
Wrench-Angriffe, bei denen Kriminelle Krypto-Nutzer oder deren Familien physisch angreifen oder bedrohen, um Zugang zu deren digitalen Vermögenswerten zu erlangen, nahmen im Jahr 2025 sprunghaft zu und verursachten Verluste in Höhe von etwa 40 Millionen US-Dollar. Dadurch entwickelte sich ein zuvor als relativ seltenes Risiko angesehenes Problem zu einer bedeutenden Sicherheitsbedrohung.
Neue Daten zeigen , dass Gewalt zu den am schnellsten wachsenden Bedrohungen für Besitzer und Verwalter von Kryptowährungen zählt. Millionen von Dollar gehen verloren, und die Angst in der gesamten Branche wächst. Der Blockchain-Sicherheitsprüfer CertiK gab am Sonntag bekannt, dass im Jahr 2025 weltweit 72 bestätigte Schraubenschlüsselangriffe stattgefunden haben.
Zu diesen Angriffen zählen Übergriffe, Entführungen und Bedrohungen von Krypto-Nutzern oder deren Angehörigen, um private Schlüssel, Passwörter oder Lösegeld zutrac. Die Zahl der physischen Angriffe und Entführungen stieg laut CertiK im Vergleich zum Vorjahr um etwa 75 %. Dies deute darauf hin, dass Kriminelle von Online-Hacks zu Gewalt in der realen Welt übergehen.
Das Unternehmen warnte davor, dass solche Angriffe keine „Randfälle“ mehr seien und als ein zentrales Sicherheitsproblem für das Krypto-Ökosystem behandelt werden müssten.
Laut CertiK beliefen sich die bestätigten Verluste durch Schraubenschlüsselangriffe im Jahr 2025 auf insgesamt 40,9 Millionen US-Dollar. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch deutlich höher liegen. Viele Opfer melden die Angriffe nicht, so das Unternehmen, weil sie Angst haben, die Angreifer ihnen private Entschädigungen angeboten haben oder die Lösegeldsummen nicht in öffentlichen Blockchains erscheinen.
Auf geografischer Ebene verzeichnete Frankreich die höchste Anzahl an Angriffen mit 19 bestätigten Fällen im Jahr 2025. Im vergangenen Jahr ereigneten sich rund 40 % aller weltweit gemeldeten Schraubenschlüsselangriffe in Europa, was Europa zur am stärksten betroffenen Region macht.
CertiK nannte zwar nicht alle Standorte, gab aber an, dass die Angriffe von verschiedenen Kontinenten ausgingen. Nicht nur Privatanleger, sondern auch Personen mit Verbindungen zu Unternehmen aus dem Kryptomarkt wurden angegriffen. Mehrere prominente Fälle haben dem Thema weltweite Aufmerksamkeit verschafft.
Im Januar wurden Ledger-Mitbegründer David Balland und seine Frau Amandine in Frankreich und gegen Lösegeld festgehalten. Kurz darauf, im Mai, wurde ein italienischer Krypto-Besitzer Berichten zufolge in New York festgenommen und gefoltert. Dies verdeutlicht, dass selbst kurze Reisen für erfahrene Krypto-Investoren schwerwiegende Folgen haben können.
Es geht hier nicht nur um große Geldsummen. Alena Vranova, Gründerin von SatoshiLabs, erklärte im August, dass Angriffe an der Tagesordnung seien und oft überraschend geringe Beute einbrächten. „Jede Woche wird mindestens ein BitcoinBesitzer weltweit entführt, gefoltert, erpresst und manchmal sogar noch Schlimmeres“, sagte sie.
Es habe auch Fälle von Entführungen von Menschen wegen Kryptowährungen im Wert von kaum mehr als 6.000 US-Dollar gegeben, und auch Fälle von Tötungen wegen Beträgen, die sich 50.000 US-Dollar näherten, fügte Vranova hinzu.
Angesichts der zunehmenden Schraubenschlüsselangriffe suchen Entwickler und Sicherheitsexperten nach Möglichkeiten, die Gefahr zu minimieren. Eine dieser neuen Ideen ist die Einführung von „Panik-Wallets“. Diese Wallets sollen Verbrauchern helfen, im Falle eines physischen Angriffs angemessen zu reagieren.
Und wenn eine Panik-Wallet besonders intelligent gestaltet ist, könnte sie heimlich vertrauenswürdige Kontakte alarmieren, Guthaben löschen, Transaktionen verzögern oder den Angreifer zu einer Köder-Wallet mit einem kleinen Kryptobetrag umleiten. Experten warnen, dass dies in manchen Fällen nützlich sein kann, aber Technologie allein kann das Problem nicht lösen.
Sobald ein Angreifer die vollständige physische Kontrolle über ein Opfer erlangt hat, bieten selbst ausgefeilte Sicherheitsvorkehrungen keinen vollständigen Schutz mehr. Daher betonen viele Sicherheitsexperten die Notwendigkeit von Privatsphäre und Diskretion.
CertiK und Mitglieder anderer Krypto-Communities empfehlen, dass Krypto-Besitzer niemals öffentlich bekannt geben, wie viel Krypto sie besitzen, um ihren Reichtum nicht online zur Schau zu stellen und Informationen einzuschränken, die ihre tatsächlichedentmit Blockchain-Adressen verknüpfen.
Manchen wird außerdem geraten, zwischen öffentlichen Angelegenheiten, dem privaten Besitz von Kryptowährungen und der persönlichen Sicherheit zu unterscheiden, insbesondere auf Reisen. Da Kryptowährungen immer mehr an Bedeutung gewinnen, werden Kriminelle laut CertiK dem Geld folgen – online wie offline.
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