einen deutlichen und stetigen freien Fall geraten wären.
Hougan, ein langjähriger Branchenveteran, erklärte in seinem Blogbeitrag vom Montag, dass Krypto-Winter historisch gesehen nur etwa 13 Monate dauern. Sollte dies zutreffen, dürfte sich die Lage ab März dieses Jahres verbessern. Er führte außerdem aus, dass der jüngste Markteinbruch und die negative Stimmung die meisten positiven Nachrichten überschattet hätten.
Die regulatorischen Fortschritte durch den CLARITY Act und den GENIUS Act in den USA sowie deren institutionelle Übernahme waren für die Branche von enormer Bedeutung, und die daraus resultierenden potenziellen Gewinne könnten sich noch realisieren lassen. Wie Hougan betont, schlagen sich positive Nachrichten in Bärenmärkten jedoch meist nicht in positiven Kursentwicklungen nieder.
Andere Branchenführer haben darauf hingewiesen, dass die Märkte trotz der Turbulenzen Anzeichen einer Stabilisierung zeigen. So haben sich beispielsweise die Verkäufe langfristiger Anleger deutlich verlangsamt, und die Fundamentaldaten verbessern sich weiter. Raoul Pal erklärte in einem Beitrag auf X, dass zwar die globale Gesamtliquidität in der Vergangenheit ein Treiber für Haussemärkte war, die US-Gesamtliquidität (USTLI) in diesem Zyklus jedoch dominanter sei und derzeit stark zurückgegangen sei. Die USTLI liegt bei etwa 3 % und damit deutlich unter ihrem Höchststand von 30 % im Jahr 2021.
Pal ist jedoch überzeugt, dass die Beilegung des aktuellen US-Regierungsstillstands der entscheidende Faktor für die Rückkehr der Liquidität auf die Kryptomärkte und damit für steigende Kurse sein wird. Er erwartet, dass Zinssenkungen durch Trumps Kandidaten für den Fed-Vorsitz, Kevin Warsh, die Rückführung von cash in die Märkte und die fiskalischen Anreize im Vorfeld der US-Zwischenwahlen die Voraussetzungen für einen Liquiditätszufluss im Jahr 2026 schaffen werden. Sollte all dies wie geplant verlaufen, könnten die aktuellen Marktbedingungen lediglich einen Rückschlag in einem potenziell boomenden Jahr für die Kryptomärkte darstellen.
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